Porsche baut seine Sportwagenwelt um Manthey aus
Mehr Manthey, mehr Performance: Porsche erhöht seine Beteiligung an der Rennsport-Schmiede auf 67 Prozent – und plant bereits neue Sondermodelle, Performance-Kits und Rennstrecken-Erlebnisse. Das ganze wandert unter das neue Dach von "House of Sports Cars."
Die Porsche AG erhöht ihre Beteiligung an der Manthey Racing GmbH von bislang 51 auf 67 Prozent. Damit stärkt der Sportwagenhersteller seine Position im Performance-Geschäft und ordnet Manthey zugleich in die neue Strategie "Sportwagenschmiede ’35" ein. Unter dem Begriff "Home of Sports Cars" will Porsche künftig seine Aktivitäten rund um besonders leistungsfähige, exklusive und historische Fahrzeuge bündeln.
Porsche "Home of Sports Cars"
Das neue "Home of Sports Cars" umfasst drei Bereiche: Performance mit Manthey, Exclusiveness mit der Porsche Exclusive Manufaktur und Sonderwunsch sowie Heritage. Porsche will damit sein Geschäft mit individualisierten und besonders exklusiven Fahrzeugen ausbauen. Die Zusammenarbeit mit Manthey soll dabei über die bisherigen Performance-Kits hinausgehen.
Geplant sind unter anderem weitere Sondermodelle im sogenannten Few-Off-Segment, zusätzliche Performance-Kits sowie exklusive Rennstrecken-Erlebnisse. Porsche will damit die Motorsportkompetenz von Manthey stärker für Straßenfahrzeuge und Kundenerlebnisse nutzen.
"Manthey ist seit vielen Jahren ein vertrauensvoller Porsche-Partner, der fest in der Motorsport-Community verankert ist und eine treue Kundenbasis hat", sagt Porsche-Vorstandsvorsitzender Michael Leiters. Mit der höheren Beteiligung rücke Porsche noch näher an das Unternehmen heran, das unweit des Nürburgrings beheimatet ist und vor allem im Kundensport eine wichtige Rolle spielt.
Engere Verflechtung mit Manthey
Manthey blickt auf rund 30 Jahre GT-Erfahrung zurück. Zu den größten Erfolgen zählen sieben Gesamtsiege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, sechs Klassensiege in Le Mans sowie Titel in FIA WEC und DTM. Seit 2020 haben Porsche und Manthey neun gemeinsame Performance-Kits entwickelt. Das Angebot reicht vom 911 und 718 bis zum Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket.
Die Beteiligung von Porsche an Manthey besteht seit 2013. Mit der Erhöhung auf 67 Prozent wird die Zusammenarbeit nun auch gesellschaftsrechtlich enger. Die Geschäftsführer Nicolas und Martin Raeder bleiben an Bord. Nach ihren Worten soll die engere Verbindung vor allem dazu beitragen, die bestehenden Synergien zwischen Motorsport und Serienfahrzeugen besser zu nutzen.
Einen ersten Ausblick auf die künftige Zusammenarbeit will Manthey bereits am 9. Oktober beim DTM-Finale am Hockenheimring geben. Dort sollen zwei Sondermodelle zum 30. Firmenjubiläum vorgestellt werden. Gleichzeitig kämpft Manthey mit Thomas Preining um den Fahrer- und in der Teamwertung um den dritten DTM-Titel innerhalb von vier Jahren.
