Tesla und Dacia fahren der Konkurrenz davon
Im September 2026 wächst der deutsche Automarkt deutlich. Tesla setzt sich bei Elektroautos und SUVs an die Spitze, Dacia punktet mit günstigen Modellen.
Der deutsche Pkw-Markt hat im September kräftig zugelegt. 256.774 Neuwagen wurden zugelassen, 9,0 Prozent mehr als im September 2025. Nach den ersten neun Monaten stehen insgesamt 2.221.798 Fahrzeuge zu Buche, ein Plus von 5,3 Prozent. Besonders dynamisch entwickeln sich die alternativen Antriebe: 189.072 Pkw entfielen im September auf diese Kategorie, 31,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Ihr Anteil am Gesamtmarkt beträgt inzwischen 73,6 Prozent.
Über 12.000 neue Tesla in einem Monat
Tesla und Dacia gehören infolge der neuen E-Auto-Förderung zu den auffälligsten Gewinnern. Tesla brachte im September 12.552 Fahrzeuge auf die Straße und kam damit auf einen Marktanteil von knapp 4,9 Prozent. Das Model Y allein erreichte 8.038 Zulassungen und legte gegenüber dem Vorjahr um 260,9 Prozent zu. Der elektrische SUV war damit nicht nur das meistverkaufte Elektroauto, sondern auch das stärkste Modell im gesamten SUV-Segment. Das Model 3 kam auf 4.512 Einheiten und wuchs sogar um 284,7 Prozent. In der Mittelklasse setzte sich die Limousine damit klar an die Spitze. Bemerkenswert ist dabei der extrem hohe Privatkunden-Anteil bei Tesla, der bei jeweils über 86 Prozent liegt.
Bei den reinen Elektroautos dominiert Tesla im September mit Abstand. Das Model Y führt mit 8.038 Zulassungen, gefolgt vom Model 3 mit 4.512. Dahinter etabliert sich Skoda mit Elroq und Enyaq, während Volkswagen mit ID.4 und ID.5, ID.3, ID.7 und ID. Buzz gleich vier Modelle in den Top Ten platziert. Der Volvo EX30 fällt mit einem Plus von 453,9 Prozent besonders stark auf. Der Kia EV3 wächst um 38,7 Prozent. Rückgänge müssen dagegen der VW ID.3 mit minus 18,6 Prozent und der ID.7 mit minus 10,2 Prozent verkraften.
Dacia meldet 7.168 Neuzulassungen im September und erreicht einen Marktanteil von 2,8 Prozent. Für besonderes Aufsehen sorgt der Spring: 1.897 Einheiten bedeuten ein Plus von satten 428,4 Prozent. Der elektrische Kleinwagen war damit gleichzeitig das meistverkaufte Modell im Segment der Minis. Auch hier griffen überwiegend private Käufer zu, die 97 Prozent der Kunden stellen. Ein klares Indiz, dass der Spring vor allem dank der Förderprämie einen steilen Aufstieg feiert.
SUV stellen 40 Prozent des Markts
Die SUV bleiben das mit Abstand größte Segment. 101.608 Fahrzeuge entsprechen einem Anteil von 39,6 Prozent, das Segment wuchs um 28,5 Prozent. Beachtlich auch hier die Performance von Tesla. Das Model Y setzt sich nicht nur bei den Elektroautos, sondern auch im SUV-Segment souverän an die Spitze. Hinter Teslas Elektro-SUV folgen der VW T-Roc mit 5.172 Einheiten, der Skoda Elroq mit 4.182, der BMW X1 mit 3.829 und der Skoda Enyaq mit 2.852 Zulassungen. Der Elroq legte um 63,0 Prozent zu, der Enyaq um 64,5 Prozent. Auch der BMW X1 entwickelte sich mit einem Plus von 94,6 Prozent sehr dynamisch. Der T-Roc verlor dagegen 17,3 Prozent.
Bei den Geländewagen führt der VW Tiguan mit 5.751 Zulassungen. Das entspricht einem Zuwachs von 15,4 Prozent. Das Segment selbst schrumpfte jedoch um 7,1 Prozent auf 24.358 Fahrzeuge. In der Kompaktklasse zeigt sich ein deutlich schwächeres Bild: Der VW Golf bleibt mit 6.580 Einheiten Spitzenreiter, büßte aber 12,1 Prozent ein. Das gesamte Segment fiel um 21,6 Prozent. Stark präsentierte sich dagegen die Mittelklasse, die um 26,0 Prozent auf 23.526 Fahrzeuge wuchs. Neben dem Tesla Model 3 profitierten hier auch der VW Passat und die Mercedes CLA-Klasse, während der Passat 31,7 Prozent verlor.
Kleinwagen stark
Auch die Kleinwagen legten zu. 36.036 Neuzulassungen bedeuten ein Plus von 13,2 Prozent. Der Opel Corsa blieb mit 4.292 Fahrzeugen vorn, trotz eines Rückgangs von 2,8 Prozent. Die Minis wuchsen um 12,5 Prozent, während Oberklasse, Sportwagen, Vans und Wohnmobile Rückgänge verzeichneten. Der stärkste Zuwachs unter den Segmenten nach den SUVs entfiel auf die Mittelklasse.
Elektroautos verdoppeln sich
Bei den Antriebsarten setzt sich die Verschiebung zugunsten elektrifizierter Fahrzeuge fort. 88.599 reine Elektroautos entsprechen einem Anteil von 34,5 Prozent am Gesamtmarkt. Gegenüber September 2025 verdoppelten sich die batterieelektrischen Fahrzeuge bei den Neuzulassungen nahezu mit einem Plus von 94,7 Prozent. Plug-in-Hybride kamen auf 27.681 Einheiten und stagnierten praktisch. Hybride ohne externe Lademöglichkeit erreichten 71.190 Zulassungen, ein Plus von 2,4 Prozent. Insgesamt entfielen 116.280 Neuwagen auf reine Elektroautos und Plug-in-Hybride. Das entspricht 45,3 Prozent des Marktes und einem Zuwachs von 58,9 Prozent.
