JP Kraemer schmeißt hin
JP Kraemer kündigt an, er schließe alle seine Unternehmungen – vom Tuningbetrieb bis zum Burgerladen. Zuvor veröffentlichte er selbst ein Überwachungsvideo, das Gewalt gegen seine Ehefrau zeigt – und räumte sein Verhalten ein.
JP Kraemer sagt in einem neuen YouTube-Video, er führe JP Performance nicht weiter und schließe "alle Unternehmungen". Er entschuldigt sich bei seiner Noch-Ehefrau Julia Meck und bittet um Verzeihung. Gleichzeitig beschreibt er offene Punkte: Er müsse klären, was mit Gebäuden, Bestellungen und der Abwicklung seiner Firmen passiert.
Kraemer legte vergangenen Freitag in einem weiteren Statement-Video nach, weil "gleich die Presse" ein weiteres Video veröffentlichen werde. Er beschreibt darin Inhalte, die er selbst "verstörend" nennt: Er packe seine Frau am Hals, schubse sie und ziehe sie an den Haaren. Er sagt, sein Handeln bleibe falsch und "nicht zu entschuldigen", relativiert aber zugleich mit Formulierungen wie "es sind immer zwei Personen".
Drohungen: Burgerladen und Museum schließen vorübergehend
Drohungen nach den Veröffentlichungen veranlassten die Mitarbeiter, den Burgerladen Big Boost Burger und das Museum "Pace" in Dortmund vorübergehend zu schließen. Die Polizei überwachte den Bereich; Mitarbeiter begleiteten Besucher nach draußen.
Laut WDR arbeiten in Kraemers Unternehmen rund 80 Menschen. Kraemer bedankt sich im Video bei seinem Team und wirkt sichtlich aufgelöst, während er das Ende der "Reise" ausruft. Mit der Schließungsankündigung bekommen Arbeitsplätze, laufende Aufträge, Kundenfahrzeuge und Lieferketten Aufmerksamkeit. Hier bricht möglicherweise gerade ein im Wachstum begriffenes Unternehmensgeflecht zusammen, dass seinen Markenwert von einer einzelnen Person bezogen hat.
Rückzug auf die Bahamas
Die Bild berichtet, Kraemer sei nach dem öffentlichen Druck zu seinem Vater auf die Bahamas geflogen – dort hat er auch einen Teil seiner Kindheit verbracht. Kraemer selbst formuliert vor allem den Rückzug aus dem öffentlichen Leben und kündigt an, er kümmere sich künftig "viel um mich". Ob er von dort aus Entscheidungen zur Abwicklung trifft oder zurückkehrt, bleibt offen.
Kraemer spricht von Schließungen, muss aber praktische Lösungen für Standorte, Verträge und Inventar finden. Dabei kommen mehrere Wege infrage: Er könnte Betriebe abwickeln, einzelne Einheiten übergeben oder Teile seines Firmengeflechts verkaufen.
