Die 7 coolsten Features am neuen Dacia Spring
Der neue Dacia Spring will vor allem günstig sein. Dabei steckt in dem neuen Elektro-Kleinwagen erstaunlich viel cleveres Detailwerk. Wir zeigen sieben praktische Funktionen, die im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen.
Während viele Auto-Hersteller ihre neuen Modelle zunehmend über große Displays, Touchflächen und immer stärker digitalisierte Bedienkonzepte definieren, geht Dacia einen anderen Weg. Bestes Beispiel ist der neue kleine Elektro-Stadtflitzer Spring. Die Funktionen, die man im Alltag ständig bedient, sind nicht in Menüs versteckt, sondern einfach und direkt bedienbar.
Chefdesigner David Durand hat uns im Gespräch erklärt, dass er privat einen ziemlich alten Land Rover fährt. Das Prinzip dieses Autos gefällt ihm bis heute: Jeder Hebel und jeder Schalter hat eine klare Funktion, nichts lenkt unnötig vom Fahren ab. So muss offenbar auch am neuen Spring nicht jede Lösung spektakulär sein – entscheidend ist, dass sie sich im Alltag bewährt.
Geteilter Kofferraumboden
Wer kennt es nicht – das eigene Auto hat vielleicht ein Fach unter dem Kofferraumboden – man kommt aber nicht direkt oder richtig heran, weil zu viel darüber liegt. Der neue Dacia Spring hat dafür eine ganz einfache, aber effiziente Lösung: einen geteilten Kofferraumboden. So lässt sich der übliche Kofferraum-Ballast auf die eine Seite schieben, und der Boden auf der anderen Seite einfach öffnen, um an Verbandskasten, Ladekabel oder Regenschirm zu kommen. Es würde uns nicht wundern, wenn bald auch andere Hersteller diese einfache Lösung adaptieren.
Stoßfänger, die Kratzer nicht gleich übel nehmen
Das vielleicht typischste Dacia-Detail findet sich außen: Die großen Schutzflächen an den vorderen und hinteren Stoßfängern sind aus schwarzem, unlackiertem Kunststoff gefertigt. Kleine Kratzer oder Schrammen fallen dadurch weniger ins Gewicht als bei lackierten Flächen. Sogar Rempler sollen die relativ weichen Flächen wegstecken.
Die schwarzen Schutzpaneele sind nicht etwa lackiert, sondern bestehen tatsächlich aus schwarzem Kunststoff, sodass sie nicht ausbleichen. Und sie sind mit einer linear strukturierten Oberfläche versehen, was sie unempfindlich für kleine Kratzer machen soll. Wer beim Einparken einmal eine Hecke, einen Poller oder einen Einkaufswagen touchiert, muss nicht gleich um eine teure Lackreparatur fürchten. Übrigens besitzen auch die schwarzen Zierleisten an Front und Heck eine spezielle lasergekörbte Oberfläche, die ihr robustes Erscheinungsbild länger erhalten soll.
Die modulare Mittelkonsole
Eine klassische Mittelkonsole gibt es im Spring nicht; stattdessen findet man zunächst eine tiefliegende gummierte Ablageleiste vor. Dacia denkt die Mittelkonsole des Spring nämlich nicht als festes Bauteil, sondern als flexiblen Stauraum. Mit verschiedenen Einsätzen und Trennwänden lässt sie sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Dazu kommen Zubehörlösungen wie ein Organizer oder ein kleines geschlossenes Fach, das je nach Bedarf vorn oder hinten in der Konsole eingesetzt werden kann.
Das klingt zunächst unspektakulär, passt aber bestens zum Spring-Konzept. Statt immer mehr Technik einzubauen, wird vorhandener Platz möglichst sinnvoll genutzt. Die Konsole lässt sich damit beispielsweise für Schlüssel, Smartphone, Kleingeld oder andere Alltagsgegenstände organisieren.
Zwei kleine Knöpfe am Ladeanschluss
Uns sind bei der Weltpremiere des neuen Dacia Spring zwei kleine Knöpfe hinter der Ladeklappe aufgefallen – direkt neben dem Ladeanschluss. Mit der einen lässt sich der Ladestecker unmittelbar entriegeln. Man muss also nicht erst ins Fahrzeug steigen oder sich durch ein Menü arbeiten, wenn das Kabel gelöst werden soll. Eine Direkt-Entriegelung klingt eigentlich selbstverständlich, ist aber längst nicht bei allen Elektroautos vorhanden.
Die zweite Taste dient der Ladeplanung. Der Ladezeitpunkt beziehungsweise das Ladefenster lässt sich in der App oder im Multimedia-System festlegen. Wer beispielsweise nachts günstig laden möchte, kann den Spring entsprechend "programmieren". Über den linken kleinen Knopf kann der Timer direkt wieder abgeschaltet werden, wenn man etwa spontan laden muss oder möchte. Solche einfachen Funktionen werden oft unterschätzt – im täglichen Umgang mit einem Elektroauto können sie aber deutlich praktischer sein als manches aufwendige Infotainment-Feature.
Der 18-Liter-Frunk
Ein kleines Elektroauto hat wenig Platz – also nutzt Dacia auch den Raum unter der Fronthaube. Dort befindet sich beim neuen Spring ein 18 Liter großes Fach. Das reicht beispielsweise für das Ladekabel (Mode-3 für die Haushaltssteckdose ist serienmäßig dabei) und hält damit den Kofferraum frei. Bemerkenswert ist der Frunk auch deshalb, weil der eng verwandte Renault Twingo an dieser Stelle keinen entsprechenden Stauraum bietet. Dacia nutzt den vorhandenen Bauraum also konsequenter für praktische Zwecke.
Klimaanlage mit echten Knöpfen
Klingt banal – ist es aber keineswegs. Denn während viele neue Autos selbst einfache Funktionen wie die Luftverteilung der Klimaanlage auf den Touchscreen verlagern, bleibt der Spring bei seiner Klimaanlage erfreulich klassisch. Temperatur und weitere Einstellungen werden über echte, haptische Bedienelemente gesteuert. Dazu kommen klar ablesbare, relativ große Anzeigen direkt an den Reglern.
Das ist nicht spektakulär – und gerade deshalb cool. Wer während der Fahrt die Temperatur verändern will, muss weder ein Untermenü suchen noch auf einen Bildschirm schauen. Drehen, drücken, fertig.
V2G: Der Spring kann Strom zurückgeben
Der neue Spring kann auf Wunsch nicht nur Strom aufnehmen, sondern Energie auch wieder abgeben. Mit der bidirektionalen Ladefunktion sind sowohl Vehicle-to-Load (V2L) als auch Vehicle-to-Grid (V2G) möglich. V2L macht die 27,5-kWh-Batterie zur mobilen Steckdose, etwa für eine Kaffeemaschine oder das Laden eines E-Bike-Akkus. V2G geht noch einen Schritt weiter: Dabei kann Energie aus der Fahrzeugbatterie perspektivisch auch wieder ins Stromnetz zurückfließen. Für ein Auto in dieser Preisklasse ist das eine bemerkenswerte Funktion.
YouClip: Zubehör einfach einklicken
Gut ok – wir sind schon bei Punkt Nummer acht. Doch das YouClip-System dürfen wir nicht vergessen – haben es aber auch schon bei anderen Dacia-Modellen erklärt. Es gehört inzwischen zu den typischen Dacia-Lösungen und ist nun auch im Spring verfügbar. Serienmäßig gibt es drei Befestigungspunkte im Fahrzeug, weitere sind optional erhältlich.
Daran lassen sich unterschiedliche Zubehörteile befestigen: Smartphone-Halter, Brillenetui, Einkaufstasche, Getränkehalter oder sogar eine Kombination aus Taschenhaken und kleiner Taschenlampe. Der Vorteil liegt weniger in einem einzelnen Zubehörteil als im Prinzip: Der Innenraum lässt sich je nach Alltagssituation unkompliziert verändern.
