EMC pimpt G-Klasse mit Mercedes-Motor
EMC restauriert eine alte Mercedes G-Klasse 250GD Wolf und verpflanzt ihr einen auf fast die dreifache Leistung gekräftigten Diesel-Nachfolger aus dem späteren Modell. Das Ergebnis: 225 PS statt 84 – ohne Fremdmarken-Technik und ohne Showtuning.
EMC nimmt einen 1990er-Mercedes-Benz-250GD-Wolf (W461) und ersetzt den serienmäßigen OM602-Saugdiesel. Statt eines insbesondere in den USA beliebten V8-Fremdspenders wandert der OM605a in den Motorraum – ein 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbodiesel aus der Mercedes-Historie, dessen Serienleistung von 150 PS die EMC-Spezialisten nochmal anheben. So klettert die Leistung des Wolf von 84 auf 225 PS, das Drehmoment beträgt 407 Newtonmeter. Die Kraft läuft weiter über ein Mercedes-Fünfgang-Schaltgetriebe der 717-Baureihe.
Geheime Fertigung in Polen, Finale in den USA
Die Firma sitzt in Frenchtown, New Jersey, und lässt die komplette Frame-off-Restauration in Polen erledigen. Dort zerlegt das Team die Militärkarosserien vollständig, baut sie wieder auf und lackiert sie neu – pro Auto mit rund 2.300 bis 2.500 Arbeitsstunden. EMC hält den exakten Ort der Werkstatt geheim. Danach verschifft EMC die Fahrzeuge in die USA und erledigt dort Endabnahme, Feinschliff und Auslieferung.
Magma Beam Orange, Schwarzkontrast und Offroad-Hardware
EMC lackiert diesen Wolf in Magma Beam Orange, einem originalen Mercedes-Farbton, und montiert schwarze Anbauteile. Vorn trägt der G einen Stahlstoßfänger, dazu eine Winde und Zusatzleuchten. Schutzgitter an Leuchten und Blinkern, Kotflügelverbreiterungen und ein Überrollkäfig verstärken den Einsatzlook. Schwarze, geschmiedete 17-Zoll-Stahlräder runden den Auftritt ab.
Innen schlicht, aber deutlich edler
Im Cockpit wertet EMC den Wolf mit zweifarbigem Leder (Espresso-Braun und orangefarben) auf, ergänzt Holzdekor und Kontrastnähte. Gleichzeitig bleibt die Grundidee des Wolfs erhalten: schlichtes Armaturenbrett, analoge Anzeigen, robuste Anmutung.
Preis und Bestellung
EMC verkauft das gezeigte Fahrzeug als Einzelauftrag, bietet den Umbau aber grundsätzlich an. Die Restauration startet laut Anbieter bei 185.000 US-Dollar (umgerechnet zirka 171.000 Euro), den OM605a-Umbau kalkuliert EMC mit 25.000 US-Dollar (zirka 23.000 Euro) extra.
