Neue Batterietechnik und weniger Komplexität
Auch wenn GM wieder stark auf Verbrenner setzt, bleibt das Thema Elektro aktuell. Jetzt nennt GM erste Details zur neuen E-Plattform.
Im Rahmen des GM Forward-Workshops in New York hat der US-Autobauer erste Einblicke in die Elektroauto-Plattform der vierten Generation gegeben. Die neue Elektrofahrzeug-Architektur soll zu Fahrzeugen führen, die 15 Prozent leichter und 20 Prozent energieeffizienter sind, so GM. Einen konkreten Zeitplan für die Markteinführung neuer Fahrzeuge auf dieser Plattform nannte GM nicht. Offen blieb auch, welche Modelle auf der neuen Architektur aufbauen werden.
GM-Präsident Mark Reuss erklärte lediglich, das es Fahrzeuge in verschiedenen Segmenten sein werden und dass die ersten davon in Kürze vorgestellt werden sollen. Beobachter gehen davon aus, dass zunächst volumenstarke Segmente und hier vornehmlich SUV und Crossovermodelle bedient werden.
LMR statt LFP
Um die Kosten auf der Batterieseite zu senken, arbeitet GM an der Verwendung von Lithium-Mangan-reichen Batterien (LMR). Die verwenden etwa 65 Prozent Mangan und nahezu kein Kobalt, wodurch die Rohstoffkosten und das Lieferkettenrisiko im Vergleich zu Batterien mit hohem Nickelgehalt drastisch reduziert werden können. Bislang plante GM in seine künftigen E-Autos LFP-Batterien zu integrieren. Die prismatischen LMR-Zellen, die zusammen mit LG Energy Solution entwickelt und gefertigt werden, sollen etwa so viel kosten wie LFP-Zellen, aber bei gleichem Gewicht und Volumen rund 33 Prozent mehr Energie speichern können. So lassen sich entweder die Reichweiten erhöhen oder der benötigte Bauraum reduzieren. Offen bleibt, ob die Zellen in einem Cell-to-Pack-Format verbaut oder in einer modularen Struktur angeordnet werden.
Viel weniger Bauteile reduzieren die Komplexität
Darüber hinaus setzt die neue Plattform auf überarbeitete Antriebe und eine verbesserte Leistungselektronik. Insgesamt sollen damit rund 40 Prozent der Bauteile eingespart werden können. Deutlich reduziert soll auch die Elektronik-Architektur angelegt sein. Statt vieler einzelner Steuergeräte soll ein zentrales Bauteil die Gesamtsteuerung übernehmen. So lassen sich auch Updates und neue Funktionen leichter over-the-air einspielen. GM verspricht sich davon viel weniger komplexe Systeme, den Entfall von vielen Bauteilen und darüber hinaus eine um 40 Prozent verbesserte Rechenleistung. Die soll auch KI-gestützte Funktionen und die jüngste Generation des autonomen Fahrsystems Super Cruise unterstützen.
