Fehlerhafte Befestigung der Sicherheitsgurte
Bei mehr als 11.000 Fahrzeugen von Volkswagen und Cupra kann die Befestigung eines vorderen Sicherheitsgurts fehlerhaft sein. Beim VW ID.Polo wurde das Beifahrer-Gurtsystem möglicherweise nicht korrekt am Verankerungspunkt der B-Säule befestigt.
Der VW-Konzern ruft mehrere Modelle wegen mangelnder Rückhaltewirkung der Sicherheitsgurte zurück, darunter ein ganz neues Modell.
Bei mehr als 11.000 Fahrzeugen von Volkswagen und Cupra kann die Befestigung eines vorderen Sicherheitsgurts fehlerhaft sein. Betroffen sind der VW ID.Polo sowie die Modelle Cupra Terramar und Cupra Raval . Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) warnt vor einer eingeschränkten Rückhaltewirkung bei einem Unfall.
Beim VW ID.Polo wurde das Beifahrer-Gurtsystem möglicherweise nicht korrekt am Verankerungspunkt der B-Säule befestigt. Das kann die Rückhaltewirkung stark einschränken. Bei den betroffenen Cupra-Modellen ist die Befestigung der vorderen Sicherheitsgurte am unteren Verankerungspunkt betroffen, was die Rückhaltewirkung ebenfalls beeinträchtigen kann.
Diese Fahrzeuge sind betroffen
Obwohl der VW ID.Polo erst frisch auf dem Markt ist, müssen jetzt 1.109 Fahrzeuge weltweit zurück in die Werkstatt – 239 in Deutschland. Laut dem KBA aus dem Produktionszeitraum von 21. Juli 2026 bis 3. September 2026. Der Rückruf läuft unter dem Aktionscode 69G1 und trägt die KBA-Referenznummer 17099R.
Bei Cupra erstreckt sich die Maßnahme auf den Terramar und den Raval. Weltweit sind 10.151 Fahrzeuge betroffen, in Deutschland 1.936. Die Modelle liefen zwischen dem 7. Juni 2025 und dem 3. September 2026 vom Band. Der Aktionscode lautet 69C8, die KBA-Referenznummer 17072R.
Das KBA macht derzeit keine weiteren Angaben dazu, anhand welcher Ausstattungsvarianten oder Fahrgestellnummern sich die betroffenen Fahrzeuge eingrenzen lassen. Halter sollten deshalb beim Hersteller oder bei einem Vertragspartner prüfen lassen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist.
Was müssen Kunden jetzt tun?
Volkswagen und Cupra fordern die Halter zur Prüfung in einer Vertragswerkstatt auf. Dort kontrolliert das Personal die Befestigung des jeweiligen Sicherheitsgurts. Falls erforderlich, wird der Gurt ersetzt. VW-Kunden sollten bei der Kontaktaufnahme den Rückrufcode 69G1, Cupra-Kunden den Code 69C8 bereithalten. Die Prüfung und ein notwendiger Austausch erfolgen im Rahmen der Rückrufaktion.
Ob der Beifahrersitz bis zur Überprüfung genutzt werden darf, geht aus den veröffentlichten KBA-Angaben zu den aktuellen VW- und Cupra-Rückrufen nicht hervor. Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit den beiden Rückrufen sind dem KBA bislang nicht bekannt.
