Deutschlands längste Autobahnbrücke freigegeben
Die Hochstraße Elbmarsch ist nach wie vor 3,84 Kilometer lang, aber verfügt nun über vier Fahrspuren in jeder Richtung.
Nach gut sechs Jahren Bauzeit wurde am Wochenende Deutschlands längste Autobahnbrücke für den Verkehr freigegeben. Die Hochstraße Elbmarsch südlich des Hamburger Elbtunnels ist 3,84 Kilometer lang und stammt aus den 1970er Jahren. Und was ist jetzt neu?
Neu ist ihre Breite: Auf der A7 stehen dort seit Montagmorgen (28.9.2026) acht statt bisher sechs Fahrstreifen zur Verfügung. Dabei hatten die Erbauer vor fast fünf Jahrzehnten durchaus Weitblick bewiesen.
Die neuen Fahrstreifen liegen in der Mitte
Für den Ausbau musste die Hochstraße nämlich nicht nach außen wachsen. Schon beim Bau in den 1970er-Jahren war zwischen den getrennten Richtungsfahrbahnen Platz für eine spätere Verbreiterung vorgesehen. Dort entstand nun in jeder Richtung ein zusätzlicher Fahrstreifen. Flächen im angrenzenden Hafengebiet wurden dafür nicht benötigt.
Zugleich ließen die Bauleute die vorhandenen Teile der Brücke instand setzen. Sie erneuerten unter anderem den Asphalt, die Abdichtung, Fahrbahnübergänge, Schutzeinrichtungen und Verkehrszeichenbrücken. Hinzu kamen fünf Becken, die das Wasser von der Autobahn reinigen, bevor es in die Elbe gelangt. Zuvor floss es dort ungefiltert ab.
Sechs Jahre Bauzeit bei laufendem Verkehr
Während der Arbeiten blieben grundsätzlich drei durchgehende Fahrstreifen je Richtung offen. Auch die Anschlussstelle Waltershof musste erreichbar bleiben, weil sie eine wichtige Zufahrt zum Hafen ist. Die Verbreiterung und die Sanierung erfolgten deshalb in mehreren Bauabschnitten.
Für die letzten Arbeiten wurde die A7 zwischen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Heimfeld vom Freitagabend, 25.9., bis Montagmorgen, 28.9.2026, voll gesperrt. Unter anderem wurde die bisherige Mittelleitwand entfernt. Bereits am Samstag war der Abschluss des Projekts offiziell gefeiert worden. Die Arbeiten endeten laut Projektgesellschaft DEGES mehr als ein halbes Jahr vor dem zuletzt vorgesehenen Termin.
Die Projektgesellschaft beziffert die Investitionen auf rund 605 Millionen Euro. Die Brücke führt mitten durch das Hamburger Hafengebiet. Sie überspannt den Rugenberger Hafen, zwei Bahnstrecken sowie mehrere Straßen und Wege. Täglich fahren nach Angaben der DEGES rund 120.000 Fahrzeuge über diesen Abschnitt der A7. Etwa 20 Prozent davon sind Lastwagen.
