Assistenzsysteme schalten sich heimlich ab
Weil Assistenzsystem deaktiviert sein können, ohne dass der Fahrer das weiß, muss Ford rund 4.000 Kuga-Modelle zurückrufen.
Weil Assistenzsysteme offenbar ein unbeabsichtigtes Eigenleben führen, muss Ford einen Rückruf einleiten. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilt, können im Ford Kuga die Verkehrszeichenerkennung sowie das Geschwindigkeits- und Fahrerwarnsystem deaktiviert sein, obwohl dem Fahrer weiterhin angezeigt wird, dass die Systeme aktiv sind.
Wir Ford auf Anfrage erklärt, kann, nachdem die Zündung und der Motor eingeschaltet wurden, das Drücken der Sitzspeichertaste dazu führen, dass das Geschwindigkeitswarn- und Fahrerwarnsystem deaktiviert wird, während das Infotainmentsystem fälschlicherweise anzeigt, dass diese Systeme weiterhin aktiv sind, oder umgekehrt. Im Ergebnis entspricht das Fahrzeug möglicherweise nicht den gesetzlichen Anforderungen.
Betroffen von diesem Rückruf sind in Deutschland laut KBA 3.966 Autos aus dem Bauzeitraum August 2023 bis Juli 2027. Zu einer weiteren Eingrenzung macht der Hersteller keine Angaben. Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden im Zusammenhang mit diesem Problem sind bislang nicht bekannt. Zu möglichen bußgeldpflichtigen Geschwindigkeitsüberschreitungen infolge der nicht aktiven Verkehrszeichenerkennung liegen keine Informationen vor.
Neue Software soll es richten
Alle Halter betroffener Fahrzeuge werden über das KBA angeschrieben und mit ihrem Auto in die Werkstatt gebeten. Dort wird dann eine neue Software-Version aufgespielt, die das Problem beheben soll. Der geschätzte Zeitaufwand dafür beträgt eine Stunde.
Ford selbst führt diesen Rückruf unter dem Code 26C38 und hat zusätzlich eine Telefon-Hotline unter der Nummer 0221-999 929 99 eingerichtet. Beim KBA trägt der überwachte Rückruf die Referenznummer 17195R.
