Das sind die Mercedes-Lkw von morgen
Es zeigt, wie Waren künftig in mehrdimensionalen Infrastrukturen transportiert werden könnten und welche Anforderungen daraus für die Logistik der Zukunft entstehen.
130 Jahre Lkw-Geschichte hat Daimler Truck bereits hinter sich. Zum Jubiläum blickt der Nutzfahrzeughersteller entsprechend in die Zukunft – und zwar weit.
Wie man sich im Haus Daimler Truck eine Lkw-Zukunft vorstellen könnte, zeigen Designstudien, die aus den verschiedenen Designstudios des Nutzfahrzeugherstellers weltweit stammen. Klar ist: Kein Entwurf zeigt ein tatsächlich kommendes Modell. Die vorgestellten Konzepte sind bewusst als Visionen, Studien und kreative Denkanstöße angelegt.
Zugmaschine neu gedacht
Die vorgestellte Designstudie von Mercedes-Benz Trucks steht unter dem Leitgedanken "Make more with less". Der angehende Designer hat in seinem Konzept untersucht, wie eine geringere Anzahl von Bauteilen, multifunktionale Komponenten und ein hoher Grad an Modularität künftig zu mehr Ressourceneffizienz beitragen könnten. Dahinter steht die Idee, mit weniger Materialeinsatz mehr Nutzen zu schaffen und damit neue Ansätze für nachhaltiges Fahrzeugdesign aufzuzeigen.
Das Führerhaus der Zugmaschine wird von einer C-förmigen Scheibe sowie einem mächtigen Front-Panel mit Mercedes-Stern dominiert. Ansonsten wirkt der Entwurf relativ konventionell.
Vollautonom für die USA
Die Freightliner-Studie beschäftigt sich mit autonomen Transportlösungen und der Zusammenarbeit von Fahrzeug und Robotik. Das Designteam aus Portland skizziert hierbei eine Zukunft, in der autonome Systeme Wartungs- und Serviceaufgaben übernehmen und dadurch neue Möglichkeiten für Verfügbarkeit und Effizienz im Güterverkehr eröffnen könnten.
Die Zugmaschine tritt extrem aerodynamisch gestaltet an. Die komplette Front wirkt wie ein einziger Spoiler. Kein Fahrer bedeutet keine Scheiben und auch keine Türen. Auch Spiegel sucht man vergeblich.
Indien geht die Wände hoch
Die indische BharatBenz-Studie "VertiHaul" denkt Logistik im Jahr 2070 weiter. Das Konzept eines Nachwuchsdesigners beschäftigt sich mit einer Welt, in der Städte und Industrieanlagen zunehmend vertikal organisiert sind. Es zeigt, wie Waren künftig in mehrdimensionalen Infrastrukturen transportiert werden könnten und welche Anforderungen daraus für die Logistik der Zukunft entstehen. Klassische Räder wurden durch kugelförmige Antriebseinheiten ersetzt.
Hinter dem führerlosen Führerhaus der Zugmaschine sitzt eine Art Reaktor hinter einer transparenten Abdeckung. Der Frachtraum ist komplett integriert.
Setra geht in die Luft
Im wahrsten Sinne angehoben präsentiert sich die Designstudie für die Bus-Sparte Setra. Im Zuge einer Masterthesis entstand für die Marke Setra mit "Miyanoura" ein Zeppelin-inspiriertes Luftschiffkonzept für eine neue Form des Reisens. Im Mittelpunkt stehen Entschleunigung, Komfort und das Reiseerlebnis selbst.
Die Vision hinterfragt die heutige Wahrnehmung von Mobilität als reinen Zweck und rückt Aspekte wie Wohlbefinden, Ruhe und bewusstes Reisen in den Vordergrund.
