Diese Audi-Modelle könnten in den USA gebaut werden
Audi folgt BMW und Mercedes und plant eine US-Produktion. Gefertigt werden sollen in den USA vor allem Premium-SUV-Modelle.
Mercedes und BMW sind mit eigenen Produktionsstandorten schon lange in den USA vertreten. Jetzt will auch Audi den Premium-Wettbewerbern folgen. Der Baubeginn des neuen Werks in Georgia ist für 2027 geplant. Die Produktion am neuen Standort soll laut Audi-Mitteilung Anfang der 2030er Jahre erfolgen. Das Produktionsvolumen ist auf 200.000 Fahrzeuge jährlich ausgelegt.
Konkrete Modelle für die US-Produktion benennt Audi noch nicht, stellt aber klar, dass man hier Premium-SUV, die speziell auf den Geschmack der US-Kundschaft zugeschnitten sind, fertigen will. Damit will Audi seine Position in einem der wichtigsten Premiummärkte der Welt grundlegend stärken. Der Schwerpunkt soll zunächst auf Benzinern und Plug-in-Hybriden liegen; das Werk soll flexibel für künftige Fahrzeugtypen ausgelegt werden.
Fokus auf Q-Modellen
Premium-SUV und Fokus auf US-Kunden schränkt das mögliche Produktionsportfolio dann schon etwas ein. Denkbar sind damit die Modelle Q7 und Q9, die derzeit noch im slowakischen Bratislava produziert werden. Der Umzug in die USA könnte bei beiden Modellen mit dem Facelift zur Mitte des Modellzyklus anstehen.
Der Q7 ist ein großer, familientauglicher Premium-SUV mit bis zu sieben Sitzen. Der Q9 ist das neue SUV-Top-Modell von Audi und schon speziell für die Bedürfnisse nordamerikanischer Kunden ausgelegt. Ein weiterer Kandidat wäre der Audi Q8, den Audi bislang in der Slowakei fertigt. Der sportlich gestaltete Luxus-SUV richtet sich an Kunden im oberen Preissegment.
Darüber hinaus könnte auch der oft kolportierte Audi-Hardcore-SUV eine Rolle in den Produktionsszenarien spielen. Der echte Geländewagen soll auf Basis der neuen Scout-Modelle angelegt werden und so im Bereich der Mercedes G-Klasse wildern. Die VW-Marke hatte im Februar 2024 den Grundstein für ein eigenes Werk in Blythewood im US-Bundesstaat South Carolina gelegt. Die Produktion bei Scout soll Ende 2027 anlaufen.
Was die Wettbewerber in den USA bauen
Mercedes ist seit 1995 am Standort Tuscaloosa in Alabama ansässig. Dort laufen die Baureihen GLE, GLS, EQE SUV sowie EQS SUV, einschließlich ihrer luxuriösen Maybach-Varianten, vom Band. Etwa zwei Drittel der dort gebauten Autos werden exportiert.
BMW fertigt in Spartanburg in South Carolina seit 1994 diverse SUV-Modelle. Aktuell umfasst die Produktion die Baureihen X3, X5, X6, X7 und XM. Auch hier wird der Großteil (60 Prozent) der produzierten Fahrzeuge exportiert.
