Mate Rimac stellt Leichtbau-Bugatti in Aussicht
Bugatti-Chef Mate Rimac sieht in der Tourbillon-Plattform noch viel Potenzial – von einer Lightweight-Version bis hin zu einer echten Handschaltung.
Nach der Trennung von VW und Porsche sieht Bugatti-Chef Mate Rimac beim Nobelsportwagenbauer mehr Luft für mutige Projekte. Im Interview mit dem britischen Automagazin "Top Gear" spricht Rimac über Ideen, die man mit Bugatti noch umsetzen könnte.
Hybrid raus, Handschaltung rein
Eine davon betrifft eine Leichtbau-Version des Tourbillon. Der könnte um gut 300 Kilogramm abspecken, wenn man sich von allen verbauten Hybrid-Komponenten trennen würde. Zu diesen zählen die beiden Elektromotoren an der Vorderachse sowie die 25 kWh große Batterie im Mitteltunnel. Zu einem echten Leichtgewicht würde der Tourbillon damit zwar dennoch nicht, aber immerhin würde das Leergewicht auf knapp 1.700 Kilogramm sinken. Dem gegenüber stünde dann zwar nur noch die Leistung des V16-Motors. Aber allein der bringt aus seinen 8,3 Liter Hubraum schon 1.000 PS an den Start. Echter Leistungsmangel stellt sich also selbst ohne Hybridunterstützung nicht ein.
Aber Rimac spinnt seine Idee noch weiter. Wie er bereits im August gegenüber dem US-Magazin "Road & Track" ausgeführt hatte, könnte er sich im Tourbillon auch ein manuelles Schaltgetriebe vorstellen, das das schwere Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe ersetzt. Damit ließe sich das Gewicht noch weiter senken. Zudem würde der Fahrer über eine Handschaltung noch enger in Fahrgeschehen eingebunden.
Fokus auf Fahrerlebnis
Insgesamt sieht Mate Rimac die Zukunft von Bugatti in nicht unbedingt in einem weiteren "Vorschlaghammer". Man könnte eher etwas entwickeln, das ein intensiveres Fahrerlebnis bietet, mehr zurück zu den Wurzeln geht – in Richtung des Typ 35. In der Tourbillon-Plattform steckt so viel Technik und damit auch so viel Potenzial. "Wir werden eine ganze Menge cooler Sachen auf den Weg bringen", erklärte Rimac gegenüber "Top Gear".
