Auto Motor und Sport kaufte 1978 einen gebrauchten Aston Martin DB6 und fuhr ihn einige Monate lang.
Auto Motor und Sport kaufte 1978 einen gebrauchten Aston Martin DB6 und fuhr ihn einige Monate lang.
Der Sportwagen war zum Zeitpunkt des Kaufs zehn Jahre alt - im Jahr 2026 das Durchschnittsalter eines in Deutschland zugelassenen Autos.
Alte englische Schule: Der Innenraum bietet mit Ledersitzen, Holzlenkrad und zahlreichen Instrumenten das, was man von einem britischen Sportwagen der 60er-Jahre erwartet.
Im Zweipluszwei finden bis zu vier Menschen ausreichend Platz vor, aber nur vorn umständlich anzulegende Gurte.
Der zehnjährige Alte war nicht nur ein DB 6, sondern die sportliche Version dieses Modells namens Vantage. 325 PS bei einem Hubraum von vier Litern weist der Kraftfahrzeugschein aus und eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h.
Aston Martin am Abschleppseil: Einiges ging kaputt am britischen Prachtautomobil.
Das Vergnügen, einen solch exklusiven Gebrauchtwagen zu fahren, wurde deshalb zu einem nicht gerade billigen Spaß.
Für Wartung und Reparaturen wendete die Redaktion unter dem Strich fast 8000 Mark für 7000 gefahrene Kilometer auf – mithin über eine Mark pro 1000 Meter Alt-Aston-Fahrt.
Und die laufenden Kosten trieben diesen Posten natürlich noch etwas in die Höhe, denn Benzin und Öl schlugen mit rund 1600 Mark zu Buche. Macht schon 9600 Mark – ohne Steuer und Versicherung.
Aus dieser Summe lässt sich eine Lehre ziehen. Denn sie zeigt, dass es wohl kaum eine kostspieligere Art der automobilen Fortbewegung gibt als mit einem gebrauchten Exoten – selbst wenn sich dieser, wie im Falle des alten DB 6, beim Kauf in einem relativ guten Zustand befindet.
Betörende Linien: Die Front des DB 6 mit den hinter Glas liegenden Scheinwerfern und dem breiten Kühlergrill ist typisch Aston Martn.
Der Alte war aufregend schön. Aber er war auch ganz schön aufregend.