Neue Vorwürfe gegen JP Kraemer
Einem Medienbericht zufolge hat der Youtube-Star bereits gegen seine frühere Freundin Gewalt angewendet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
In einem Interview mit der "Bild" berichtet Mili Umicevic, wie sie Opfer von Gewaltanwendung ihres Ex-Freundes, des Youtube-Stars und Unternehmers Jean Pierre (JP) Kraemer, geworden ist. Daraufhin hat die Staatsanwaltschaft Dortmund weitere Ermittlungen gegen Kraemer aufgenommen. "Wir haben ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, in dem wir den Vorwürfen, die uns über die 'Bild"-Zeitung bekannt geworden sind, nachgehen", bestätigte ein Sprecher gegenüber der Zeitung.
Frühere Vorwürfe gegen JP Kraemer
Zur Einordnung: Die Staatsanwaltschaft geht nach jetzigem Stand einem Verdacht nach und prüft die erhobenen Vorwürfe. Dass sie ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat, bedeutet nicht, dass die erhobenen Vorwürfe der Wahrheit entsprechen beziehungsweise bewiesen sind. Doch die Ermittlungsbehörden haben die Aufgabe, dem Sachverhalt nachzugehen und in möglichst aufzuklären. Insofern gilt für Jean Pierre Kraemer die Unschuldsvermutung.
Ende August 2026 wurden erste Vorwürfe gegen JP Kraemer bekannt. Damals ging bei der Polizei Dortmund eine Strafanzeige wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung und Sachbeschädigung gegen den 46-Jährigen ein. Parallel bestätigte Kraemer in einem über die sozialen Medien verbreiteten Video eine körperliche Auseinandersetzung mit seiner Noch-Ehefrau Julia Meck; das Ex-Paar lebt inzwischen in Trennung. Diese Auseinandersetzung ist auf einem Überwachungsvideo auf seinem Firmengelände zu sehen, das Kraemer selbst veröffentlichte und dessen Echtheit damit bestätigt ist. Zudem gab er bekannt, dass es mehrere Polizeieinsätze in seinem Wohnhaus gegeben habe.
Als erste berufliche Konsequenz kündigte JP Kraemer in einem weiteren Youtube-Video an, alle seine Unternehmungen aufzugeben. Zuvor hatte er sich ein Imperium mit einem Umsatz auf 110 Millionen Euro geschätzten Umsatz (für 2024) aufgebaut, das vom Tuningbetrieb über ein Automuseum bis zum Burgerladen reichte. Damit standen etwa 80 Jobs auf der Kippe. Anfang September folgte dann die Ankündigung, dass einzelne Bereiche seiner Firmengruppe wieder öffnen sollen.
