Ferrari runter, Porsche rauf auf Spielerparkplatz
Die VfB-Profis sollen künftig nicht mehr mit ihren privaten Luxusautos zur Geschäftsstelle fahren. Statt Ferrari, Rolls-Royce oder McLaren erwarten sie dort Dienstwagen von Mercedes und Porsche – also weiterhin reichlich Luxus, nur mit anderem Markenemblem.
Die VfB-Profis sollen künftig nur noch mit Dienstwagen von Mercedes oder Porsche auf dem Spielerparkplatz vor der Geschäftsstelle vorfahren. Die Vereinsführung forderte die Mannschaft im Oktober schriftlich dazu auf, berichtet die Bild.
Wer weiterhin mit einem privaten Luxusauto auf dem Vereinsgelände erscheint, riskiert angeblich eine Geldstrafe.
Ferrari und Rolls-Royce müssen draußen bleiben
Bislang kamen mehrere Spieler regelmäßig mit ihren privaten Fahrzeugen zum Training. Dazu gehören laut Bild ein roter Ferrari, ein schwarzer Rolls-Royce Cullinan (ab 333.795 Euro) und ein violettfarbener McLaren 750S (ab 280.000 Euro).
Mercedes und Porsche halten VfB-Anteile
Mercedes-Benz und Porsche halten jeweils etwas mehr als zehn Prozent an der VfB Stuttgart 1893 AG. Beide Unternehmen sollen auf dem Parkplatz vor der Geschäftsstelle stärker sichtbar werden – schließlich fahren die VfB-Profis ihre Dienstwagen nicht nur im Alltag, sondern repräsentieren damit auch die wichtigsten Anteilseigner des Klubs.
Die Vereinsführung will zugleich den Fokus der Spieler stärker auf den Fußball lenken. Nach sechs Punkten aus den ersten sechs Bundesliga-Spielen fällt die sportliche Zwischenbilanz zum Saisonstart überschaubar aus.
Hoeneß erhöht den Trainingsdruck
Auch Trainer Sebastian Hoeneß hat nach der Länderspielpause Veränderungen vorgenommen. Die Mannschaft trainiert länger und intensiver, außerdem stehen mehr Zweikämpfe und Läufe ohne Ball auf dem Programm.
Hoeneß spricht Fehler der Spieler nach Informationen der Bild gelegentlich vor der gesamten Mannschaft an. Die Maßnahme bei den Autos bildet damit nur einen kleinen Teil der vereinsinternen Reaktion auf den durchwachsenen Saisonstart.
Luxus bleibt Luxus
Für die VfB-Profis dürfte der Abschied vom Ferrari oder Rolls-Royce Cullinan überschaubare Schmerzen verursachen. Statt eines privaten Luxusautos wartet auf dem Parkplatz ein Dienstwagen von Mercedes oder Porsche.
Der VfB Stuttgart setzt damit auf eine ungewöhnliche Form der Fuhrparkdisziplin: Luxusautos verschwinden nicht, sie wechseln lediglich die Marke. Für die Anteilseigner bleibt das Signal erfreulich, für die Spieler der Alltag weiterhin ziemlich komfortabel.
