Elektro-Van kommt als Nutzfahrzeug
Die Karosserie misst 5,253 Meter in der Länge, 1,997 Meter in der Breite und 2,026 Meter in der Höhe. Der Radstand beträgt 3,273 Meter, der Wendekreis 11,9 Meter.
Hyundai bringt den Staria Cargo als Elektro-Transporter mit 800-Volt-Technik und mehr als einer Tonne Nutzlast. Wir haben alle Infos und Preise zum Strom-Kasten.
Hyundai steigt mit dem Staria Cargo in den europäischen Markt für elektrische leichte Nutzfahrzeuge ein. Der geschlossene Kastenwagen wurde Anfang September in Belgien vorgestellt, jetzt folgt der Marktstart in Deutschland. Damit folgt dem gerade erst in Deutschland eingeführten Staria Elektro in der Pkw-Version unmittelbar die Nutzfahrzeug-Variante. Der Preis kann sich sehen lassen: Unter 50.000 Euro (netto) sind im Wettbewerbs-Umfeld eine Ansage.
Nutzfahrzeug mit Van-Basis
Der seitlich verblechte Kasten setzt dabei auf die gleiche technische Basis wie der bis zu neunsitzige Van. Technisch basiert der Elektro-Transporter auf der 800-Volt-Architektur, die Hyundai bereits bei seinen Elektro-Pkw einsetzt.
Angetrieben wird der Transporter von einem 160 kW (218 PS) starken Elektromotor mit 350 Nm Drehmoment und Frontantrieb. Der Staria Cargo Elektro erreicht für einen Elektro-Van bemerkenswerte 184 km/h Höchstgeschwindigkeit und beschleunigt in 8,6 Sekunden von null auf 100 km/h. Die 84-kWh-Batterie ermöglicht nach WLTP eine kombinierte Reichweite von bis zu 450 Kilometern, im Stadtbetrieb sollen bis zu 634 Kilometer möglich sein; der Normverbrauch liegt bei 20,7 kWh/100 km. Dank 800-Volt-Technik und einer maximalen DC-Ladeleistung von 256 kW lässt sich die Batterie an einer entsprechend leistungsfähigen Ladesäule laut Hersteller in rund 20 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden. Wechselstrom nimmt der On-board-Charger mit bis zu 11 kW auf, womit eine Ladung von zehn auf 100 Prozent rund 7 Stunden und 35 Minuten dauert.
Neben der Reichweite stehen beim Staria Cargo natürlich die Transport-Qualitäten im Mittelpunkt. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 3.450 Kilogramm, das Leergewicht 2.335 Kilogramm. Daraus ergibt sich eine maximale Nutzlast von 1.040 Kilogramm. Gebremste Anhänger dürfen bis zu 2.000 Kilogramm wiegen. Das klingt alles danach, Handwerkern und Gewerbetreibenden den Wechsel vom Diesel-Transporter schmackhaft zu machen.
Eine Tonne Nutzlast
Die 2,50 Meter lange Ladefläche ist zwischen den Radkästen 1,64 Meter breit und 1,436 Meter hoch. Insgesamt stehen 5,462 Kubikmeter Ladevolumen zur Verfügung. Das reicht laut Hyundai für drei Europaletten. Der Zugang erfolgt über zwei seitliche Schiebetüren sowie die seitlich aufschwenkenden Hecktüren. Die seitlichen Öffnungen sind jeweils 870 Millimeter breit. Die Ladekante liegt 573 Millimeter über dem Boden.
Eine vollständig aus Stahl gefertigte Trennwand grenzt den Laderaum vom Fahrerbereich ab. Zur Sicherung der Ladung sind acht Befestigungspunkte im Boden integriert. Die Karosserie misst 5,253 Meter in der Länge, 1,997 Meter in der Breite und 2,026 Meter in der Höhe. Der Radstand beträgt 3,273 Meter, der Wendekreis 11,9 Meter.
Ausstattung und Preise
Der Hyundai Staria Cargo Elektro ist in Deutschland ausschließlich in einer Ausstattungsvariante erhältlich und kostet ab 48.315 Euro netto beziehungsweise 57.494,85 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Zur Serienausstattung gehören unter anderem 17-Zoll-Stahlfelgen, beidseitige Schiebetüren, Doppelflügeltüren am Heck, Wärmepumpe und Batterieheizsystem sowie ein digitales Cockpit und ein 12,3-Zoll-Touchscreen. Ebenfalls an Bord sind kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, Bluelink mit Over-the-Air-Updates, Klimaautomatik, Rückfahrkamera und Einparkhilfen vorn und hinten. Für die Sicherheit sorgen unter anderem autonomer Notbremsassistent, Totwinkel- und Querverkehrsassistent, Ausstiegswarner sowie Spurhalte- und Spurfolgeassistent.
Die aufpreispflichtigen Pakete erlauben eine gezielte Anpassung an den gewerblichen Einsatz: Das Navigations-Paket kostet 840 Euro netto und ergänzt das Fahrzeug um Navigation, Autobahnassistent 1.5, navigationsbasierte Geschwindigkeitsregelung, kabelloses Smartphone-Laden sowie beleuchtete Spiegel in den Sonnenblenden. Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sowie ein beheizbares Lenkrad bietet das Winter-Paket für 340 Euro netto. Das V2L-Paket mit Vehicle-to-Load-Vorbereitung, Adapter und 230-Volt-Steckdose kostet 460 Euro netto. Für bessere Ausleuchtung sorgt das Licht-Paket mit Voll-LED-Scheinwerfern und vorderem LED-Lichtband für 660 Euro netto. Das 300 Euro netto teure Heckklappen-Paket umfasst eine beheizbare Heckklappe, LED-Rückleuchten, Dachspoiler und Privacy-Verglasung, setzt jedoch das Licht-Paket voraus und ersetzt die serienmäßigen Doppelflügeltüren. Metallic- und Mineraleffektlackierungen schlagen jeweils mit 850 Euro netto zu Buche.
