Fahren Sie nicht auf diesen Autobahnen
Mit dem Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg haben nun alle Bundesländer Sommerferien – und entsprechend kommt es zum Hardcore-Stau-Wochenende.
Denn das staureichste Reisewochenenden des Jahres vom 31.7. bis 2.8.2026 trifft nicht nur auf Urlauber und Ausflügler, sondern auch auf Baustellen, Vollsperrungen und Rückreiseverkehr.
Die größte Staugefahr besteht bereits am Freitagnachmittag. Auch am Samstagvormittag müssen Autofahrer auf vielen Fernstrecken mit langen Verzögerungen rechnen. Am Sonntagnachmittag verlagert sich der Schwerpunkt zunehmend auf die Rückreiserouten. Wer seine Abfahrt flexibel planen kann, sollte nach Möglichkeit auf Montag oder Dienstag außerhalb der Hauptverkehrszeiten ausweichen.
Neben dem Ferienverkehr bremsen etwa 1.000 Autobahnbaustellen den Verkehrsfluss zusätzlich. Hinzu kommen mehrere Vollsperrungen auf wichtigen Fernstraßen, die insbesondere rund um Ballungsräume und Autobahnkreuze für erhebliche Behinderungen sorgen können.
Auf diesen Autobahnen wird es besonders voll
Vor allem die klassischen Urlaubsrouten in Richtung Nord- und Ostsee, Alpen sowie zu den Grenzübergängen nach Österreich dürften zeitweise an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Im Norden kann zusätzlich das Wacken Open Air den Verkehr auf der A23 und den umliegenden Straßen erhöhen.
Das sind die Vollsperrungen
Neben den zahlreichen Baustellen müssen sich Autofahrer am Wochenende auch auf mehrere Vollsperrungen einstellen.
Auf der A2 wird die Richtungsfahrbahn Hannover zwischen dem Dreieck Hannover-West und Hannover-Langenhagen von Freitag (31.7.) um 19:00 Uhr bis Montag (3.8.) um 5:00 Uhr vollständig gesperrt.
Ebenfalls betroffen ist die A14 zwischen Grimma und Mutzschen. Dort bleibt die Autobahn in beiden Richtungen von Freitagabend bis Montagmorgen gesperrt.
Auf der A44 wird zwischen dem Dreieck Kassel-Süd und dem Kreuz Kassel-West von Freitag (22:00 Uhr) bis Sonntag (5:00 Uhr) gearbeitet. Hinzu kommen nächtliche Sperrungen auf der A61 im Raum Mönchengladbach.
Darüber hinaus bestehen langfristige Einschränkungen auf der A27 im Raum Bremen sowie im Bereich des Tunnels Birth auf der A44. Kurzfristige Änderungen der Verkehrsführung sind nach Angaben des ADAC jederzeit möglich.
Tirol setzt weiter auf Abfahrtssperren
Auch auf den wichtigsten Urlaubsrouten Richtung Österreich müssen Autofahrer am Wochenende mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Besonders betroffen sind die Transitstrecken über den Brenner, die Tauernautobahn und den Fernpass. Der ADAC stuft diese Verbindungen erneut als besonders staugefährdet ein.
In Tirol gelten weiterhin die bekannten Abfahrtssperren. Sie sollen verhindern, dass Autofahrer bei Stau die Autobahn verlassen und auf Landes- und Gemeindestraßen ausweichen. Betroffen sind zahlreiche Straßen in Tirol und teilweise auch in Salzburg. Zusätzlich sorgt am Samstag eine angemeldete Demonstration am Fernpass für weitere Behinderungen. Die Strecke sollte nach Möglichkeit gemieden werden.
Gotthard und Brenner bleiben Stauschwerpunkte
In der Schweiz dürfte sich die Verkehrslage erneut vor allem auf der Gotthard-Route zuspitzen. Zusätzlich gelten die A1 zwischen Bern und St. Margrethen, die A3 Basel–Chur sowie die San-Bernardino-Route über die A13 als besonders staugefährdet.
In Italien erwartet der ADAC vor allem auf der Brennerroute (A22), der A1 zwischen Modena, Bologna und Florenz, der A4 Verona–Venedig–Triest sowie auf der A7 zwischen Mailand und Genua längere Verzögerungen. Ebenfalls stark belastet dürfte die A23 zwischen Villach und Udine sein. Sperrungen und Grenzkontrollen kosten zusätzliche Zeit.
In den Niederlanden bleibt der Wijkertunnel auf der A9 zwischen Beverwijk und Heemskerk weiterhin gesperrt. Die ausgeschilderten Umleitungen können die Fahrzeit nach Angaben des ADAC um mindestens eine Stunde verlängern.
Auch auf den Fernstrecken zu den kroatischen und französischen Küsten, auf den Hauptrouten von und nach Polen und Tschechien sowie auf den Transitstrecken Richtung Griechenland und Türkei ist mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Grenzkontrollen bei Einreise
Seit Mai 2025 finden an allen deutschen Außengrenzen wieder verstärkte Einreisekontrollen statt. Dadurch müssen Reisende an mehreren Grenzübergängen zusätzliche Wartezeiten einplanen. Besonders betroffen sind die Übergänge auf der A3 bei Suben, der A8 am Walserberg und der A93 bei Kiefersfelden.
Weitere Verzögerungen sind unter anderem auf der A4 bei Ludwigsdorf, der A12 bei Frankfurt (Oder), der A15 bei Forst sowie auf der A7 bei Ellund möglich. Auch bei Fahrten nach Slowenien, Kroatien, Griechenland und in die Türkei sollten Autofahrer mehr Zeit einplanen.
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