Bundesweite Demos: So schützt Du Dein Auto
Für Samstag (31.10.2026) sind Proteste in 32 deutschen Städten angekündigt. Wer sein Auto an diesem Tag nicht benötigt, sollte es außerhalb der betroffenen Innenstadtbereiche parken. Welche Versicherung bei Schäden zahlt, hängt von der Art der Beschädigung und den Bedingungen des Vertrags ab.
Die Sicherheitslage zu den Demonstrationen wird örtlich unterschiedlich bewertet. Die Stuttgarter Polizei zum Beispiel bereitet sich auf mögliche Störungen vor, während die Stadt keine konkreten Hinweise auf einen unfriedlichen Verlauf der angemeldeten Demonstration sieht. Eine Ankündigung bedeutet daher nicht, dass es in allen Städten zu Ausschreitungen kommt
In diesen Städten sind Proteste angekündigt
Die folgende Übersicht nennt die 32 Städte, die in der von "Gen Z regelt" veröffentlichten Liste stehen. Fünf Proteste organisiert die Initiative "Gen Z regelt" selbst, weitere 27 gehen auf örtliche Gruppen zurück. Treffpunkte und Routen können sich noch ändern.
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Aachen
Treffpunkt: Elisenbrunnen
Beginn: 14:00 Uhr -
Augsburg
Treffpunkt: Moritzplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Berlin
Treffpunkt: Platz des 18. März
Beginn: 14:00 Uhr -
Bielefeld
Treffpunkt: Jahnplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Bonn
Treffpunkt: Hofgarten
Beginn: 14:00 Uhr -
Bremen
Treffpunkt: Domshof
Beginn: 14:00 Uhr -
Chemnitz
Treffpunkt: Karl-Marx-Monument
Beginn: 14:00 Uhr -
Dortmund
Treffpunkt: Friedensplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Dresden
Treffpunkt: Theaterplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Duisburg
Treffpunkt: Rathaus Hamborn
Beginn: 15:00 Uhr -
Düsseldorf
Treffpunkt: Hauptbahnhof
Beginn: 16:00 Uhr -
Erfurt
Treffpunkt: Domplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Essen
Treffpunkt: Kennedyplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Frankfurt am Main
Treffpunkt: Weseler Werft
Beginn: 14:00 Uhr -
Freiburg
Treffpunkt: Platz der Alten Synagoge
Beginn: 14:00 Uhr -
Gladbeck
Treffpunkt: Rathaus
Beginn: 14:00 Uhr -
Göttingen
Treffpunkt: Gänseliesel am Marktplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Hamburg
Offiziell ist von "Gen Z regelt" keine Demonstration in Hamburg angemeldet. Die Polizei rechnet jedoch damit, dass sich die Initiative einer angemeldeten Demonstration gegen Wehrpflicht anschließt.
Treffpunkt: Jungfernstieg
Beginn: 14:00 Uhr -
Hannover
Treffpunkt: Opernplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Karlsruhe
Treffpunkt: Stephanplatz
Beginn: 16:00 Uhr -
Köln
Treffpunkt: Konrad-Adenauer-Ufer
Beginn: 14:00 Uhr -
Leipzig
Treffpunkt: Augustusplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Lörrach
Treffpunkt: Alter Marktplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Magdeburg
Treffpunkt: Willy-Brandt-Platz
Beginn: 14:00 Uhr -
Mainz
Treffpunkt: Gutenbergplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Mannheim
Treffpunkt: Wasserturm
Beginn: 14:00 Uhr -
München
Treffpunkt: Geschwister-Scholl-Platz
Beginn: 14:00 Uhr -
Nürnberg
Treffpunkt: Hauptmarkt
Beginn: 14:00 Uhr -
Regensburg
Treffpunkt: Altes Rathaus
Beginn: 17:00 Uhr -
Stuttgart
Treffpunkt: Schlossplatz
Beginn: 14:00 Uhr -
Ulm
Treffpunkt: Hirschstraße, Höhe Neuer Brunnen
Beginn: 14:00 Uhr -
Wuppertal
Treffpunkt: Alter Markt
Beginn: 14:00 Uhr
Viele angekündigte Treffpunkte liegen in Innenstädten. In Leipzig führt die angemeldete Route über Straßen rund um den Innenstadtring; in Stuttgart ist ein Zug vom Schlossplatz zum Marienplatz vorgesehen. Autofahrer sollten deshalb vor der Fahrt die Hinweise der örtlichen Polizei und Stadt prüfen, statt nur den Kundgebungsplatz zu meiden.
So sollte das Auto abgestellt werden
- Das Auto möglichst schon am Vorabend in eine abschließbare Garage oder ein Parkhaus außerhalb der Innenstadt bringen. Ein beleuchteter, regelmäßig genutzter Stellplatz ist meist sinnvoller als eine verlassene Fläche im Industriegebiet.
- Wenn eine Garage nicht infrage kommt, einen Parkplatz mit Schranke oder Personal wählen und vorher prüfen, ob er abseits der Route und möglicher Gegenveranstaltungen liegt.
- Den Innenraum und den Kofferraum vollständig ausräumen. Taschen, Jacken, Ladekabel, Geräte, Dokumente und Kleingeld sollten nicht sichtbar oder im Auto zurückbleiben.
- Fenster und Schiebedach schließen, das Auto verriegeln und den Zustand mit Fotos dokumentieren.
Kameras sind kein sicherer Schutz. Auf Parkplätzen erfassen sie teils nur Kennzeichen, Einfahrten oder Kassenbereiche. Supermarktparkplätze sind zudem meist an einen Einkauf und eine begrenzte Parkdauer gebunden; ein länger abgestelltes Auto kann eine Vertragsforderung oder das Abschleppen nach sich ziehen.
Welche Schäden die Kaskoversicherung übernimmt
Die Haftpflichtversicherung zahlt keine Schäden am eigenen Auto. Eine Vollkasko deckt üblicherweise mutwillige Beschädigungen wie zerkratzten Lack oder abgetretene Spiegel. Die Teilkasko kommt grundsätzlich für Brand, Explosion und Glasbruch auf. Für reine Reifenschäden können besondere Ausschlüsse gelten.
Entscheidend können Ausschlüsse für Schäden durch "innere Unruhen" sein, die in Versicherungsbedingungen vorkommen. Eine einzelne Sachbeschädigung während einer Demonstration fällt nicht automatisch darunter. Der Bundesgerichtshof hat zwischen Gewalttaten einzelner Demonstranten und gemeinschaftlicher Gewalt einer größeren Menschenmenge unterschieden. Ob ein Ausschluss greift, hängt vom konkreten Geschehen und dem Versicherungsvertrag ab.
Wer einen Schaden entdeckt, sollte ihn fotografieren, der Polizei melden und die Versicherung informieren. Vor der Reparatur sollte geklärt werden, wie der Versicherer den Schaden begutachten will. Bei einer Regulierung über die Vollkasko können Selbstbeteiligung und eine Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts anfallen.
Anm. d. Red.: Das Aufmacherbild zeigt ausgebrannte Fahrzeuge bei den aktuellen Protesten in Frankreich.
