So einen Alfa Romeo haben Sie noch nie gesehen
Bislang existiert das zweisitzige Cabrio allerdings nur rein virtuell, könnte aber nach Angaben von Castagna Milano innerhalb kürzester Zeit tatsächlich gebaut werden – sogar in zulassungsfähiger Form. Jetzt warte man nur auf einen – vermutlich zahlungskräftigen – Alfa-Fan der das Modell beauftragt.
Weil bei Alfa Romeo neue Modelle Mangelware sind, geht Karosseriebauer Castagna Milano in Vorleistung und baut ein Alfa-Cabrio, wie er es sich vorstellt.
Bei Alfa Romeo setzt sich das Modellportfolio aktuell aus dem Junior, dem Tonale, dem Stelvio und der Giulia zusammen. Immer wieder kolportierte oder von den Fans erwartete neue Modelle blieben Fantasiegespinste. Der Karosseriebauer Castagna Milano hat das warten satt und wird selbst aktiv.
Das Unternehmen aus Mailand kündigt jetzt ein Alfa Romeo Cabrio an, das auf der Limousine Giulia aufbauen soll. Bislang existiert das zweisitzige Cabrio allerdings nur rein virtuell, könnte aber nach Angaben von Castagna Milano innerhalb kürzester Zeit tatsächlich gebaut werden – sogar in zulassungsfähiger Form. Jetzt warte man nur auf einen – vermutlich zahlungskräftigen – Alfa-Fan der das Modell beauftragt.
Kabine rückt weit nach hinten
Das Alfa Cabrio von Castagna Milano kommt auf eine Länge von 4,70 Meter, eine Breite von 1,94 Meter sowie eine Höhe von 1,37 Meter. In der Gesamtlänge übertrifft der Zweitürer damit die Basis-Limousine sogar um knapp 5 Zentimeter. Für den gänzlich neuen Look sorgt allerdings die Rückverlagerung des Cockpits. Castagna Milano rückt die A-Säule samt Armaturenbrett und Vordersitzanlage um ganze 33 Zentimeter nach hinten. Die Rücksitzanlage fliegt komplett raus. So ergeben sich eine lange Motorhaube in Kombination mit knackig kurzen Überhängen vorn und hinten. Die Motorhaube setzt auf einen als Dreieck ausgeführten Powerdome, der vorn in das typische Alfa-Scudetto ausläuft. Flankierend sitzen Entlüftungsöffnungen für den Motorraum. Die Front wird von großen Belüftungsöffnungen sowie je Seite vier waagrechten und drei schräg angesetzten LED-Lichtelementen geprägt. In die Flanken mit den weit ausgestellten Schwellerverkleidungen hat Castagna Milano unterhalb der Charakterlinie weitere Be- und Entlüftungsöffnungen hinter den Vorderrädern und vor den Hinterrädern einmodelliert. Das Heck setzt auf eine bullige Diffusoroptik mit ultraflachen LED-Rücklichteinheiten, Entlüftungsgitter und übereinander angeordneten Auspuffendrohren.
Hinter den beiden Passagieren bleibt genug Platz für ein Ladeabteil, das neben 623 Liter Gepäck auch das faltbare Stoffverdeck samt fester Glasheckscheibe aufnimmt. Das Heckfenster kann zudem als Windschott zwischen den beiden Airdomes hinter den Sitzen verwendet werden. Die komplette neue Karosserie soll aus Kohlefaserlaminat, teilweise in Sichtbauweise und partiell aus dem 3D-Drucker geformt werden. Durch den Entfall der hinteren Türen, des festen Dachs und der kompletten Rücksitzanlage soll das Gewicht des Zweisitzers auf 1.420 Kilogramm sinken.
QV-Antrieb mit über 500 PS
Bei der Fahrwerksauslegung setzt Castagna Milano auf die GT-Konfiguration der Giulia mit breiterer Spur an beiden Achsen. Auf den Antrieb des Cabrios geht Castagna Milano in seiner Ankündigung nicht näher ein. Da die Giulia in der QV-Version als Basis dient, dürfte unter der langen Haube der bekannte 2,9-Liter-Biturbo-V6 stecken, der es auf 520 PS und 600 Nm Drehmoment bringt. Das komplette Antriebsmoment fließt über ein Sperrdifferenzial ausschließlich an die Hinterräder. Bei der Schaltung stünden eine Achtgang-Automatik oder ein manuelles Sechsgang-Getriebe zur Wahl. Die Limousine schafft über 300 km/h Spitze, das Cabrio dürfte kaum langsamer sein.
