Welche Striker-Version lohnt sich - und welche nicht?
Der Dacia Striker startet bei 21.990 Euro. Doch wer Hybridantrieb, Navigation oder Komfortextras möchte, landet schnell deutlich höher. Wir vergleichen die vier Ausstattungslinien und zeigen, welche Version ihr Geld wert ist.
Der Dacia Striker soll viel Auto fürs Geld bieten. Dabei rangiert er mit mindestens 21.990 Euro am oberen Ende der Modellpalette – knapp unterhalb des Bigster. Im Vergleich zu anderen Herstellern bleibt aber auch der neue Crossover-Kombi günstig. Beim Einstiegsmodell Essential zeigt sich, wo die rumänische Renault-Tochter spart: Stahlräder, manuelle Klimaanlage und ein einfaches Fahrinfodisplay gehören hier zum Programm. Leichtmetallfelgen, Klimaautomatik und ein großes Infotainmentsystem fehlen. Wer den Striker nicht nur als günstiges Transportmittel betrachtet, dürfte deshalb schnell zur nächsthöheren Ausstattungslinie Expression schielen.
Expression, Extreme oder Journey: Was steckt drin?
Für 1.400 Euro Aufpreis bietet sie unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallräder, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, einen Regensensor und eine elektrische Parkbremse. Damit ist Expression die interessante Wahl für preisbewusste Käufer. Ganz ohne zusätzliche Ausgaben geht es aber auch hier nicht: Keyless-Go, eine Rückfahrkamera und Einparkhilfen vorn sowie beheizbare Sitze und ein beheizbares Lenkrad fehlen weiterhin. Auch das große Navigationssystem Media Nav Live ist nicht automatisch an Bord.
Der Striker Extreme setzt andere Schwerpunkte. Er bringt eine robustere Optik, Gummifußmatten, einen widerstandsfähigen MicroCloud-Bezug und ein modulares, wendbares Kofferraumbodensystem mit. Wer seinen Kombi also häufig für Freizeitaktivitäten nutzt, dürfte diese Details schätzen. Beim Komfort hat allerdings das Topmodell Journey die Nase vorn. Es bietet unter anderem einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz, eine elektrische Heckklappe sowie beheizbare Vordersitze und ein beheizbares Lenkrad. Das Panorama-Glasdach und Allwetterreifen kosten auch hier extra.
Antriebswahl einfacher als befürchtet
Neben der Ausstattung entscheidet auch beim neuen Dacia Striker vor allem der Antrieb über den Preis. Dacia teilt das Angebot übersichtlich auf: Zwei 48V-Mild-Hybride stehen für die budgetbewusste Fraktion bereit, während zwei Vollhybride den Fokus auf Automatik und maximale Effizienz legen. Den Einstieg bildet der mild hybrid-G 140 mit 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner (140 PS), Autogas-/LPG-Option und manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe ab 21.990 €. Wer auf die Kraft des 140-PS-Motors nicht verzichten möchte, aber schaltfaul ist, greift zum mild hybrid-G 140 auto. Dieser kombiniert denselben Dreizylinder mit einem automatisierten 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (EDC) und Vorderradantrieb.
Kurzfazit: Die Mild-Hybride sind die Preis-Leistungs-Sieger. Der Handschalter richtet sich an Puristen und LPG-Sparer, die Automatik-Variante schließt die Lücke für komfortorientierte Budget-Käufer.
Wer dagegen maximalen Komfort oder Allradantrieb sucht, muss zu den Full-Hybrid-Varianten greifen. Der hybrid 155 ist dabei der Effizienz-König für die Stadt: Er kombiniert einen 1,8-Liter-Vierzylinder mit Elektromotoren zu 158 PS Systemleistung und einem Multi-Mode-Automatikgetriebe. Mit einem kombinierten Verbrauch von nur 4,2 l/100 km kann er extrem sparsam fahren. Für Offroad-Ausflüge oder schlechte Witterung bietet Dacia den hybrid 150 4x4 an. Dieser kommt auf 154 PS Systemleistung, nutzt ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (EDC) und schickt die Kraft automatisch an alle vier Räder.
Kurzfazit: Der hybrid 155 ist die ideale Wahl für den Pendler-Alltag mit niedrigstem Verbrauch, der hybrid 150 4x4 soll dagegen als robuster Abenteurer für Schlechtwetter und Abwege überzeugen.
Diese Extras lohnen sich – und welches Modell wir empfehlen
An einigen Ausstattungsdetails sollte man beim Dacia Striker nicht sparen. Dazu gehört ein zeitgemäßes Infotainmentsystem mit großem Touchscreen und Media Nav Live. Gerade wer regelmäßig navigiert, profitiert von einer übersichtlichen Bedienung und Smartphone-Integration. Auch eine Rückfahrkamera samt Einparkhilfen ist bei einem 4,62 Meter langen Auto sinnvoll. Sie erleichtert das Rangieren im Alltag und kann teure Parkrempler verhindern.
Ebenfalls empfehlenswert ist das Winterpaket mit beheizbaren Vordersitzen und Lenkradheizung. Das ist im Journey inklusive und wird im Expression mit fairen 390 Euro kalkuliert. Vergleichsweise wenig Geld für viel Komfortgewinn in der kalten Jahreszeit. Unsere Empfehlung für Sparfüchse lautet Expression. Der Aufpreis von 1.400 Euro gegenüber Essential ist überschaubar, der Zugewinn an Komfort dagegen spürbar. Wer mit dem Mild-Hybrid G-140 auskommt und auf besonders aufwendige Extras verzichten kann, erhält hier das vernünftigste Gesamtpaket. Die Basis ist zwar günstiger, verlangt aber bei mehreren Ausstattungsdetails deutliche Kompromisse.
Ein Striker für 34.000 Euro ist möglich
Anders sieht es aus, wenn ein Vollhybrid auf der Wunschliste steht. Dann lohnt sich der Blick auf den Journey. Liegen Extreme und Journey bei der gewählten Motorisierung tatsächlich nur 200 Euro auseinander, fällt die Entscheidung leicht: Für den geringen Aufpreis gibt es erheblich mehr Komfort. Wer nicht ausdrücklich die robustere Gestaltung und die besonderen Nutzwertdetails des Extreme bevorzugt, sollte deshalb zum fast voll ausgestatteten Topmodell greifen. Hier bleiben nur noch einige Optionen als Extras übrig – wie das City-Paket für 700 Euro. Es enthält neben Einparkhilfe rundum auch das komplette Assistenzprogramm und LED-Nebelscheinwerfer.
Für alle Varianten bietet Dacia übrigens auch beim Striker gleich zu Beginn ein umfangreiches Zubehörprogramm an, das direkt im Konfigurator mitbestellt werden kann. Ob Dachgepäckträger, Heckklappenzelt, Schmutzfänger oder das pfiffige You-Clip-System – alles lässt sich direkt mitbestellen.
