Supersportler schon unterwegs in New York
Porsche orientiert sich wieder stärker Richtung High-End und legt dazu den Supersportwagen Mission S auf. Der durfte in New York, dem globalen Finanzzentrum schlechthin, schon mal auf Publikums-Tuchfühlung gehen.
Beim Capital Markets Day am 7. Oktober 2026 hatte Porsche-Chef Michael Leiters die Strategie Sportwagenschmiede ’35 vorgestellt und mit ihr die künftige Portfolio-Bestückung. Im Fokus stehen dabei die besonders margenstarken D- und E-Segmente. Klare Ansage: Porsche will mit High-End-Modellen wieder richtig Geld verdienen.
Puristischer Ansatz
Für eines davon bereitet der Porsche Mission S gerade den Weg. Mit der neuen Mittelmotor-Studie eines Supersportwagens wird eine komplett neue Baureihe oberhalb des 911 eingezogen. Wohin die Reise formal geht, zeigt der Mission S bereits klar. Viele Zitate aus der erfolgreichen Porsche-Geschichte liefern einen gelungenen Mix für die Zukunft. Zudem verspricht Porsche ein analoges Fahrerlebnis und Fahrdynamik durch Leichtbau. Beim Antrieb, zu dem es noch keinerlei offizielle Infos gibt, dürfte Porsche eher einem konservativen Weg und damit den Interessen der betuchten Kundschaft folgen. Für ein reines Elektromodell sieht man in Zuffenhausen nicht ausreichend Nachfrage. Ein Verbrenner, am besten in alter Porsche-Tradition als Boxer, dürfte bei der anvisierten Kundschaft leichter die Geldbörsen aufspringen lassen.
Form und Verbrenner-Klang als Lockmittel
Bei der Präsentation in New York und auch bei der ersten Ausfahrt durch die Metropole, die in Form der Wall Street als globales Finanzzentrum gilt, war bereits eindeutig ein Verbrenner-Klang zu hören. Ohrenzeugen wollten sogar einen Boxer-Klang – womöglich aus acht Zylindern – wahrgenommen haben.
Auch wenn die wahre Spielwiese eines Supersportwagens eigentlich nicht die Großstadt ist, machte der Mission S bei seiner Tour durch den Big Apple offensichtlich mächtig Eindruck. Auf durch die Polizei freigeräumten Straßen zog der Mission S überall begeisterte Fans an. Begeisterte Blicke, Selfies – Aufmerksamkeit en masse. Sollte der Mission S so kommen, wie er jetzt vorgestellt wurde, dürfte er sich ein fettes Kuchenstück aus dem Supersportwagensegment schneiden können und bei Porsche die Kassen klingeln lassen. Der Mission S hat also für den Sportwagenbauer eine klare Mission.
