Differenzial macht Probleme
Ford muss weltweit rund 97.000 Mustang Mach-E zurückrufen. Ein fehlerhaftes Differenzial kann den Elektro-SUV ausbremsen oder unbeabsichtigt bewegen.
Wie das Kraftfahrt Bundesamt (KBA) mitteilt, kann es am Elektro-SUV Ford Mustang Mach-E aufgrund eines fehlerhaften Differenzials zu einem Vortriebsverlust oder zu einer unbeabsichtigten Bewegung kommen. Laut Informationen aus dem Ford-Rückrufportal, die Ford gegenüber auto motor und sport bestätigt hat, besteht die Möglichkeit, dass die Ritzelwelle des Hinterachsdifferenzials bricht.
Ritzelwelle kann brechen
Ein Bruch der Ritzelwelle kann zum Verlust des Vortriebs führen. Zudem kann es bei eingelegter Parkstellung (Position "P") zu einer unbeabsichtigten Fahrzeugbewegung kommen, wenn die Feststellbremse nicht angezogen ist. Ein Verlust des Vortriebs oder eine unbeabsichtigte Fahrzeugbewegung erhöht das Unfallrisiko. Aufgefallen ist die Problematik bei internen Überwachungen.
Weltweit sind von diesem Rückruf laut KBA 96.840 Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum März 2020 bis Dezember 2023 betroffen, davon 6.598 Autos in Deutschland. Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem Differenzial-Problem sind nicht bekannt.
Differenzial soll getauscht werden, Teile fehlen noch
Laut Ford steht noch keine Abhilfemaßnahme bereit. Geplant ist offensichtlich der Tausch des Hinterachsdifferenzials, aber hierzu mangelt es aktuell noch an Teilen. Die sollen ab dem vierten Quartal 2026 verfügbar sein. Bis dahin können Mustang-E-Besitzer ihr Fahrzeug weiter nutzen. Ford empfiehlt allerdings, beim Schalten in die Parkstellung jedes Mal die elektronische Feststellbremse (EPB) anzuziehen, bis die Reparatur abgeschlossen ist.
Ford selbst führt den Rückruf unter dem Code 26S50 und hat dazu auch unter der Rufnummer 0221-99992999 eine Hotline eingerichtet. Beim KBA wird der überwachte Rückruf unter der Referenznummer 16878R gelistet.
