Porsche GT3 spurlos verschwunden - suchen Sie mit!
Ein Schweizer Autovermieter vermisst einen Porsche GT3 der Baureihe 992. Das Fahrzeug ist nach Ablauf der Vermietung nicht mehr zum Autovermieter zurückgekehrt. Das letzte Signal kam aus Essen in Deutschland. Die Polizei sucht das Auto – und Sie sollen dabei helfen!
Die Schweizer Autovermietung En Wraps vermietete ihren Porsche GT3 am 6. Oktober über die Zwischenfirma Apex Sportcars an einen Endkunden. Die ursprünglich vereinbarte Mietdauer betrug eine Woche. Nach Angaben von Enea Nosetti, Geschäftsführer von En Wraps, bat der Kunde während der Mietzeit um zusätzliche Kilometer und um die Genehmigung, mit dem Porsche nach Deutschland zu fahren. En Wraps hat beides genehmigt.
Letztes GPS-Signal in Essen
Am 13. Oktober sollte der Kunde den Porsche zurückgeben. Nach Angaben von En Wraps befand sich das Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt laut GPS-Daten jedoch noch in Norddeutschland. Der Kunde verlängerte die Miete daraufhin um einen weiteren Tag. Doch auch am Mittwoch kam der Porsche nicht zurück. Das letzte Signal des GPS-Trackers ging am 14. Oktober an der Gladbecker Straße in Essen ein.
Seitdem ist der Porsche nach Angaben von En Wraps verschwunden. Es ist nicht sicher, ob die Täter den GPS-Tracker ausgebaut oder deaktiviert haben, oder ob das Auto überhaupt noch in deren Hand ist. Die Zuger Polizei ist informiert und auch die deutschen Kollegen in NWR wissen Bescheid, so Nosetti. Zudem hat der Geschäftsführer Anzeige erstattet. Beim gesuchten Fahrzeug handelt es sich um einen 911 GT3 mit 4,0-Liter-Boxermotor ohne Turboaufladung. Die Maschine erzeugt 510 PS und 470 Nm Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 318 km/h.
Hinweise aus dubiosen Gruppen nicht bestätigt
Inzwischen haben sich laut En Wraps mehrere Personen in einschlägigen oder "dubiosen" Gruppen gemeldet und behauptet, den Porsche gesehen zu haben. Diese Hinweise seien bislang nicht unabhängig bestätigt. Auch ob der Wagen zum Verkauf angeboten wurde oder sich noch in Deutschland befindet, ist offen.
Der Zwischenvermieter Apex Sportcars betont gegenüber auto motor und sport, dass auch sie unmittelbar von dem Vorfall betroffen seien und alles in die Wege leiten möchten, den Porsche so schnell wie möglich zu finden.
En Wraps vermietet den Porsche zu einem Tarif von 500 Franken (539 Euro) für 2 Stunden und zum Preis von 1.300 Franken (1.403 Euro) für 24 Stunden.
Der Porsche ist anhand mehrerer Merkmale erkennbar: Er trägt die auffällige Lackierung Shark Blue, schwarze Akzente auf der Fronthaube, schwarze Felgen und einen großen Heckflügel. Zum Zeitpunkt der Vermietung war das Schweizer Kennzeichen ZG 93707 angebracht. Es kann inzwischen ausgetauscht worden sein. Nach Angaben des Geschäftsführers kam es wenige Tage später beinahe zu einem ähnlichen Vorfall mit einem Lamborghini Urus. Ob zwischen den Fällen ein Zusammenhang besteht, ist unklar.
En Wraps bittet Personen in Deutschland, insbesondere im Raum Essen und in Norddeutschland, auf einen entsprechenden Porsche zu achten. Wer den Wagen sieht oder ein verdächtiges Verkaufsangebot entdeckt, sollte nicht selbst eingreifen, sondern sofort die örtliche Polizei informieren. Hinweise können zusätzlich an En Wraps weitergegeben werden.
