Acura plant 3 neue SUV-Modelle
Die Honda-Premiummarke Acura erweitert ihr Modellprogramm in Nordamerika. Ab 2028 sollen drei neue SUVs zusätzliche Kundengruppen erschließen. Neben einem geländetauglich ausgelegten Modell und einem besonders großen Familien-SUV steht eine neue Hybridgeneration des RDX auf dem Plan.
Acura will seine Präsenz auf dem nordamerikanischen Markt ausbauen und dafür in neue Fahrzeugsegmente vorstoßen. Die Honda-Premiummarke plant drei neue SUVs, die das bestehende Angebot ergänzen sollen. Den Auftakt macht ein neues, auf Outdoor-Aktivitäten zugeschnittenes Modell, das in der ersten Jahreshälfte 2028 auf den Markt kommen soll. Weitere Details zu Technik, Abmessungen und Preis nannte das Unternehmen noch nicht.
Der neue SUV soll die Voraussetzungen für Ausflüge abseits befestigter Straßen mit einem modernen Design, hochwertiger Ausstattung und dem für Acura typischen Komfort verbinden. Ob das Modell tatsächlich über besondere Geländetechnik verfügen wird oder vor allem mit einer robusten Optik und entsprechender Auslegung auftritt, ist bislang offen.
Ebenfalls in Entwicklung befindet sich der größte SUV der Marke. Das neue Modell soll acht Sitzplätze bieten und oberhalb des Acura MDX positioniert werden, der bislang bis zu sieben Personen Platz bietet. Honda reagiert damit auf die Nachfrage nach großen Familienfahrzeugen im Premiumsegment. Auch hier hält sich der Hersteller mit technischen Angaben und einem konkreten Starttermin noch zurück.
RDX wird zum Hybrid-Pionier
Konkreter sind die Pläne für den Acura RDX. Die vierte Generation des Mittelklasse-SUV soll ebenfalls 2028 auf den Markt kommen und erstmals bei Acura die hauseigene Hybridtechnik mit zwei Elektromotoren nutzen. Das System kommt bereits in anderen Honda-Modellen zum Einsatz. Wie hoch die Systemleistung des neuen RDX ausfallen wird und welche elektrische Reichweite gegebenenfalls möglich ist, hat Acura noch nicht bekannt gegeben.
Zusätzlich entwickelt Honda einen neuen V6-Hybridantrieb für Fahrzeuge der D-Segment-Klasse. Er soll sportliche Fahrleistungen mit höherer Anhängelast und geringerem Verbrauch verbinden. Für welche konkreten Modelle das Aggregat vorgesehen ist und ob es auch im neuen Acht- oder Outdoor-SUV eingesetzt wird, ließ das Unternehmen offen. Mit den drei neuen Baureihen will Acura Kunden in unterschiedlichen Lebensphasen ansprechen. Zusammen mit dem kompakten ADX, dem MDX und der Sportlimousine Integra soll das Angebot künftig eine größere Bandbreite abdecken. Die Marke setzt dabei auf eine Kombination aus Premiumanspruch, möglichst attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis und einer schnelleren Entwicklung neuer Modelle.
Wachstum trotz schwierigem Luxusmarkt
Die Produktoffensive fällt in eine Phase, in der Acura nach eigenen Angaben besser abschneidet als mehrere etablierte Wettbewerber. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent. Besonders stark entwickelte sich der MDX, dessen Verkäufe um mehr als 25 Prozent zulegten. Auch die Einstiegsmodelle ADX und Integra behaupteten sich laut Hersteller in ihren jeweiligen Segmenten bei den Verkäufen an Privatkunden.
Für das Modelljahr 2027 kündigt Acura zudem umfangreiche Überarbeitungen für ADX, MDX und Integra an. Details dazu stehen noch aus. Die Einstiegsmodelle sollen weiterhin neue Käufer an die Marke heranführen, während die größeren SUVs und die künftigen Hybridmodelle zusätzliche Kundengruppen erschließen. Ob Acura dann auch wieder nach Europa kommt, hat Honda bisher noch nicht angedeutet.
