Mehr Herbstferien sorgen für mehr Stau
Am zweiten Oktoberwochenende steigt die Staugefahr auf Deutschlands Autobahnen wieder an. Einige Bundesländer haben Ferienhalbzeit, andere starten gerade erst.
In den Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen beginnen die Herbstferien am kommenden Wochenende, während in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland bereits die zweite Ferienwoche startet. Besonders voll dürfte es durch den Ferienverkehr am Freitagnachmittag sowie am Samstagvormittag werden. Das Verkehrsaufkommen bleibt jedoch deutlich unter dem der Sommerferien.
Bei schönem Herbstwetter kommen am Samstag- und Sonntagvormittag zahlreiche Tagesausflügler hinzu. Beliebte Ziele sind die Alpen und Mittelgebirge sowie Küstenregionen und Seen. Am Nachmittag und Abend ist jeweils mit stärkerem Rückreiseverkehr zu rechnen.
A1 wird zum Nadelöhr
Zudem bremsen zahlreiche Baustellen den Verkehr. Derzeit gibt es rund 1.100 Baustellen auf deutschen Autobahnen. Zu einem besonderen Nadelöhr könnte die A1 werden. Die wird vom 9.10. bis 12.10.2026 zwischen dem Autobahndreieck Norderelbe und dem Autobahnkreuz Hamburg-Ost in beiden Richtungen wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Zusätzlich wird die A1 vom Samstag (10.10.) 4 Uhr bis Montag (12.10.) 5 Uhr zwischen den Anschlussstellen Vechta und Cloppenburg voll gesperrt. Auch hier stehen Bauarbeiten auf dem Programm. Offizielle Umleitungen sind eingerichtet und führen örtlich in Fahrtrichtung Bremen ab Vechta über die U13. In Fahrtrichtung Dortmund wird der Verkehr ab Cloppenburg über die U52 geleitet.
Auch Veranstaltungen sorgen regional für volle Straßen. So findet am Hockenheimring das Saisonfinale der DTM statt und in Stuttgart endet am Sonntag der Cannstatter Wasen.
Besonders staugefährdete Autobahnen in Deutschland
- A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
- A2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
- A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
- A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe sowie Chemnitz – Dresden – Görlitz
- A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel sowie Kassel – Frankfurt
- A6 Mannheim – Heilbronn
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A96 Lindau – München
- A99 Autobahnring München
Auf Abfahrtssperren achten
Um den Ausweichverkehr durch Ortschaften zu vermeiden, können in mehreren Regionen Abfahrtssperren aktiviert werden. In Deutschland sind bei Stau unter anderem die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, die A93 Inntalautobahn sowie die B2/B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen betroffen. Über die Aktivierung dieser Verbote entscheidet die Verkehrspolizei kurzfristig in Abstimmung mit der Autobahn GmbH und den jeweiligen Landkreisen.
Auch auf den wichtigen Transitstrecken im benachbarten Ausland müssen Reisende mit Behinderungen rechnen. In Österreich sind vor allem die A1 West Autobahn, A9 Pyhrn Autobahn, A10 Tauern Autobahn, A11 Karawanken Autobahn, A12 Inntal Autobahn, A13 Brenner Autobahn und A14 Rheintal/Walgau Autobahn staugefährdet. Auf der A13 zwischen Innsbruck und Brenner sorgt weiterhin die Sanierung der Luegbrücke für Behinderungen. Auch auf der B179 Fernpass Bundesstraße und der B197 Arlberg Bundesstraße sind Engpässe möglich.
Auf der A1 Bern-Zürich-St. Margrethen, der Gotthardroute A2 Basel-Luzern-Chiasso, der A3 Basel-Zürich-Chur sowie der San-Bernardino-Route A13 ist in der Schweiz mit stärkerem Verkehr zu rechnen. Je nach Kanton sind dort Herbstferien. In Italien kann es auf der A9/A7 zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua sowie auf der Brennerautobahn A22 voller werden.
Bei der Einreise nach Deutschland kann es aufgrund von Grenzkontrollen zu Wartezeiten kommen.
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