Bugatti Destrier
Bugatti zeigt mit dem Destrier ein neues Unikat aus dem Programme Solitaire. Die Marke nimmt dem Bolide die Track-Aggression, lässt Proportionen sprechen – und bringt das Auto nach Pebble Beach.
Bugatti nennt den Destrier die dritte One-of-One-Kreation des Programme Solitaire – nach Brouillard und F.K.P. Hommage. Als Basis dient der Bolide, doch Bugatti richtet den Blick weg von Flügeln, Öffnungen und Anbauten. Der Destrier gehört damit zu Bugattis extremsten Technikpaketen, weil allein die Form zählt.
Nur 1,00 Meter hoch
Der Destrier duckt sich auf nur einen Meter Höhe und liegt damit niedriger als jedes andere Bugatti-Modell. Bugatti montiert vorn 20-Zoll- und hinten 21-Zoll-Räder; damit wachsen die Dimensionen im Vergleich zu den 18-Zoll-Felgen des Bolide. Die größeren Räder stehen monumental unter der besonders niedrigen Karosserie.
Formvokabular: C-Linie mit Pause, breiteres Hufeisen
Bugatti lässt die typische C-Linie "atmen": Sie stoppt kurz vor dem vorderen Radlauf, zeigt dort bewusst Karosseriefläche und führt dann weiter bis zum Hufeisengrill. Bugatti verbreitert das Hufeisen gegenüber dem Bolide und gestaltet die Front eher zurückhaltend. Am Heck integriert die Marke einen elegant eingeblendeten Flügel und zitiert damit den Chiron Profilée.
Historischer Link: Ein Chassis, zwei Charaktere
Bugatti spannt den Bogen zum von 1934 bis 1940 gebauten Type 57: Damals trug ein Chassis sowohl Le-Mans-Sieger "Tank" (historischer Spitzname für die Type-57-Rennversionen) als auch die Design-Ikone 57SC Atlantic. Dieses Prinzip überträgt Bugatti auf Bolide und Destrier. Eine lasergravierte Plakette über der Windschutzscheibe zeigt beide Type-57-Silhouetten als Widmung.
Sapphire Celeste außen, Atelier innen
Bugatti lackiert das Einzelstück in Sapphire Celeste, einem exklusiven Mehrschicht-Blau mit diamantartigem Funkeln. Polierte Aluminium-Akzente setzen Kontraste, getöntes Sichtcarbon bleibt auf Frontsplitter und Diffusor beschränkt. Im Motorraum und an Details nutzt Bugatti ein Hammerschlag-Finish als Anspielung auf Ritterrüstungen – schließlich war ein Destrier das wertvollste Ritterpferd des Mittelalters.
Interieur mit Kupferfäden
Im Innenraum ersetzt Bugatti den Bolide-Spartanismus durch die Atmosphäre eines Schneiderateliers. Leder und Nubuk in Ambre Voyageur sind mit Kupfergarn vernäht. Ein Schattierungs-Muster zieht sich umlaufend durch die Kabine; Bugatti wiederholt Kontrastnähte und Linien bis in Kopfstützen und Mittelkonsole.
W16 bleibt drin
Unter der Karosserie arbeitet der bekannte 8,0-Liter-W16 mit vier Turboladern und 1.600 PS – der Hersteller übernimmt den kompletten Bolide-Antriebsstrang. Bugatti stellt den Destrier während der Monterey Car Week am 16. August 2026 beim Pebble Beach Concours d’Elegance vor.
