Zentrum für Safe Sport: Schenderlein betont Dringlichkeit
Die Staatsministerin mahnt zum Tempo. Ende der Woche steht die Sportministerkonferenz an.
Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, hat die Dringlichkeit der Umsetzung des vieldiskutierten Zentrums für Safe Sport wenige Tage vor der Sportministerkonferenz unterstrichen. "Es wird wirklich Zeit, dass wir dieses Zentrum für Safe Sport jetzt gründen", sagte die CDU-Politikerin bei "Blut, Schweiß und Training – der Podcast für Sport und Zyklus".
Nachdem im vergangenen Jahr der entsprechende Beschluss dafür gefasst wurde, soll im Rahmen der bevorstehenden Sportministerkonferenz am Donnerstag und Freitag auf Norderney die organisatorische Gründung des Vereins erfolgen. "Wir benötigen eine Kultur des Hinsehens und eine von den Verbänden unabhängige Stelle, die Fälle von interpersonaler Gewalt im Sport – ob sexualisierte, psychische oder physische Gewalt – aufarbeitet", betonte Schenderlein.
Die 44-Jährige berichtete in dem Podcast des Vereins Athleten Deutschland von Betroffenen im Spitzensport, die von Wettkämpfen ausgeschlossen würden, während sie auf Verständnis und Hilfe angewiesen wären.
Im Zentrum für Safe Sport sieht Schenderlein eine Schlüsselfunktion, um Opfern zu helfen und effektiv durchzugreifen. Das Zentrum soll als unabhängige Schiedsgerichtsstelle Fälle von Gewalt transparent und detailliert aufarbeiten und Sanktionsmöglichkeiten besitzen. Weiterhin ist aber unklar, wann genau das Zentrum seine Arbeit aufnehmen kann.