Jungbrunnen für den Lamborghini Gallardo
Das von Giugiaro neu gezeichnete Heck setzt auf ein durchgehendes schwarzes Gitterelement, das vertikale, zweistreifige LED-Rückleuchten, die mit horizontalen Lichtleisten kombiniert sind, beherbergt.
Die spanische Sportwagenmanufaktur hat Fabrizio Giugiaro beauftragt, den von ihm gezeichneten Lamborghini Gallardo komplett zu modernisieren.
CAVËN Atelier aus dem spanischen Marbella ist ein Unternehmen aus dem Bereich exklusiver Automobilentwicklung, Fahrzeugdesign und Engineering, das es sich zur Aufgabe gemacht hat im Rahmen der neu aufgelegten Designer Series, älteren Sportwagen neues Leben einzuhauchen. Das Erstlingswerk ist der Hommage 26, der auf dem rund 20 Jahre alten Lamborghini Gallardo aufbaut. Verantwortlich für die Umgestaltung des Lambo war Fabrizio Giugiaro, der seinerzeit bei Italdesign den italienischen Sportwagen in Form gebracht hat. Jetzt konnte er an sein Projekt von damals nochmals Hand anlegen.
Komplett neue Karosserie aus Carbon
Die Proportionen und die keilförmige Grundform des Gallardo bleiben auch beim Restomod-Modell erhalten. Ansonsten hat Giugiaro alles bis auf das Dach, die Seitenscheiben, die Windschutzscheibe sowie die Außenspiegel inklusive deren Sockel modifiziert. Zum modernen Look gehören schärfer gezeichnete Kanten, wohin man schaut. Unsichtbar hingegen ist der neue Karosseriewerkstoff – hier kommt ausschließlich Kohlefaserlaminat zum Einsatz.
Die Front bekam eine pfeilförmig zulaufende Haube, eine komplett neue Frontschürze sowie tief in die Kotflügel versenkte Scheinwerfer und zusätzliche LED-Tagfahrlicht-Streifen spendiert. An den Flanken wurden die Lufteinlässe neu geformt. Die auf den hinteren Radläufen sind gar ganz verschwunden. Neu sind auch die extrem luftig gezeichneten Leichtmetallfelgen mit 20 Zoll Durchmesser.
Das schwarze Dach geht nahtlos in eine mit Lamellen versehene Motorabdeckung über, die in einem integrierten Heckspoiler mündet – flankiert von zwei aktiven aerodynamischen Seitenflügeln. Giugiaro hat zudem ein zu öffnendes Heckfenster konstruiert, das den ungefilterten Klang der Abgasanlage direkt in das Cockpit leitet.
Das von Giugiaro neu gezeichnete Heck setzt auf ein durchgehendes schwarzes Gitterelement, das vertikale, zweistreifige LED-Rückleuchten, die mit horizontalen Lichtleisten kombiniert sind, beherbergt. Darunter befinden sich ein ausgeprägter Diffusor, sowie zwei breite, rechteckige Auspuffendrohre, die in Chrom gefasst sind.
Aufgefrischter Innenraum
Das modernisierte Cockpit punktet mit neuen Grafiken für die Instrumente und komplett neu gestalteten Sitzen, die sowohl den Seitenhalt als auch die Ergonomie beim Fahren verbessern sollen. Dazu gibt es neu überzogene Oberflächen aus Leder und Alcantara sowie eine stärker herausgearbeitete offene Schaltkulisse.
V10 mit mehr Leistung
Nachgelegt wurde auch bei der Technik. Das Fahrwerk erhielt moderne Komponenten, eine neue Abstimmung mit drei vorwählbaren Modi sowie eine verstärkte Bremsanlage. Intensive Detailarbeit lässt den Fünfliter-V10-Sauger höher drehen (Limit: 8.500 Touren) und mehr leisten. In der GT-Ausführung stehen 540 PS bereit, 560 PS sind es in der kompromissloseren Performance-Variante.
Gebaut werden sollen vom Hommage 26 nur 25 Exemplare. Der Umbau schlägt mit rund 900.000 Euro zu Buche. Das passende Basismodell muss der Kunde beibringen. Alternativ besorgt aber auch CAVËN Atelier ein passendes Modell.
Bereits 2027 soll das nächste Modell der Designer Series enthüllt werden. Weitere Hinweise liefern die Spanier noch nicht.
