Tesla plötzlich ganz vorn - mit 2 Modellen!
Zwei Tesla stehen im September an der Spitze der europäischen E-Auto-Top-10 – mit einem Abstand, der die Verfolger alt aussehen lässt.
In der EU wurden im September 2026 insgesamt 971.048 Autos neu zum Verkehr zugelassen. Das geht aus den Zahlen des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA hervor. Die Neuzulassungen legten damit gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent zu. Bemerkenswert ist dabei der Neuzulassungsanteil von reinen Elektroautos. Die kommen auf 290.117 Einheiten und ein Plus zum Vorjahr von 72,9 Prozent. Der Anteil an den Gesamtneuzulassungen liegt bei 29,9 Prozent. Die Analysten von Ernst & Young (EY) haben auf Basis dieser Zahlen und eigenen Erhebungen daraus die Top-10 der Elektroauto-Neuzulassungen ermittelt
Die Top 10 im September
Angeführt wird die EY Rangliste für 15 europäische Märkte klar von Tesla. Das Tesla Model Y kommt im September auf 39.141 Neuzulassungen und liegt damit auf Platz eins. Direkt dahinter, aber bereits mit deutlichem Abstand, folgt das Tesla Model 3 mit 22.805 Neuzulassungen.
Schon auf Rang drei fällt der Abstand zu Tesla deutlich aus: Dort steht der Škoda Elroq mit 10.845 Neuzulassungen. Platz vier geht an den Škoda Enyaq mit 8.691 Einheiten. Damit stellt Skoda zwei Modelle direkt hinter den beiden Tesla-Spitzenreitern.
Im Mittelfeld der Top 10 positioniert sich Renault gleich doppelt vor Volkswagen. Auf Platz fünf steht der Renault 5 (7.672 Neuzulassungen), auf Platz sechs der Renault Twingo (7.393 Neuzulassungen). Erst danach erscheint Volkswagen mit VW ID.4 und VW ID.5, die von EY gemeinsam geführt werden.
VW ID.4 und ID.5 hinten
Für Volkswagen ist vor allem die Platzierung im Vergleich zu konzerninternen und direkten Wettbewerbern auffällig. VW ID.4 und VW ID.5 liegen gemeinsam nur auf Rang sieben. Zusammen kommen sie im September auf 6.533 Neuzulassungen.
Damit liegen beide Skoda-Modelle nicht nur vor den VW-SUVs, sondern auch klar darüber: Der Skoda Elroq übertrifft das zusammengefasste Duo ID.4/ID.5 allein um 4.312 Fahrzeuge. Auch der Škoda Enyaq bleibt vor den beiden VW-Modellen.
Für die Einordnung ist wichtig: Die Rangliste zählt ID.4 und ID.5 als gemeinsamen Eintrag, während andere Modelle einzeln geführt werden. Unabhängig davon bleibt der Abstand zur Spitze groß: Gegenüber dem Tesla Model Y fehlen dem ID.4/ID.5-Duo im September 32.608 Zulassungen. Das macht sichtbar, wie stark sich die Nachfrage in diesem Monat an der Tesla-Spitze bündelt.
Skoda und Renault vor VW
Dass Volkswagen im Ranking zurückfällt, liegt nicht nur an Tesla. Im September schieben sich auch zwei Renault-Modelle vor die VW ID.4/ID.5, obwohl es sich nicht um große SUV handelt. Renault 5 und Renault Twingo belegen die Plätze fünf und sechs und setzen Volkswagen damit zusätzlich unter Druck.
Auch hinter Volkswagen bleibt der Wettbewerb eng: Kia platziert sich mit dem EV3 (6.499 Neuzulassungen) und dem EV2 (5.972 Neuzulassungen) auf den Rängen acht und neun. Die Top 10 komplettiert der Volvo EX30 (5.910 Neuzulassungen) auf Platz zehn. Für Audi, BMW und Mercedes-Benz gibt es in dieser September-Auswertung keinen Platz in den ersten zehn.
In Summe entfallen in den Top 10 nur drei Einträge auf Modelle deutscher Autokonzerne – und davon stammen zwei von der tschechischen VW-Tochter Škoda. Das unterstreicht, dass der sichtbare Erfolg im Konzern derzeit stärker bei der Marke liegt als bei Volkswagen selbst. Für den VW-Konzern ist das ein Hinweis, dass die interne Modell- und Markenpositionierung im BEV-Volumenbereich gerade sehr unterschiedlich greift.
Wichtig für die Einordnung: Die 290.117 BEV und der Marktanteil von 29,9 Prozent beziehen sich auf die EU, das Modellranking von EY dagegen auf 15 europäische Märkte (Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Irland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien); es ist geografisch damit nicht deckungsgleich. Als Trendbild passen die Daten dennoch zusammen: Der Markt wächst stark – und innerhalb dieses Wachstums zeigt das September-Ranking eine klare Konzentration auf Tesla sowie eine schwache Positionierung von VW ID.4/VW ID.5 in den Top 10.
