Hyper-Hybrid mit 6,2-Liter-V8 als Range-Extender
Damit positioniert Karma den Eximius 1 als bislang leistungsstärksten Plug-in-Hybrid des Unternehmens.
Karma präsentiert mit dem Eximius 1 einen extremen Sportwagen mit vier Sitzen, Rennstreckentechnik und einem völlig ungewöhnlichen Antriebskonzept.
Karma Automotive erweitert sein Modellprogramm um ein ungewöhnliches Hochleistungsprojekt. Der Eximius 1 ist ein kompromisslos auf Performance ausgelegter Sportwagen, der einen großvolumigen V8-Motor mit elektrischem Antrieb kombiniert. Die Besonderheit: Der 6,2-Liter-Achtzylinder treibt nicht direkt die Räder an, sondern arbeitet nur als Generator innerhalb eines seriellen Plug-in-Hybridsystems. Den Vortrieb übernehmen Elektromotoren, die ihre Energie aus einer Hochvoltbatterie beziehen. Karma spricht von einer Systemleistung von rund 1.200 PS. Davon entfallen etwa 550 PS auf den V8 und 650 PS auf die Elektromotoren.
Die Fahrleistungen fallen entsprechend eindrucksvoll aus: In 2,7 Sekunden soll der viersitzige Sportwagen aus dem Stand auf 60 mph (96 km/h) beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit mehr als 200 mph (322 km/h) an. Damit positioniert Karma den Eximius 1 als bislang leistungsstärksten Plug-in-Hybrid des Unternehmens.
Carbon-Karosserie und Rennsporttechnik
Optisch unterscheidet sich der Eximius 1 deutlich von der bisherigen Modellpalette. Als technische Basis dient offenbar der Gyesera, der seinerseits die Modelltradition des Revero und des ursprünglichen Fisker Karma fortsetzt. Dachlinie, Türen, Fensterpartie und Beleuchtung stammen weitgehend vom Ausgangsmodell. Nahezu alle übrigen Karosserieteile wurden dagegen überarbeitet. Breitere Kotflügel, ausgeprägte Lufteinlässe, eine belüftete Motorhaube, Seitenschweller mit zusätzlichen Aerodynamikelementen und ein großer Heckflügel prägen den Auftritt. Ein mächtiger Diffusor und zusätzliche Luftauslässe am Heck sollen die Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten unterstützen.
Sichtcarbon an Motorhaube, Dach, Heckdeckel und Flügel kontrastiert mit dem auffälligen Borealis-Blau. Auch im Innenraum setzt Karma auf Motorsportoptik. Vier Recaro-Schalensitze, Alcantara in Blau und Weiß sowie zahlreiche Carbon-Elemente bestimmen das Cockpit. Ein eigens angefertigter Rennhelm ist zwischen den beiden hinteren Sitzen befestigt. Dazu kommen ein zentraler Not-Aus-Schalter und eine neu gestaltete Mittelkonsole mit separaten Armauflagen.
Auch das Fahrwerk wurde für den Einsatz auf der Rennstrecke angepasst. Ein semiaktives Öhlins-Fahrwerk, eine verbreiterte Spur und eine Carbon-Keramik-Bremsanlage mit zweiteiligen Bremsscheiben sollen die rund 1.200 PS kontrollierbar machen. Die 21 Zoll großen Magnesiumräder tragen zusätzlich zum Leichtbau bei.
Auftakt für neun Einzelstücke
Der Eximius 1 ist kein reguläres Serienmodell, sondern das erste Fahrzeug eines neuen Individualisierungsprogramms. Insgesamt sollen neun Kunden die Möglichkeit erhalten, jeweils ein maßgeschneidertes Einzelstück mit eigenen Design- und Technikänderungen in Auftrag zu geben. Das erste Exemplar entstand laut Karma aus dem Wunsch eines Kunden, der bereits einen Revero besitzt, sich aber ein deutlich extremeres Fahrzeug wünschte.
Die Auslieferung des Eximius 1 ist für 2027 vorgesehen. Einen Preis nennt Karma bislang nicht. Angesichts der umfangreichen Karosserie-, Antriebs- und Fahrwerksmodifikationen dürfte das Einzelstück allerdings deutlich oberhalb der bisherigen Karma-Modelle angesiedelt sein. Eine Wiederholung des Eximius 1 ist nicht vorgesehen.
