Eingeklemmt in Sevilla - schafft es der Ferrari raus?
Nicht die Rennstrecke, sondern Sevillas Altstadt war der Endgegner für diesen Ferrari. Der Fahrer muss den Sportwagen millimeterweise rangieren. Schafft er es raus?
Ein über 200.000 Euro teurer Ferrari Roma Spider ist in den engen Gassen der Altstadt von Sevilla, Spanien, stecken geblieben. Wie über Instagram verbreitete Videos zeigen, war der Fahrer offenbar überfordert mit der Situation, als sich das Fahrzeug weder vorwärts noch rückwärts problemlos bewegen ließ. Mehrere Passanten eilten zu Hilfe und unterstützten ihn beim Rangieren, um das Sportcabrio ohne Beschädigungen aus der misslichen Lage zu befreien.
Eng, enger, Sevilla
Die schmalen Straßen der historischen Altstadt sind für ihre geringe Breite und die engen Kurven bekannt. Genau dort musste der Fahrer den Ferrari Zentimeter für Zentimeter manövrieren. Auf Aufnahmen ist zu sehen, wie er wiederholt korrigiert und sich von den Helfern einweisen lässt. Sie achteten darauf, dass weder die Karosserie noch die Außenspiegel oder die wertvollen Felgen an Hauswänden, Bordsteinkanten und anderen Hindernissen beschädigt wurden.
Das wäre auch schade angesichts des Wertes und der Exklusivität eines Ferrari Roma Spider. Unter der langen Motorhaube des offenen Grand Tourers arbeitet ein 3,9-Liter-V8-Triebwerk mit Biturbo-Aufladung. Der Motor entwickelt 456 kW (620 PS) und ein maximales Drehmoment von 760 Newtonmetern. Die Kraftübertragung übernimmt ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder.
Trotz seines komfortorientierten Charakters ist der Roma Spider ausgesprochen schnell: Den Sprint von null auf 100 km/h erledigt er in 3,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mehr als 320 km/h. Das Stoffverdeck lässt sich innerhalb von rund 13,5 Sekunden öffnen oder schließen – auch während der Fahrt bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h.
Hat er es ohne Kratzer heraus geschafft?
Für enge Altstadtgassen ist der 4,66 Meter lange und 1,97 Meter breite Ferrari allerdings weniger ausgelegt als für kurvenreiche Landstraßen und lange Autobahnetappen; das verdeutlichen die über Social Media verbreiteten Videos. Der Preis passt ebenfalls zur Exklusivität des Modells. In Deutschland lag der Mindesttarif kurz vor dem Auslaufen der Baureihe im Frühjahr 2026 bei mehr als 240.000 Euro; Sonderausstattungen können den Betrag freilich deutlich erhöhen.
Warum der edle Ferrari mit portugiesischem Kennzeichen ausgerechnet in diesem engen Altstadtbereich Sevillas unterwegs war, ist nicht bekannt. Möglicherweise hat ihn das Navigationssystem oder eine Navigations-App hineingelotst, ohne die Breite und eingeschränkten Lenkwinkel des Sportwagens zu berücksichtigen. Lokalen Medien zufolge hat es der Fahrer letztlich geschafft, den Roma Spider ohne Kratzer aus dem Labyrinth zu befreien. Allerdings droht ihm den Berichten zufolge ein Bußgeld, da viele Bereiche in Sevillas Altstadt nur von Anwohnern mit ihren Autos befahren werden dürfen.
