Ladezeiten beliebter Elektro-Minis im Vergleich
Kurze Ladezeiten erhöhen die Alltagstauglichkeit von Elektroautos. Ein Vergleich von VW ID. Polo, Kia EV2, Citroën ë-C3 und Hyundai Inster zeigt, wie groß die Unterschiede bei Ladeleistung und Ladezeit ausfallen.
Die Schnellladeleistung ist ein entscheidender Faktor für die Alltagstauglichkeit von Elektroautos. Besonders im Segment der erschwinglichen Kleinwagen zeigt sich, wie unterschiedlich die Modelle abschneiden.
Die Ladeleistung des VW ID. Polo
Der VW ID. Polo punktet mit einer DC-Ladeleistung von bis zu 90 kW bei der Basisversion mit 37-kWh-Batterie. Diese ermöglicht es dem Kleinwagen, in etwa 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent zu laden. Für Käufer, die eine größere Reichweite bevorzugen, bietet Volkswagen eine Version mit 52-kWh-Akku an, die eine maximale Ladeleistung von 105 kW erreicht. Diese Variante benötigt etwa 24 Minuten für denselben Ladebereich. Laut Hersteller sorgt ein gleichmäßiges Ladeplateau dafür, dass die Ladezeiten stabil bleiben und keine drastischen Leistungseinbrüche auftreten.
Der ID. Polo bietet zusätzlich eine V2L-Funktion, mit der über einen optionalen Adapterstecker externe Geräte mit Strom versorgt werden können; die maximale Leistung liegt laut VW bei 3,6 kW.
Citroën ë-C3: Der Preis-Leistungs-Champion
Der Citroën ë-C3 kommt mit einer serienmäßigen DC-Ladeleistung von bis zu 100 kW. Citroën nennt eine Ladegeschwindigkeit von 26 Minuten für den Ladebereich von 20 bis 80 Prozent. Trotz nominell höherer Leistung muss er sich deshalb dem ID. Polo in dieser Disziplin geschlagen geben.
Citroën setzt betont auf eine einfache Bedienung und robuste Technik. Er punktet mit einem Einstiegspreis von 23.300 Euro für die Variante "Standard Range" mit dem 44 kWh-Akku, unterbietet damit den günstigsten ID. Polo trotz größerer Batteriekapazität spürbar.
Kia EV2: Schnellladen auf einem neuen Niveau
Mit einer maximalen DC-Ladeleistung von bis zu 115 kW liegt der Kia EV2 nominal im Segment der kleinen Elektrofahrzeuge vorn. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert bei ihm 29 Minuten. Eine Besonderheit des Kia: Er ist optional auch mit einem größeren 61-kWh-Akku bestellbar und erreicht mit diesem eine WLTP-Reichweite von 453 Kilometern.
Mit dem kleineren Akku liegt die Maximalleistung der Elektromaschine bei 108 kW/146 PS; mit dem größeren Batteriepaket ist die Spitzenleistung auf 99,5 kW/135 PS begrenzt. Damit liegt der Kia im Vergleich deutlich vorn, er kostet aber auch am meisten (ab 26.600 Euro). Der EV2 verfügt als Sonderausstattung ebenfalls über die Funktion für bidirektionales Laden (V2L).
Hyundai Inster: Solide Leistung mit cleverem Thermomanagement
Der Hyundai Inster ist mit 42 und 49 kWh Batteriekapazität erhältlich. In beiden Fällen liegt die Werksangabe für die Ladezeit von 10 bis 80 Prozent bei 30 Minuten; bei 20 bis 80 Prozent sinkt sie auf 26 Minuten.
Auch der Hyundai Inster verfügt optional über eine V2L-Funktion, um externe Verbraucher zu versorgen. Mit einem Basispreis von 24.650 Euro (42 kWh) liegt der Inster unter dem günstigsten Polo mit dem kleineren Akku, übertrumpft diesen aber mit der besseren Serienausstattung und dem sehr variablen Innenraum. Das macht den Hyundai Inster zum attraktiven Angebot, allerdings ist er in diesem Vergleich auch das kleinste E-Auto.
Hinweis: In der Ursprungsversion dieses Beitrags wurden zum Teil fehlerhafte Angaben zur Ladegeschwindigkeit einzelner Modelle aufgeführt. Diese haben wir entsprechend berichtigt. Wir bitten dafür um Entschuldigung.
