Update für den Seitenairbag
Weltweit über 130.000 Tesla Model 3 erfüllen die Anforderungen an den Seitenaufprall nicht vollumfänglich. Schuld ist der Seitenairbag.
Der US-Elektroautobauer Tesla muss weltweit 131.726 Autos vom Typ Model 3 zurückrufen. Wie aus einer Mitteilung des Kraftfahrt Bundesamts (KBA) hervorgeht, erfüllen diese Modelle nicht vollumfänglich die gesetzlichen Anforderungen an den Seitenaufprall.
Tesla selbst schreibt auf seiner Website, dass die vom Rückruf betroffenen Tesla Model 3 Premium-Fahrzeuge mit Linkslenkung die Stoßabsorbierung bei seitlichem Pfahlaufprall gemäß UN-Regelung Nr. 135 möglicherweise nicht den geltenden gesetzlichen Grenzwert erfüllt. Die entsprechenden Fahrzeuge stammen aus dem Bauzeitraum 30.06.2024 bis 08.05.2026. In Deutschland sind vom Rückruf laut KBA-Zahlen 12.680 Fahrzeuge betroffen.
Neue Software over-the-air
Ein Werkstatt-Besuch ist für die Fahrzeughalter aber nicht notwendig. Abhilfe schaffen soll ein Software-Update, das over-the-air erfolgt. Mit dem Software-Update wird eine neue Auslösestrategie für den Seitenairbag aufgespielt, damit die Auslösung den Vorgaben von UN R135 entspricht. Tesla-Besitzer können den Softwarestand im Bordmenü selbst überprüfen. In den Versionen 2026.26.100.2, 2026.32.3 oder später ist die neue Seitenairbag-Software bereits implementiert.
Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden im Zusammenhang mit diesem Problem sind dem KBA nicht bekannt. Tesla selbst schreibt, das die Fahrzeuge weiterhin gefahren werden können. Allerdings besteht ohne das Software-Update ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
Tesla führt den Rückruf unter dem Code SB-26-00-006, das KBA hat die Referenznummer 16992R vergeben.
