Im Cupra Raval gibt es 5 Sterne nur gegen Aufpreis
Dem aktuellen Crashtest stellen sich Aion UT, Geely E2, Leapmotor B05 und Cupra Raval. Fünf Sterne sind für alle drin – beim Spanier allerdings nur mit kostenpflichtiger Zusatzausstattung.
Mit den seit Jahresbeginn gültigen neuen und verschärften Crashtest-Vorgaben ist die Hürde für eine Fünf-Sterne-Wertung noch höher geworden. In der aktuellen EuroNCAP-Runde mussten sich die chinesischen Kleinwagen Aion UT und Geely E2 sowie das chinesische Kompaktmodell Leapmotor B05 gemeinsam mit dem spanischen Elektro-Kleinwagen Cupra Raval den Testkriterien stellen.
Raval: Erst Sicherheitspaket bringt den fünften Stern
Ausgerechnet der Raval erreicht in diesem Quartett nur eine Vier-Sterne-Wertung, wenn er in der Standardkonfiguration antritt. Der Spanier ist damit kein unsicheres Auto. Die Tester betonen sogar dessen beeindruckende Performance beim Insassenschutz. Er erzielte die volle Punktzahl bei Seitenaufpralltests mit beweglicher Barriere sowie beim Frontalaufpralltest gegen ein starres Hindernis über die gesamte Breite, unterstützt durch die gute Wirkung des Mittenairbags. Zudem attestieren die Tester dem Raval eine zuverlässige Spurverlassenswarnung und ein leistungsstarkes automatisches Notbremssystem (AEB) zur Vermeidung von Kollisionen mit anderen Fahrzeugen. Um die vollen fünf Sterne einzufahren, bedarf es allerdings einer umfangreicheren Sicherheitsausstattung. Die gibt es beim Raval nur in Form eines kostenpflichtigen Sicherheitspakets, das verschiedene Systeme zusammenfasst. Mit diesem an Bord reiht sich auch der Raval bei den Fünf-Sterne-Kandidaten ein.
Ohne Sicherheits-Sonderausstattung kommt der Cupra Raval im Kriterium "Sicheres Fahren" auf 58 %, bei der "Unfallvermeidung" auf 66 %, beim "Unfallschutz" auf 91 % und bei der "Sicherheit nach dem Unfall" auf 95 %. Mit Sicherheitspaket erhöhen sich die Werte bei den beiden ersten Kriterien auf 72 % respektive 77 %, was wiederum zum Upgrade auf fünf Sterne führt.
China-Modelle schlagen sich hervorragend
Bereits in der getesteten Serienausstattung erreichen alle chinesischen Testteilnehmer ihre Fünf-Sterne-Wertung. Der elektrische Kleinwagen Aion UT zeigt in allen vier Sicherheitskategorien gute Leistungen. Er kommt beim "Sicheren Fahren" auf 66 %, bei der "Unfallvermeidung" auf 74 %, beim "Unfallschutz" auf 91 % und bei der "Sicherheit nach dem Unfall" auf 88 %. Auch der Elektro-Kompakte Geely E2 zeigte durchweg ein hohes Schutzniveau. Das 2025 meistverkaufte Auto in China kommt beim "Sicheren Fahren" auf 79 %, bei der "Unfallvermeidung" auf 72 %, beim "Unfallschutz" auf 86 % und bei der "Sicherheit nach dem Unfall" auf 95 %.
Ebenfalls in der Kompaktklasse angetreten ist der Leapmotor B05. Das Steilheckmodell punktet in allen Testdisziplinen, insbesondere beim Insassenschutz, und sichert sich so eine Fünf-Sterne-Bewertung. Er kommt beim "Sicheren Fahren" auf 66 %, bei der "Unfallvermeidung" auf 77 %, beim "Unfallschutz" auf 92 % und bei der "Sicherheit nach dem Unfall" auf 89 %.
Noch nach den Kriterien aus 2025 getestet wurden die Modelle Kia K4 und Mercedes CLE Cabrio. Der Koreaner kommt, wie auch der oben erwähnte Cupra, nur mit einem optionalen Sicherheitspaket auf fünf Sterne. Ohne sind es vier. Der offene Mercedes erreicht bereits in der Serienkonfiguration seine Fünf-Sterne-Wertung.
