So hat er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
Der Dacia Striker kostet mindestens 21.990 Euro. Doch welche Motorisierung passt, welche Ausstattung lohnt sich und welche Extras treiben den Preis unnötig nach oben? Wir haben den Konfigurator bemüht und stellen unseren Wunsch-Striker zusammen.
Der neue Dacia Striker soll viel Platz, moderne Hybridtechnik und eine ordentliche Ausstattung zu einem vergleichsweise günstigen Preis bieten. Doch wer den Online-Konfigurator öffnet, steht vor einigen Entscheidungen: Vier Ausstattungslinien, unterschiedliche Antriebe und zahlreiche Extras machen die Wahl nicht unbedingt einfacher. Dabei muss das günstigste Modell nicht automatisch die beste Wahl sein.
Der Einstieg gelingt mit dem Essential für 21.990 Euro. Er kombiniert den Mild-Hybrid-G 140 mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe und Autogasantrieb. Die Basisausstattung fällt dabei nicht ganz so karg aus, wie man vermuten könnte. Ein Touchscreen, eine Rückfahrkamera und eine Einparkhilfe hinten gehören bereits zum Serienumfang. Auf einige Komfortdetails muss man allerdings verzichten. Dazu zählen unter anderem die Klimaautomatik und verschiedene Ausstattungsmerkmale der höheren Linien. Wer hauptsächlich ein günstiges Auto für den Alltag sucht und auf zusätzliche Annehmlichkeiten verzichten kann, findet hier einen preiswerten Einstieg.
Essential oder Expression: Wo sich der Aufpreis lohnt
Unser Tipp ist trotzdem der Expression. Für 23.390 Euro kostet er lediglich 1.400 Euro mehr als der Essential, bietet dafür aber unter anderem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, eine elektrische Parkbremse, eine erhöhte Mittelkonsole und automatisch anklappbare Außenspiegel. Gerade solche Details machen sich im täglichen Gebrauch bemerkbar. Wer den Striker mehrere Jahre fahren möchte, bekommt mit Expression das stimmigere Gesamtpaket, ohne gleich in deutlich höhere Preisregionen vorzustoßen.
Auch bei der Motorisierung sollte man genau hinsehen. Der Mild-Hybrid-G 140 ist für alle interessant, die möglichst günstig fahren und den Kostenvorteil von Autogas nutzen möchten. Wer lieber ohne Schaltarbeit unterwegs ist, kann die Automatikvariante wählen. Darüber hinaus gibt es den Vollhybrid 155 – ebenfalls mit Automatik und Vorderradantrieb, sowie den Hybrid 150 4x4 mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe. Der Hybrid 155 startet in der Ausstattung Expression bei 26.890 Euro. Gegenüber dem günstigsten Striker beträgt der Aufpreis damit bereits 4.900 Euro. Ob sich die Vollhybridtechnik rechnet, hängt vom persönlichen Fahrprofil und der jährlichen Laufleistung ab. Wer häufig im Stadtverkehr unterwegs ist, dürfte vor allem von der elektrischen Unterstützung beim Anfahren und Rangieren profitieren.
Diese Extras lohnen sich – unser Wunsch-Striker
Beim Infotainment muss man nicht zwangsläufig zur teuersten Ausstattungslinie greifen. Bereits der Essential bringt einen Touchscreen mit. Wer hauptsächlich das Smartphone verbindet und darüber navigiert, kommt damit möglicherweise aus. Das größere Multimediasystem Media Nav Live ist vor allem für diejenigen interessant, die eine integrierte Navigation und zusätzliche Funktionen direkt im Fahrzeug nutzen möchten. Vor der Bestellung sollte man prüfen, welches System in der jeweiligen Konfiguration enthalten ist und ob sich ein Upgrade einzeln oder nur zusammen mit einem Ausstattungspaket bestellen lässt.
Auch bei den Einparkhilfen ist nicht unbedingt ein teureres Modell erforderlich. Rückfahrkamera und Sensoren hinten sind bereits in der Basisausstattung vorgesehen. Wer häufig in engen Parkhäusern rangiert oder in der Stadt unterwegs ist, sollte zusätzliche Einparkhilfen dennoch in Betracht ziehen, sofern sie für die gewählte Variante verfügbar sind. Bei einem rund 4,62 Meter langen Auto können sie den Alltag spürbar erleichtern. Entscheidend ist, nicht möglichst viele Extras anzukreuzen, sondern gezielt diejenigen auszuwählen, die tatsächlich einen Nutzen bieten.
Vom Basis-Striker zum luxuriösen Alltagsauto
Bei der Lackierung lässt sich dagegen sparen, ohne auf Funktionalität zu verzichten. Wer eine aufpreispflichtige Farbe wählt, muss dafür je nach Lackierung mehrere Hundert Euro zusätzlich einkalkulieren. Auch größere Räder sind kein Muss: Sie können den Striker optisch aufwerten, bringen für den praktischen Nutzwert aber keinen entscheidenden Vorteil. Wer das Geld lieber in Komfortausstattung investiert oder den Gesamtpreis niedrig halten möchte, kann hier bewusst verzichten.
Für Freizeit und Urlaub lohnt sich ein Blick auf das Zubehörangebot. Das umfasst der Konfigurator nämlich ebenso. Eine Kofferraummatte schützt den Laderaum vor Schmutz, ein Smartphonehalter schafft zusätzliche Ablagemöglichkeiten und ein Heckklappenzelt kann für Campingausflüge interessant sein. Solche Extras sind kein Ersatz für eine passende Ausstattungslinie, können aber den Nutzwert des Striker erhöhen.
Extrem oder Journey: Mehr geht nicht
Wer mehr Komfort möchte, sollte schließlich die Ausstattungslinien Extreme und Journey miteinander vergleichen. Extreme setzt stärker auf den robusten Charakter, unter anderem mit Gummifußmatten und einem variablen Kofferraumboden. Journey konzentriert sich dagegen auf Komfortdetails wie einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz, beheizbare Vordersitze und ein beheizbares Lenkrad. Beim Hybrid 155 liegen die genannten Preise bei 28.590 Euro für Extreme und 28.790 Euro für Journey. Der Unterschied beträgt damit gerade einmal 200 Euro. Wer nicht ausdrücklich die besondere Outdoor-Ausstattung bevorzugt, sollte deshalb prüfen, ob das Topmodell für den geringen Aufpreis die bessere Wahl ist.
