Was schleppt denn dieser Prototyp mit sich herum?
Mit dem 296 Challenge Stradale bringt Ferrari 2027 die Straßenvariante der Rennversion 296 Challenge, allerdings nur in einer Kleinserie.
Im Oktober 2023 hatte Ferrari den 296 Challenge vorgestellt, mit dem seit der Saison 2024 der Ferrari-Markenpokal ausgefahren wird. Der 296 Challenge ist eine abgespeckte Version des 296 GT3 und soll sich etwas einfacher fahren lassen.
Kleine Auflage, extreme Aerodynamik
Mit dem jetzt erwischten Erlkönig ist klar, dass Ferrari den 296 Challenge auch in einer zulassungsfähigen Version für die Straße bringen wird. Das erweiterte Einsatzgebiet wird durch den Namenszusatz Stradale gekennzeichnet. Der 296 Challenge Stradale tritt damit in die Fußstapfen des Ferrari 360 Challenge Stradale von 2003. Kommen dürfte der Ferrari 296 Challenge Stradale 2027. Dann allerdings nur als limitierte Kleinserie.
Auf den neuesten Bildern zeigt sich der 296 Challenge Stradale zwar ohne den riesigen aufgesetzten Heckspoiler; der könnte als Option zu haben sein. Aber dafür in scharfer roter Tarnung und mit der aus der Formel 1 bekannten neongelben Flow-Viz-Farbe am Unterboden, welche für Tests der Aerodynamik eingesetzt wird. Trotz der starken Tarnung entlang der Front erkennt man größere Lufteinlässe. Rechts und links deuten sich zudem zwei übereinander angeordnete Sideflaps an, wenn man von hinten unter die Tarnung schaut. Auch der Seitenschweller mit der zusätzlichen Bremsbelüftung ist neu. Am Heck fallen nicht nur der neue Diffusor unter der Tarnung auf, sondern auch die extrem dicken Endrohre, die halbhoch mittig aus dem Heck lugen.
Biturbo-V6 ohne Elektrifizierung
Aus denen entweichen die Abgase des drei Liter großen Twin-Turbo-V6-Triebwerks, das im Challenge komplett ohne Elektrounterstützung antritt. Auch im Stradale dürfte der V6 mit Hinblick auf ein geringes Gesamtgewicht Hybrid-frei verbaut werden. Um die Straßenzulassung zu schaffen, dürfte der V6 dabei aber ein wenig Leistung gegenüber der 700 PS und 740 Nm starken Rennversion einbüßen. Ja, damit bleibt er dann auch deutlich unter den 830 PS, die das Serienmodell 296 GTB aus seinem Hybridantrieb presst.
Im Challenge Stradale geht es aber nicht um pure Höchstleistung. Hier geht es um schiere Fahrdynamik und dabei spielt das Gewicht eine wichtige Rolle. Der Serien-296-GTB bringt rund 1.700 Kilogramm auf die Waage, der Challenge trocken nur 1.330 Kilogramm. Der Challenge Stradale dürfte sich deutlich näher am Rennwagen als am GTB orientieren.
Zudem wäre der 296 Challenge Stradale damit der erste Mittelmotor-Ferrari der Neuzeit, der ohne Elektrifizierung auskommt. Ein Leckerbissen für die Purismus-Anhänger unter den Ferrari-Fans.
