Noch nie war offen so schnell
Aston Martin ergänzt das Valhalla Coupé um eine offene Version. Der Valhalla Spider ist der schnellste Aston Martin mit offenem Cockpit, der je gebaut wurde.
Mit dem Valhalla haben die Briten seit Jahresbeginn einen potenten Hybridsupersportwagen am Start. Jetzt schiebt Aston Martin mit dem Valhalla Spider eine offene Version des Mittelmotorsportlers nach. Die soll mindestens so fahrdynamisch sein wie das Coupé, den Fahrspaß aber noch um den Frischluftfaktor erweitern. Premiere feiert der Valhalla Spider an diesem Wochenende sein weltweites Debüt beim Concours 2026 im Wynn Las Vegas.
Stoffdach als Tempobremse
Das Dachsystem des Valhalla Spider setzt auf ein herausnehmbares Stoffdachelement, welches sich bei Nichtgebrauch im Fahrzeug verstauen lässt. Herausgenommen bietet es jede Menge Frischluftvergnügen. Eingesetzt limitiert es die Höchstgeschwindigkeit des Valhalla Spider auf 200 km/h. Mehr wollen die Briten der Konstruktion nicht zutrauen. Wer die maximale Höchstgeschwindigkeit des Valhalla Spider nutzen möchte, muss zum optionalen Hardtop aus Carbon greifen. Dann darf der Zweisitzer bis zum selbst gesetzten Tempolimit von 350 km/h ungehemmt rennen. Gleiches gilt auch für Fahrten ohne Dach – kein Verdeck, kein Limit. Bleibt das Verdeck zu Hause, so schützt eine Regenabdeckung den Innenraum – aber nur im Stand.
Bei Fahrten ohne Dach lenkt ein oben am Windschutzscheibenrahmen angebrachter Windabweiser den Luftstrom über das Cockpit und gezielt zum für den Spider modifizierten Ansaugschnorchel für den Motor hinter der Kabine. Bei geschlossenem Dach lässt sich der Windabweiser in drei Teile zusammenklappen und in den neuen, 15 Liter fassenden Staufächern in den Seitenschwellern unterbringen. An die geänderten aerodynamischen Verhältnisse angepasst wurde auch die Steuerung der aktiven Luftleitsysteme sowie die Abstimmung des ESP. Ob Dach offen oder geschlossen – der Valhalla Spider soll immer optimal auf der Straße liegen.
Für etwas mehr Komfort im Cockpit sorgt der neue Touring-Sitz, der die Carbonsitzschale mit mehr Polsterung kombiniert. Wer darauf verzichten kann oder will, bekommt auch die Standard-Carbonsitzschalen montiert.
Hybridantriebstechnik aus dem Coupé
Der Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang im Valhalla Spider wird unverändert aus dem Valhalla Coupé übernommen. Hier wie dort bildet ein 4,0-Liter-V8-Motor mit Biturbo-Aufladung und 828 PS das Herzstück. Drei E-Motoren – zwei an der Vorderachse und einer im Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe – steuern weitere 251 PS bei. Die Systemleistung liegt bei 1.079 PS, das maximale Systemdrehmoment bei 1.100 Nm. Die Antriebsmomente beider Achse, die mechanisch nicht miteinander verbunden sind, koordiniert eine integrierte Steuerung.
Erhalten geblieben sind am Valhalla Spider auch die nach vorne oben öffnenden Türen. Die Kinematik wurde weiter verfeinert, um eine noch geschmeidigere Bedienung zu ermöglichen; zudem wurde das Design auf eine rahmenlose Ausführung umgestellt. Eine stärkere Krümmung der oberen Glaskante der Türen erleichtert zudem das Ein- und Aussteigen bei geschlossenem Dach.
Marktstart und Preis
Darüber hinaus bedient sich der Spider 1:1 der Linienführung und der weiteren Technik des Valhalla Coupés. Beim Preis dürfte der Spider das Coupé allerdings übertrumpfen. Die geschlossene Version kostet knapp unter 1 Million Euro, die offene Variante dürfte klar darüber liegen. Bis der Valhalla Spider allerdings tatsächlich zu den Kunden rollt, dauert es noch eine ganze Weile. Erste Auslieferungen avisiert Aston Martin für das dritte Quartal 2027.
