8 Elektroautos für rund 20.000 Euro
E-Mobilität muss kein Vermögen kosten. Acht kleine Stromer zeigen, wie viel Auto man für rund 20.000 Euro bekommt – und welche Neuheiten bald kommen.
Elektroautos für weniger als 20.000 Euro waren lange eine Seltenheit. Inzwischen kommt Bewegung in das Segment: Dacia hat den Spring komplett neu aufgelegt, Renault bringt den Twingo zurück und mit dem Nissan Pixo sowie dem smart #2 stehen weitere kleine Stromer in den Startlöchern. Auch Leapmotor mischt mit einem vergleichsweise großen Akku in der Preisklasse mit. Volkswagen will 2027 mit dem ID. EVERY1 oder ID.up nachziehen. Das Angebot in diesem Segment reicht mittlerweile vom kompromisslosen Zweisitzer bis zum vollwertigen Fünftürer.
Zusätzlichen Rückenwind verspricht die staatliche Elektroauto-Förderung. Seit Januar 2026 können Privatpersonen für neu zugelassene Elektroautos einen Zuschuss beantragen. Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro, abhängig vom zu versteuernden Haushaltseinkommen und der Zahl der Kinder sind bis zu 6.000 Euro möglich. Damit können einige der ohnehin günstigen Modelle effektiv deutlich unter die 20.000-Euro-Marke rutschen. Wir zeigen acht Elektro-Minis, die schon heute erhältlich sind oder in den kommenden Monaten auf den Markt kommen.
Citroën ë-C3: Der kleine Komfort-Crossover
Preis: ab 20.140 EuroLeistung: 83 kW (113 PS)Batterie: 30,3 kWh brutto (29,3 kWh netto)Reichweite: 205 bis 215 km WLTP
Der ë-C3 ist kein klassischer Kleinstwagen, sondern ein knapp vier Meter langer Crossover mit vergleichsweise großzügigem Innenraum. Citroën setzt auf eine erhöhte Sitzposition, ein komfortorientiertes Fahrwerk und eine einfache Bedienung. Die günstigere Urban-Range-Version nutzt einen kleineren LFP-Akku mit 30,3 kWh Bruttokapazität. Damit eignet sie sich vor allem für den Stadtverkehr und kürzere Pendelstrecken. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, muss allerdings häufiger nachladen als mit der größeren Batterievariante.
Dacia Spring: Der Preisbrecher mit neuer Technik
Preis: ab 17.900 EuroLeistung: 52 kW (70 PS), alternativ 75 kW (102 PS)Batterie: 27,5 kWh nettoReichweite: 246 bis 250 km WLTP
Der Spring bleibt einer der günstigsten Einstiege in die Elektromobilität. Zum Modelljahr 2026 hat Dacia den kleinen Stromer technisch komplett neu aufgelegt. Neben einer neuen LFP-Batterie gibt es stärkere Motoren, eine optimierte Plattform und Verbesserungen an der Aerodynamik. Die beiden Ausstattungslinien Expression und Journey kosten 17.900 beziehungsweise 19.400 Euro. Mit seiner kompakten Karosserie, dem überschaubaren Gewicht und dem kleinen Akku bleibt der Spring konsequent auf den Nahfeld-Einsatz zugeschnitten.
Leapmotor T03: Viel Batterie fürs Geld
Preis: ab 18.900 EuroLeistung: 70 kW (95 PS)Batterie: 37,3 kWh brutto (36 kWh netto)Reichweite: bis zu 275 km WLTP
Der chinesische Kleinwagen fällt vor allem durch sein Verhältnis von Preis, Leistung und Batteriekapazität auf. Mit 37,3 kWh brutto bietet der T03 deutlich mehr Energiespeicher als viele seiner Konkurrenten. Der 3,62 Meter lange Viersitzer leistet 95 PS und schafft bis zu 275 Kilometer nach WLTP. Auch bei der Ausstattung muss der Käufer nicht auf vieles verzichten: Ein großes Zentraldisplay, Navigation, Rückfahrkamera und zahlreiche Assistenzfunktionen gehören zum Angebot. Damit ist der T03 eine interessante Alternative zu den etablierten europäischen Kleinwagen.
BYD Dolphin Surf: Eine Klasse größer, aber auch teurer
Preis: ab 23.490 EuroLeistung: 65 kW (88 PS)Batterie: 30 kWh bruttoReichweite: bis zu 220 km WLTP
Der Dolphin Surf passt nur noch bedingt in die Preisklasse unter 20.000 Euro. Als Einstiegsversion Active kostet der chinesische Fünftürer regulär 23.490 Euro. Dafür bietet er fünf Sitzplätze, eine umfangreiche Sicherheitsausstattung und eine LFP-Batterie aus BYDs eigener Blade-Familie. Der kleine Akku ermöglicht bis zu 220 Kilometer nach WLTP. Mit 4,0 Metern Länge und einem vergleichsweise großzügigen Innenraum ist der Dolphin Surf allerdings auch größer als die klassischen Stadtminis. Aktionsangebote und mögliche Förderungen können den tatsächlichen Kaufpreis deutlich reduzieren.
VW ID. EVERY1: Der elektrische Up-Nachfolger
Preis: rund 20.000 Euro (angestrebter Einstiegspreis)Leistung: noch nicht bekanntBatterie: noch nicht bekanntReichweite: noch nicht bekannt
Volkswagen plant mit dem ID. EVERY1 die Rückkehr in die elektrische Kleinstwagenklasse – und holt vielleicht auch den Namen "up!" zurück. Die Serienversion soll 2027 auf den Markt kommen und rund 20.000 Euro kosten. Die Studie misst 3,88 Meter und bietet vier Sitzplätze sowie einen Kofferraum mit bis zu 305 Litern Volumen. Damit fällt der Neue allerdings größer aus als der frühere Up. Konkrete Angaben zu Motorleistung, Batteriegröße und Reichweite stehen noch aus. Fest steht bislang nur die grundsätzliche Ausrichtung: ein bezahlbares Elektroauto für den Alltag, entwickelt innerhalb der Electric Urban Car Family des Konzerns.
Renault Twingo E-Tech: Retro-Charme mit Stadttalent
Preis: ab 19.990 EuroLeistung: 60 kW (82 PS)Batterie: 27,5 kWhReichweite: bis zu 262 km WLTP
Der neue Twingo greift die Formensprache des ersten Modells auf und übersetzt sie in ein modernes Elektroauto. Mit 27,5 kWh Batteriekapazität und einem 82 PS starken Elektromotor ist er vor allem für den Stadtverkehr gedacht. Bis zu 262 Kilometer Reichweite verspricht Renault nach WLTP. Praktisch sind die einzeln verschiebbaren Rücksitze, mit denen sich das Verhältnis zwischen Beinfreiheit und Gepäckraum variieren lässt. Auch beim Infotainment ist der Twingo zeitgemäß ausgestattet. Der Einstiegspreis liegt bei 19.990 Euro.
Nissan Pixo: Der japanische Bruder des Twingo
Preis: ab 19.990 EuroLeistung: 60 kW (82 PS)Batterie: 27,5 kWhReichweite: bis zu 259 km WLTP
Der neue Pixo ist eng mit dem Renault Twingo verwandt und wird ebenfalls im slowenischen Werk Novo Mesto gebaut. Nissan setzt auf eine eigenständige Gestaltung und eine auf den europäischen Markt zugeschnittene Ausstattung. Der elektrische Kleinwagen bietet vier Sitzplätze, einen 356 Liter großen Kofferraum und eine LFP-Batterie mit 27,5 kWh. Die Reichweite beträgt bis zu 259 Kilometer nach WLTP. Bestellungen sind seit November 2026 möglich, die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2027 ausgeliefert werden. Serienmäßig sind unter anderem 11-kW-AC-Laden und eine DC-Ladeleistung von bis zu 50 kW.
smart #2: Der Fortwo kehrt elektrisch zurück
Preis: ab 19.990 EuroLeistung: 60 kW (82 PS)Batterie: 35,8 kWhReichweite: bis zu 290 km WLTP
Der smart #2 knüpft an das Konzept des ursprünglichen Fortwo an: zwei Sitzplätze, minimale Außenabmessungen und ein möglichst kleiner Wendekreis. Mit 2,75 Metern Länge bleibt der neue Zweisitzer ein Spezialist für enge Innenstädte und knappe Parklücken. Anders als viele andere Stadtstromer bekommt er eine vergleichsweise große LFP-Batterie mit 35,8 kWh. Das soll eine WLTP-Reichweite von bis zu 290 Kilometern ermöglichen. Der Elektromotor leistet 60 kW und treibt die Hinterräder an. Die Einstiegsversion Pure kostet 19.990 Euro, ist allerdings beim AC-Laden auf 7,4 kW beschränkt.
