Chef zeigt Billig-Pick-up-Erlkönig in Las Vegas
Ford gibt den ersten offiziellen Blick auf den neuen E-Pick-up Fathom – noch unter Tarnung. Ford-Chef Jim Farley zeigt auf X Fotos des Prototyps, der nach Hitzetests in der Wüste durch Las Vegas fährt.
Jim Farley stellt den Fathom selbst ins Rampenlicht: Auf X veröffentlicht der Ford-Chef mehrere Fotos eines noch getarnten Prototyps. Der Pick-up rollt dabei nicht über ein abgeschottetes Testgelände, sondern durch Las Vegas – direkt nach Hitzetests in der Mojave-Wüste.
Ford kaschiert die Front mit einer schwarzen Abdeckung, dazu kommt großflächige Folie über weite Teile der Karosserie. Auffällig: Auf den Türen klebt bereits Marketing – "The all-new Ford Fathom" und "Preorder early 2027". Ford kündigt damit nicht nur ein Auto an, sondern teilt auch mit, wann die Vorbestellungen beginnen. Das der Fathom ein Einstiegs- und Freizeit-Pick-up sein soll, beweist auch seine kreative Folierung: Auf vielen kleinen Punkten sind beispielsweise Fußbälle, Segelboote und Fotoapparate dargestellt.
Preis unter 30.000 Dollar
Ford nennt für den Fathom 28.350 Dollar (umgerechnet zirka 24.410 Euro) als Basispreis. Mit 1.595 Dollar (1.373 Euro) Überführung kostet das Einstiegsmodell 29.945 Dollar (25.783 Euro). Ford zielt damit auf Käufer, die bei E-Pick-ups bislang vor allem Preise jenseits der 40.000 Dollar (34.441 Euro) sehen.
Billig-Pick-up-Konkurrent Slate stellt einen radikal einfachen Elektro-Pick-up in Aussicht, der laut Leak bei 24.950 Dollar starten soll. Ford rangiert damit rund 5.000 Dollar (4.305 Euro) darüber, bringt aber bereits offizielle Zahlen und einen konkreten Fahrplan. Für das Niedrigpreis-Segment erhöht Ford damit den Druck.
Tech-Ansage: BlueCruise, Strom nach außen, 48 Volt
Ford rüstet jeden Fathom mit der Hardware für BlueCruise aus. Ford stellt außerdem bidirektionales Laden in Aussicht. Im Innenraum plant der Hersteller ein digitales Cockpit mit großem Touchscreen, Navigation über Apple Maps sowie Digital Key, Apple CarPlay und Android Auto serienmäßig. Beim Bordnetz setzt Ford auf 48 Volt statt 12 Volt.
Ford bezeichnet den Fathom als Midsize-Truck und plant fünf Sitze. Der Innenraum soll größer sein als in einem Toyota RAV4. Die Proportionen auf den Bildern wirken eher kompakt – dort funktionieren günstige Pick-ups besonders gut.
Plattform, Akku, Werk: Kosten runter, Tempo hoch
Der Fathom startet als erstes Modell auf Fords Universal Electric Vehicle Platform. Die Entwickler planen LFP-Batterien aus Michigan, um die Kosten zu senken. Ford baut den Truck in Louisville (Kentucky) und will die Fertigung mit stärkerer Automatisierung beschleunigen.
Die Vorbestellungen starten Anfang 2027, die ersten Auslieferungen folgen später im selben Jahr. Einen Termin für die komplette Enthüllung nennt der Hersteller noch nicht.
