BMW-Fahrer sollten im Freien parken
BMW ruft wegen möglicher Brandgefahr in den USA 29.000 Plug-in-Hybride zurück. In ein undichtes Anlasserrelais kann Wasser eindringen, die Folge kann ein Kurzschluss sein. Betroffen sind die Modelle 330e i Performance, 530e iPerformance und xDrive, sowie 740Le xDrive.
BMW hat einen Rückruf für 5.761 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge in Deutschland bestätigt. Grund ist eine potenzielle Brandgefahr, die von einem defekten Anlasserrelais ausgeht. Eine ähnliche Aktion war zuvor bereits für rund 29.000 Fahrzeuge in den USA gemeldet worden.
Die Ursache des Problems ist die Möglichkeit, dass Wasser in den Starter eindringen und zu einem Defekt führen kann. Laut BMW ist dann unter Umständen ein Starten des Motors nicht mehr möglich. Es kann aber auch zu einem Kurzschluss oder einer dauerhaften Aktivierung des Starters kommen, was eine lokale Überhitzung oder eine thermische Überlastung umliegender Komponenten zur Folge haben kann. In seltenen Fällen, so der Hersteller, führt dies möglicherweise zu einem Fahrzeugbrand, auch bei abgestelltem Fahrzeug.
Der Defekt ist bei BMW bereits aus früheren Fällen bekannt. Schon im September 2025 startete der Hersteller einen Rückruf für fast 200.000 Fahrzeuge mit reinem Verbrennungsmotor wegen desselben Fehlers. Laufende Produktkontrollen und Kundenbeanstandungen zeigten nun, dass auch zusätzliche Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge betroffen sind.
Welche Modelle sind betroffen?
In Deutschland:
- BMW 3er -Limousine (F30)
- BMW 5er -Limousine (G30, G38)
- BMW 7er -Limousine (G11/G12)
In den USA:
- BMW 330e iPerformance (Baujahre 2016-2018)
- BMW 530e iPerformance und 530e xDrive (Baujahre 2018-2020)
- BMW 740Le xDrive (Baujahre 2017-2019)
Maßnahmen und was Halter tun sollen
BMW empfiehlt betroffenen Kunden dringend, ihr Fahrzeug bis zur Durchführung der Reparatur im Freien und nicht in unmittelbarer Nähe von Gebäuden abzustellen. Die Halter werden zeitnah angeschrieben und können dann einen Werkstatttermin vereinbaren.
In der Werkstatt wird der sogenannte Ritzelstarter getauscht. Bei einer geringen Anzahl von Fahrzeugen muss zusätzlich die 12-Volt-Batterie erneuert werden. Der Werkstattaufenthalt soll je nach Fahrzeugtyp bis zu zwei Stunden dauern. Die Maßnahme ist für die Kunden kostenlos und wird in den internen Systemen von BMW vermerkt. Unfälle im Zusammenhang mit dem Defekt sind dem Hersteller nicht bekannt. Die Aktion wird vom Kraftfahrtbundesamt überwacht.
