Škoda Elroq führt bei Neuzulassungen vor Tesla
Deutschlands meistzugelassenes Elektroauto kommt 2026 bislang nicht von Tesla. In der KBA-Statistik der Neuzulassungen liegt bis einschließlich September der Škoda Elroq knapp vor dem Tesla Model Y. Der enge Abstand zeigt, wie schnell sich die Spitze im E-Auto-Markt verschieben kann.
Bis einschließlich September 2026 führt der Škoda Elroq die KBA-Modellstatistik bei den Elektroauto-Neuzulassungen in Deutschland an. Für den Elroq werden 30.899 Neuzulassungen gezählt, das Tesla Model Y folgt mit 29.464. Der Vorsprung beträgt damit 1.435 Fahrzeuge – das sind rund fünf Prozent bezogen auf den Elroq-Wert.
Hinter dem Führungsduo schließt der VW ID.3 mit 24.352 Neuzulassungen auf Rang drei an. Fast gleichauf dahinter liegt der Škoda Enyaq mit 24.344, gefolgt vom VW ID.7 mit 22.472. In den Top Ten finden sich außerdem die zusammen erfassten VW ID.4/ID.5 (18.584), der Mercedes CLA (17.459) sowie der BMW iX1 (17.319).
Auffällig ist dabei nicht nur der Führungswechsel, sondern auch die Dichte im Feld. Zwischen Platz drei (ID.3) und Platz vier (Enyaq) liegen gerade einmal acht Zulassungen. Auch am Ende der Top Ten ist es eng: Audi A6 e-tron (15.071) und Tesla Model 3 (15.069) trennen nur zwei Fahrzeuge.
September zeigt schnelle Wechsel
Der Blick auf den einzelnen Monat September 2026 relativiert die Jahres-Zwischenbilanz und erklärt, warum sich die Spitze schnell ändern kann. Im September liegt das Tesla Model Y mit 8.038 Neuzulassungen vorn, dahinter folgt das Tesla Model 3 mit 4.512. Der Škoda Elroq kommt in diesem Monat auf 4.182 Neuzulassungen und rangiert damit auf Platz drei.
Auch dahinter verteilt sich das Feld im September anders als in der kumulierten Jahreswertung. Der Škoda Enyaq erreicht 2.852 Neuzulassungen, VW ID.4/ID.5 kommen auf 2.795, der VW ID.3 auf 2.425. In die Monats-Top-10 schaffen es außerdem Mini Electric (2.389), der VW ID.7 (2.331) sowie zwei Mercedes-Modelle: GLC (2.205) und CLA (2.164).
Für den Zweikampf Elroq gegen Model Y heißt das: Tesla kann in einzelnen Monaten deutlich vorn liegen, während sich über die Monate hinweg ein anderes Bild ergeben kann. Genau diese kurzfristige Volatilität macht die knappe Führung des Elroq bis September 2026 erklärbar. Ein starker Monat reicht, um den Abstand sichtbar zu verkürzen oder die Reihenfolge erneut zu drehen.
BEV-Anteil wächst deutlich
Die Dynamik an der Spitze trifft auf einen Markt, in dem Elektroautos 2026 deutlich an Gewicht gewinnen. Im September 2026 wurden in Deutschland 88.599 batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 94,7 Prozent gegenüber September 2025.
Der BEV-Anteil lag im September bei 34,5 Prozent von insgesamt 256.774 Pkw-Neuzulassungen. Damit entfiel in diesem Monat erstmals mehr als ein Drittel des deutschen Neuwagenmarktes auf reine Elektroautos. Über den Zeitraum Januar bis September 2026 summieren sich die BEV-Neuzulassungen auf 604.144 Fahrzeuge, was rund 27 Prozent aller Neuzulassungen entspricht.
Parallel zeigt sich über das Jahr ein steigender Trend beim BEV-Anteil. In einer Auswertung der KBA-Zahlen über die Quartale 1 bis 3 lag der Anteil Anfang 2026 noch bei rund 22 Prozent und stieg zuletzt auf "mehr als ein Drittel". In so einem wachsenden Umfeld können sich die Modell-Ranglisten schnell verschieben.
Markenbild hinter dem Ranking
Neben den einzelnen Modellen lohnt der Blick auf die Marken, weil er einordnet, woher die Spitzenmodelle kommen. In den KBA-Zahlen für die Quartale 1 bis 3 (bis September 2026) liegt Volkswagen bei den BEV-Neuzulassungen mit 76.024 Fahrzeugen vorn. Dahinter folgen Škoda (55.996) und BMW (49.083), während Tesla mit 44.810 knapp vor Mercedes mit 44.081 liegt.
