Einziger 3er mit Sechszylinder: BMW M350
Einziger 3er mit Sechszylinder: BMW M350
Viel Regen? Macht dem neuen M350 nichts.
Die serienmäßigen Sportsitze sind bequem und geben ordentlich Halt in Kurven.
Schnellzugriff auf wichtige Funktionen dank physischer Tasten auf der Mittelkonsole: Defroster-Shortcut für die Lüftung, Heckscheibenheizung, Start-Stopp-Knopf, Lautstärkeregelung, Fahrtrichtungswählhebel und Parkbremse, Warnblinker.
In der Türverkleidung sind es fast schon zu viele Tasten.
Typisch Neue Klasse: großer Touchscreen in der Mitte, Lenkrad mit Tasten und Panoramic Vision Display. Letzteres ist schick gemacht, würde der Fahrer aber nicht vermissen, wenn es nicht da wäre.
Für die optimale Bedienung dürften es ein paar Lenkradtasten weniger sein, die Schaltwippen gibt's nur beim Benziner.
Der Mittelbildschirm erlaubt auch sehr detaillierte Darstellungen, zum Beispiel der Motordaten. Das Panoramic Vision Display darüber lässt sich konfigurieren.
Die 52 Mehr-PS gegenüber dem Vorgänger kommen vor allem vom überarbeiteten Twin-Scroll-Turbolader.
Die E-Maschine im Getriebegehäuse ist gleich geblieben, steuert jetzt aber 5 kW mehr Leistung bei, weil die Batterie mehr Energieinhalt hat.
Der Fond bietet auch hinter 1,84 Meter großen Fahrern Platz für Insassen, die genauso groß sind – Knie- und Kopfraum haben noch Reserven. Die Füße passen anders als beim i3 unter den Vordersitz.
Der Kofferraum schluckt 450 Liter, die Rückbanklehne lässt sich umklappen.
Typisch M: vier Endrohre mit je 100 mm Durchmesser.
Fast schon ein M3: Die 50 am Typenschild ist kleiner geschrieben, das i gehört inzwischen zu den elektrischen 3ern.
4,1 Sekunden – der M350 xDrive beschleunigt aus dem Stand schneller auf 100 km/h als der M3 Competition mit mehr als 500 PS. Aber nur, weil der keinen Allradantrieb hat.
Optisch bleibt der M350 näher am 3er als an den dickbackigen echten M-Modellen.
Hohe Kurvengeschwindigkeiten erreicht der M350 auch bei schlechteren Reibwerten als hier auf dem Bild.
Die 20 Zoll großen Bridgestone Potenza Sport (aufpreispflichtig) dürften daran einigen Anteil haben.
Das Fahrwerk profitiert enorm von den adaptiven Dämpfern, die für guten Fahrbahnkontakt ohne Komforteinbußen sorgen.
Das Head-up-Display (nicht im Bild) ist seinen Aufpreis (850 Euro) wert, verschafft dem Verbrenner-3er aber diese gar nicht mal so schöne zusätzliche Abdeckung auf der Armaturentafel. Rechts neben der Außentemperaturanzeige im Panoramic Vision Display: die bildliche Entsprechung für den Sprachassistenten.
Der zentrale Touchscreen lässt sich umgestalten, auch mit anderen BMWs – wem das zu unübersichtlich ist, der nutzt am besten den Sprachassistenten.
Die Darstellung des Assistenten über dem Zentraldisplay ist zwar recht reduziert, aber hilfreich, wenn darunter ausgegeben wird, wie die Kommandos verstanden wurden.
Die "M Yellow Lights" kennzeichnen jetzt auch die M-Performance-Modelle - sie leuchten aber nur in Verbindung mit dem Abblendlicht.
Das Tagfahrlicht muss auch beim M350 weiß sein.
Schneller als der i3 50 xDrive: Der M350 darf 250 km/h rennen.
Der M350 bringt viel Freude am Fahren. Ein manuelles Getriebe würde ihn noch mehr von den Elektro-Varianten abheben. 80.900 Euro Grundpreis wirken übertrieben.