Renault frischt den kompakten Megane E-Tech auf. Die LFP-Batterie soll 500 Kilometer Reichweite liefern und das Google-System wird noch cleverer.
Renault frischt den kompakten Megane E-Tech auf. Die LFP-Batterie soll 500 Kilometer Reichweite liefern und das Google-System wird noch cleverer.
Reicht das, um gegen die starke hauseigene Konkurrenz zu bestehen? Clemens Hirschfeld hat sich bereits einen ersten Eindruck verschafft.
In der Frontansicht wirkt das Facelift des Megane E-Tech nun bulliger. Der in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger und die neu strukturierte Frontpartie lassen das Fahrzeug breiter auf der Straße stehen.
Die abfallende Dachlinie und die hohe Gürtellinie bleiben dem Megane erhalten. Dass der Kompakt-Stromer durch die neue LFP-Batterie im Unterboden um 20 Millimeter in die Höhe gewachsen ist, kaschiert Renault geschickt.
Auch das Heck präsentiert sich im Rahmen des Updates leicht nachgeschärft. Die neu gestaltete Heckschürze unterstreicht den dynamischen Charakter der Top-Ausstattung Esprit Alpine.
Ein markantes Detail der neuen Frontpartie sind die Tagfahrleuchten. Sie bestehen aus acht rhombenförmigen Elementen im Schachbrettmuster und ersetzen die bisherigen seitlichen Lufteinlässe.
Am Heck verzichtet Renault nun auf ein klassisches Abdeckglas für die Leuchten. Stattdessen kommen aufwendig gestaltete 3D-Rückleuchten zum Einsatz, die sich über die gesamte Fahrzeugbreite ziehen.
Die Ausstattungslinie Esprit Alpine rollt serienmäßig auf spezifischen 20-Zoll-Leichtmetallrädern. Sie füllen die mit Kunststoff beplankten Radhäuser passgenau aus.
Dezente Hinweise auf die sportliche Topausstattung finden sich an der Karosserie. Das "Esprit Alpine"-Logo kennzeichnet das exklusivste Modell der nun auf zwei Linien gestrafften Angebotspalette.
Anders als viele Mitbewerber verzichtet Renault auf ein beleuchtetes Markenlogo. Stattdessen ist der Rhombus an der Front geschwärzt und fügt sich nahtlos in den geschlossenen Kühlergrill ein.
Hinter der Ladeklappe verbirgt sich das Technik-Update: Der Megane lädt nun mit bis zu 165 kW. Zudem lassen sich über die neue V2L-Funktion externe 220-Volt-Geräte mit dem Auto betreiben.
Für eine cleane Seitenlinie und eine bessere Aerodynamik bleiben die vorderen Türgriffe bündig in die Karosserie eingelassen. Sie klappen erst bei der Annäherung an das Fahrzeug aus.
Klappen die bündigen Türgriffe aus, gibt der Megane den Blick in den überarbeiteten Innenraum frei. An den Platzverhältnissen ändert das Facelift erwartungsgemäß nichts.
Da der Elektromotor hoch baut und keinen Platz für einen Frunk lässt, reist das Ladekabel im hinteren Gepäckabteil mit. Der Kofferraum fällt recht tief aus, die Klappe öffnet weiterhin manuell.
Das Lenkrad ist in der Topversion leicht eckig geformt. Rechts drängen sich weiterhin viele Bedienelemente: Gangwahlhebel, Scheibenwischer, der Audio-Satellit und die Wippen für die Rekuperation.
Fahrer und Beifahrer nehmen im Esprit Alpine auf eng geschnittenen, sportlichen Sitzen Platz. Auf der Fahrerseite ist nun serienmäßig eine Massagefunktion integriert.
Das L-förmige "openR Link"-Display integriert Google-Dienste mitsamt PlayStore nun noch tiefer, das Smartphone muss dafür nicht gekoppelt werden. Die Klimaanlage lässt sich erfreulicherweise weiterhin über physische Tasten bedienen.
In der aufgeräumten Mittelkonsole findet sich nun eine induktive Ladeschale nach dem neuen Qi2-Standard. Sie hält das Smartphone magnetisch an Ort und Stelle und lädt es schnell auf, ohne dass das Gerät überhitzt.
In der linken A-Säule ist eine neue Innenraumkamera verbaut. Sie überwacht die Aufmerksamkeit des Fahrers und lädt per Gesichtserkennung automatisch das persönliche Fahrerprofil inklusive Sitzposition.
Das Update für den Renault Megane E-Tech samt entschlackter Ausstattungslogik kommt zur rechten Zeit, meint Clemens Hirschfeld.