13 neue Modelle bis 2030
Mit einer großen Modelloffensive will Volvo seinen Marktanteil verdoppeln. Geplant sind regional ausgerichtete E-Autos und PHEV-Modelle.
Seit Jahren kämpft Volvo mit einer schwächelnden Nachfrage. Um aus der Krise herauszukommen, kündigt der Autobauer die größte Modelloffensive der eigenen Geschichte an. Bis zum Jahr 2030 sollen 13 neue Modelle für eine Verdopplung der Marktanteile sowie eine deutlich gesteigerte Marge sorgen. Die Schweden setzen dabei auf eine klare regionale Differenzierung und noch mehr Geely-Synergien.
Differenzierte Modelle, neue Segmente
Von den angekündigten neuen Modellen sollen sechs speziell für den chinesischen Markt entwickelt werden, während die sieben anderen auf westliche Märkte zugeschnitten werden. Die Ära der globalen Einheitsmodelle sieht Volvo als abgelaufen an. Man setzt jetzt auf regionale Vorlieben und eine geringere Komplexität bei der Individualisierung. Die West-Modelle sollen auf den bekannten Plattformen SPA2 und SPA3 aufbauen, für die China-Autos wird eine engere Zusammenarbeit mit Geely angestrebt. Alle neuen Modelle werden elektrifiziert, wobei Volvo auf reine E-Antriebe und PHEV‑Konzepte setzt.
Mit Geely Kosten senken
Zudem möchte Volvo mit den neuen Modellen in Segmente vorstoßen, in denen man bislang nicht vertreten ist. Auch beim Design kündigen die Schweden eine neue Ära an. Um die Kosten zu senken, wird auch die Zusammenarbeit mit Geely bei der Beschaffung vertieft. Darüber hinaus kündigt das Unternehmen ein einfacheres Vertriebsmodell mit transparenten Preisen, vereinfachten Angeboten und speziellen Versionen an, die schneller an die Kunden ausgeliefert werden können.
"Unsere Verkaufsräume werden im Jahr 2030 ganz anders aussehen", erklärt Volvo-CEO Håkan Samuelsson. "Mit den neuen Modellen haben wir die bisher stärkste Produktpalette; sie ist auf regionale Bedürfnisse zugeschnitten und unterstreicht unseren Anspruch, die führende Premium-Automobilmarke zu sein."
Gleichzeitig soll die Marge von 3,5 Prozent im Jahr 2025 auf 8,0 Prozent im Jahr 2030 steigen.
