Legale LED-Nachrüstlampen für alle
Die Night Breaker Nachrüst-LED von Osram gibt es jetzt mit ECE-Freigabe in H8, HB4 und H16. Damit lassen sich viele Autos legal mit den Nachrüstlampen aufwerten.
Der Wechsel von Halogen- auf LED-Licht wird für weitere Fahrzeugmodelle einfacher. Osram erweitert sein Sortiment straßenzugelassener LED-Nachrüstlampen um die Night Breaker LED Speed ECE in den Bauformen H8, HB4 und H16. Die drei Varianten sind seit Ende September 2026 erhältlich und ersetzen die jeweiligen Halogenlampen in den von der Genehmigung erfassten 12-Volt-Anwendungen. Eine fahrzeugspezifische Freigabe über eine Kompatibilitätsliste mit einer speziellen allgemeinen Bauartgenehmigung (ABG) ist für solche Umrüstungen nicht erforderlich.
ECE-Zulassung für alle Modelle
Die neuen Lampen verfügen über eine Bauartgenehmigung nach der UN-ECE-Regelung Nr. 37 (ECE R37). Die E1-Kennzeichnung dokumentiert die in Deutschland erteilte Genehmigung. Bei den neuen LED-Leuchtmitteln entfällt damit die bislang bei vielen LED-Nachrüstlösungen erforderliche Prüfung, ob die konkrete Scheinwerfergenehmigungsnummer in einer Freigabeliste aufgeführt ist. Auch Genehmigungsunterlagen müssen nicht mitgeführt keine zusätzlichen Aufkleber am Fahrzeug angebracht werden.
Vor allem für Nebelscheinwerfer
Die Bauformen H8, HB4 und H16 kommen in zahlreichen Fahrzeugen zum Einsatz, vor allem in Nebelscheinwerfern. H8-Lampen finden sich beispielsweise beim VW Golf VII, beim Polo V und beim Passat B7. Außerdem werden sie bei bestimmten BMW-Baureihen als Standlicht sowie in einzelnen Fahrzeugen für Tagfahr- und Kurvenlicht verwendet.
HB4, auch unter der Bezeichnung 9006 bekannt, ist ebenfalls häufig in Nebelscheinwerfern verbaut. Beispiele sind der VW Tiguan der ersten Generation, der Golf V und der Polo V. Darüber hinaus dient dieser Lampentyp bei verschiedenen Modellen als Abblendlicht, darunter bei bestimmten Ausführungen des Toyota Corolla, des Toyota Prius, des Honda Civic, des BMW 3er und des Mazda MX-5. Auch die Anwendung als Kurvenlicht ist bei einigen Autos möglich.
Unterschiedliche Varianten
Die H16 kommt unter anderem in den Nebelscheinwerfern des Škoda Octavia III, des Renault Clio IV und des Renault Captur der ersten Generation zum Einsatz. Weitere Anwendungen gibt es auch hier beim Kurvenlicht. Welche Funktion eine Lampe im konkreten Fahrzeug übernimmt, hängt von Modell, Baujahr und Ausstattung ab. Die Bauform allein reicht daher nicht aus, um die passende Ersatzlampe zu bestimmen.
H8, H11 und H16 ähneln sich äußerlich und gehören zur Sockelfamilie PGJ19. Sie unterscheiden sich jedoch unter anderem durch ihre Codierung und elektrische Leistung. Die Sockel sind so ausgeführt, dass sich die unterschiedlichen Typen nicht ohne Weiteres gegeneinander austauschen lassen. Vor der Umrüstung ist deshalb die genaue Bezeichnung der bisher verwendeten Lampe zu prüfen.
Bis zu 6.000 Kelvin Farbtemperatur
Osram gibt für die neuen Night Breaker LED Speed ECE ein weißes Licht mit einer Farbtemperatur von bis zu 6.000 Kelvin an. Die LED-Technik soll gegenüber den jeweiligen herkömmlichen Halogenlampen eine bis zu sechsmal längere Lebensdauer ermöglichen. Nach Angaben des Herstellers liegt die Blendung anderer Verkehrsteilnehmer dabei bis zu 50 Prozent unter den nach ECE R112 zulässigen Höchstwerten. Die Lampen wurden zudem auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen das Eindringen von Staub und Wasser geprüft. Eine vibrationsfeste Bauweise soll den Einsatz im Fahrzeug unterstützen.
Mit den drei neuen Varianten erweitert Osram eine Produktfamilie, die 2020 mit den ersten Night-Breaker-LED-Nachrüstlampen begann. 2024 folgte die Plug-and-Play-Ausführung SPEED H7, 2025 die Night Breaker LED Smart ECE H11. Die Ergänzung um H8, HB4 und H16 erschließt weitere Anwendungen, bei denen bislang Halogenlampen verbreitet sind.
