US-Touareg kostet unter 37.000 Euro
Zum Modelljahr 2027 bringt VW die zweite Generation des SUV Atlas auf den US-Markt – im komplett neuen Look sowie mit mehr Leistung.
Zum Modelljahr 2027 bringt VW die zweite Generation des SUV Atlas auf den US-Markt. Der "US-Touareg" mit über fünf Meter Länge startet ab rund 36.430 Euro.
Die erste Generation des VW Atlas wurde 2018 auf dem US-Markt eingeführt. Der als Siebensitzer ausgelegte SUV kam quasi als Ablösung für den aussortierten Touareg. Mittlerweile hat sich der Atlas auf Basis des MQB-evo-Baukastens als Erfolgsmodell von VW auf dem US-Markt etabliert. Im April 2026 wurde in New York die zweite Generation des XXL-VW vorgestellt. Die soll als Modelljahr 2027 im Herbst in Nordamerika an den Start gehen. Dazu hat VW USA inzwischen auch die Preise genannt, der Siebensitzer wird rund 1.000 Dollar teurer.
Optik nur angepasst, vor allem beim Licht
Beim Design wählte VW Evolution statt Revolution. Das Blechkleid behält die kantige Form der ersten Generation sowie die ausgeprägten Kotflügel und die kastenförmige Silhouette bei, wurde aber in Details modernisiert, was dem Atlas einen hochwertigeren Look verpassen soll. Insgesamt legt er in der Länge um 2,5 Zentimeter zu; Breite, Höhe und Radstand bleiben jedoch unverändert.
Für eine verbesserte Erkennbarkeit bei Tag und Nacht sorgt die neue Frontgestaltung. Die setzt auf zweizeilige LED-Scheinwerfer, zweizeilige Lichtleisten über die ganze Frontbreite sowie ein beleuchtetes VW-Logo im Kühlergrill, den nun eine Abdeckung in Wagenfarbe ziert. Am Heck wurde der Dachkantenspoiler neu gezeichnet, die Heckklappe schließt nun bündig mit dem Stoßfänger ab. Das Design der quer verlaufenden Rückleuchten im Pixeldesign spiegelt die Lichtsignatur der Front wider, serienmäßige dynamische Blinker mit drei Animationen unterstreichen den Premium-Charakter. An den Flanken zeigen sich die Kotflügel etwas kräftiger ausgeformt, neu modelliert wurden auch die Seitenschwellerverkleidungen. Die Fensterlinie steigt jetzt hinten nicht mehr an. Optional gibt es beleuchtete Bügeltürgriffe und Einstiegsleuchten mit Projektionsmuster.
Abgerundet wird der neue Look durch neu gezeichnete Leichtmetallfelgen in 20 und 21 Zoll. Das Basismodell rollt allerdings nur auf 18-Zoll-Felgen. Die Farbpalette wird um die Farben Blackberry, Sacramento Green und Sandstone ergänzt.
Neues Cockpit mit echtem Holz
Im komplett neuen Design und mit neuen Materialien zeigt sich der Innenraum. Für den edlen Look sorgen viel Kunst- oder Echtleder und tatsächlich Echtholzapplikationen. Vor dem Lenkrad sitzt ein konfigurierbares, 10,25 Zoll großes Digital-Cockpit. Der große, freistehende Infotainment-Bildschirm misst in der Basis 12,9 Zoll, kann aber optional auf 15 Zoll wachsen. Ein neuer Drehregler in der Mittelkonsole steuert Lautstärke, Fahrmodi und die Atmosphärenfunktion. Der Getriebewählhebel wandert ans Lenkrad. Smartphones können in der Mittelkonsole drahtlos laden. Zusätzlich stehen im gesamten Fahrzeug sieben USB-C-Anschlüsse zur Verfügung. Besonders viel Wert legt VW auf die neue Ambientebeleuchtung, die sich je nach Ausstattungslevel in zehn oder 30 Farben einstellen lässt. Ein leuchtendes Band rahmt das Armaturenbrett ein. Hinzu kommen hinterleuchtete Flächen in den Türen und auf der Beifahrerseite. Die Beleuchtung wechselt zwischen Blau und Rot, wenn die Temperatur eingestellt wird, und pulsiert orange, wenn die Warnblinkanlage aktiviert wird.
Nur ein Benziner, Hybrid kommt
Unter der Haube arbeitet weiterhin ein Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner. Der legt um 13 auf nun 282 PS zu, muss aber beim maximalen Drehmoment mit nur noch 350 Nm um 20 Nm gegenüber dem Vorgänger zurückstehen. Einzige Schaltoption ist nach wie vor eine Achtgang-Automatik, die das Antriebsmoment auf die Vorderräder überträgt. Optional ist ein 4-Motion-Allradantrieb zu haben. Für die erste Modellpflege des Atlas, die vermutlich 2030 erfolgen wird, kündigt VW jetzt schon einen Hybridantrieb an, nennt aber keine konkreten Daten.
Zur erweiterten Serienausstattung des neuen Atlas zählen unter anderem die elektrisch betätigte Heckklappe, Sonnenschutzrollos hinten, Parkpiepser vorn und hinten, Sprachsteuerung sowie ein Front-Mittelairbag. Zudem wurde das Fahrerassistenzsystem IQ.Drive mit zusätzlichen Funktionen aufgewertet.
Marktstart und Preise
Volkswagen bietet den neuen Atlas in den USA in vier Ausstattungslinien an. Den Einstieg bildet der Atlas SE, der mit Frontantrieb ab 41.610 US-Dollar (umgerechnet rund 36.430 Euro) erhältlich ist, während die Allradversion mit 4Motion bei 43.610 Dollar (zirka 38.180 Euro) startet. Bereits das Basismodell fällt deutlich umfangreicher ausgestattet aus als bisher. Serienmäßig sind unter anderem LED-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, eine elektrisch betätigte Heckklappe, hintere Sonnenschutzrollos, eine Einparkhilfe vorne und hinten sowie schlüsselloser Zugang an den Vordertüren und der Heckklappe an Bord. Im Innenraum gehören Echtholz-Dekor, eine Ambientebeleuchtung, ein digitales 10,25-Zoll-Kombiinstrument und ein 12,9 Zoll großes Infotainmentsystem ebenso zum Serienumfang wie eine kabellose Lademöglichkeit für zwei Smartphones. Ebenfalls ab Werk verbaut sind eine Drei-Zonen-Klimaautomatik, beheizte und belüftete Vordersitze, ein beheizbares Lederlenkrad sowie zahlreiche Fahrerassistenzsysteme, einschließlich des IQ.DRIVE-Pakets.
Darüber rangiert der "Atlas SE w/ Technology", der ab 45.610 Dollar (rund 39.930 Euro) mit Frontantrieb beziehungsweise 47.610 Dollar/zirka 41.680 Euro mit Allradantrieb angeboten wird. Er ergänzt die Ausstattung unter anderem um 20-Zoll-Räder, eine beleuchtete Front- und Hecksignatur, einen 15-Zoll-Touchscreen sowie eine serienmäßige Anhängerkupplung. Darüber folgen die ausschließlich mit Allradantrieb erhältlichen R-Line-Modelle. Der SEL R-Line startet bei 52.110 Dollar und bringt unter anderem Panoramaglasdach, Head-up-Display, Lederausstattung, Navigation sowie eine erweiterte Ambientebeleuchtung mit 30 Farben mit. Die Spitze der Baureihe bildet der SEL Premium R-Line für 56.610 Dollar. Er bietet zusätzlich 21-Zoll-Leichtmetallräder, Nappaleder, Massagesitze, ein Harman-Kardon-Soundsystem mit 14 Lautsprechern sowie eine 360-Grad-Kamera und den weiterentwickelten Parkassistenten Park Assist Plus. Zu allen genannten Preisen kommen in den USA noch 1.525 Dollar Überführungskosten hinzu. Die Preise verstehen sich dabei US-typisch als Netto-Preise ohne lokale Mehrwertsteuer.
Auf anderen internationalen Märkten ist der Atlas in leicht angepasster Form auch als Teramont und als Tavendor unterwegs. Gefertigt wird der Atlas für den US-Markt im Werk Chattanooga.
