Hypercar kommt mit V6- und V8-Motoren
Lotus hat für 2028 ein neues Hypercar angekündigt. Das setzt auf Verbrennerantriebe mit sechs und acht Zylindern und bringt den legendären Namen Esprit zurück.
Bereits im Mai 2026 hatte der britische Autobauer im Rahmen der neuen Strategie "Focus 2030 for Lotus" einen neuen Supersportwagen angekündigt. Der wird aktuell unter dem Code Type 135 entwickelt und soll 2028 auf den Markt kommen. Wie die britische Autocar berichtet, steigt Lotus damit nicht nur wieder ins Supercar-Segment sein, sondern bringt auch die legendäre Modellbezeichnung Esprit zurück. Der Ur-Esprit war ein von 1976 bis 2004 gefertigter Mittelmotorsportwagen, der das Topmodell der Briten markierte und in der letzten Ausbaustufe mit einem 3,5-Liter-V8-Biturbo zu haben war.
V6 und V8 als Hybrid
Auch der neue Esprit wird als Top-Motorisierung wieder auf einen V8 setzen – allerdings elektrifiziert als Hybrid. Lotus nennt als Leistungsziel über 1.000 PS. Alternativ soll im Esprit aber auch ein V6 – ebenfalls hybridisiert – zum Einsatz kommen. Beide Aggregate stammen vom Motorenhersteller Horse, einem Gemeinschaftsunternehmen von Lotus-Mutterkonzern Geely und Renault. Der von Horse W30 getaufte V6-Biturbomotor wurde bereits vorgestellt und leistet bis zu 544 PS und 700 Nm. Die ins Getriebe integrierte E-Maschine soll zusätzlich bis zu 400 kW liefern. Der angekündigte V8 wird von diesem Sechszylinder abgeleitet und könnte so auf vier Liter Hubraum kommen.
Wie Lotus-CEO Feng Qingfeng gegenüber Autocar bestätigte, wird der Esprit zudem auf 800-Volt-Technologie und mit einem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet werden. Einen Allradantrieb wollen die Briten mit einer kompakten E-Maschine an der Vorderachse realisieren. Die am Horse-W30-Motor gezeigte Version mit E-Motor im Automatikgetriebe kommt für den Esprit nicht zum Einsatz. Als Zielgewicht peile man unter 1.500 Kilogramm an. Bei über 1.000 PS dürften sich so Fahrleistungen der Superlative ergeben.
Das Chassis für den Esprit setzt sich aus einem Carbon-Monocoque mit Crashboxen aus Aluminium zusammen. Die Luftfederung arbeitet adaptiv. Formal wird sich der neue Esprit an der Lotus-Studie Theory 1 aus dem Jahr 2024 orientieren. Gebaut wird der neue Esprit gemeinsam mit dem Lotus Emira am britischen Stammsitz in Hethel.
