PCs und Notebooks kühlen mit diesen Tipps
PCs und Notebooks besser kühlen – mit unseren Tipps
Im Sommer wird es auch für elektrische Geräte warm. Möchtest Du Deinem PC oder Deinem Notebook eine längere Lebensdauer und mehr Performance spendieren, dann solltest Du jetzt weiterlesen.
Wärme: das Kernproblem
Handelt es sich nicht um einen gut klimatisierten Raum, wird die Umgebungstemperatur für Deine Geräte stark schwanken. Im Sommer wird es in dem Zimmer, in dem Du PC oder Notebook verwendest, meistens sehr warm, im Winter hingegen eher kühl. Da PCs unter anderem durch Lüfter gekühlt werden und diese Lüfter Luft aus der Umgebung „ansaugen“, spielt die Umgebungstemperatur also eine entscheidende Rolle bei der Kühlung dieser Geräte.
Typische Auswirkungen dieser Effekte sind unter anderem:
- Lautstärke: Lüfter müssen sich schneller drehen, um Deinen PC auf vertretbaren Temperaturen zu halten. Je nach Ort und persönlichem Lärmempfinden wirst Du dies in jedem Fall hören – durch die Rotation der Lüfter selbst und durch den schnelleren Luftstrom.
- Verschleiß: Schnellere Lüfter verschleißen auch schneller. Da es sich um ein bewegliches Teil handelt, ist mechanischer Verschleiß unumgänglich, diese Komponenten sind also niemals für die Ewigkeit gebaut. Geringere Temperaturen erhöhen diese Lebensdauer jedoch.
- Defekte: In Extremfällen, wenngleich heute selten, können besonders heiße Komponenten in Deinem PC auch einen tatsächlichen Hardwareschaden erleiden. Dies sollte nicht auftreten, da sich betroffene Komponenten bei zu hoher Temperatur abschalten sollten – aber es ist eine Möglichkeit.
- Performance: Nicht unbedingt für PCs, aber sehr wohl für Notebooks gilt, dass höhere Temperaturen zu Drosselungen führen. Ein Notebook regelt CPU oder GPU herunter, sobald zu hohe Temperaturen festgestellt werden, wodurch die Performance leidet.
Die Effekte einer ineffektiven Kühlung sind somit deutlich und vielfältig. Bevor Du jetzt übereilt handeln möchtest, solltest Du aber zuerst prüfen, ob überhaupt ein Problem vorliegt.
Komponenten prüfen mit kostenloser Software
Seit langer Zeit ist HWiNFO ein zuverlässiges, kostenloses Tool (nur für Windows), das die Temperaturen Deiner Komponenten ausliest und sie Dir übersichtlich in einer Baumstruktur anzeigt. Sobald es installiert ist (es gibt auch eine portable Version), gehst Du im Begrüßungsmenü auf „Nur Sensoren“ und dann „Starten“.
Jetzt wirst Du eine lange Liste aus Komponenten sehen, von CPU über GPU und RAM bis zu Festplatten und mehr. Jedem Sensor, der intern in diesen Komponenten verbaut ist, werden verschiedene Temperaturbereiche zugewiesen: die aktuelle Temperatur, die minimal und maximale gemessene Temperatur sowie ein Durchschnitt dieser beiden Werte.
Interessant sind dabei vor allem diese Werte:
- GPU: Für die Grafikkarte werden meistens die beiden Werte „GPU Temperatur“ und „GPU Hot-Spot“ (oder ähnlich) angezeigt. Der Hot Spot ist der heißeste auf der Grafikkarte vorhandene Sektor.
- CPU: Hier sind die Werte „CPU Package“ und eventuell „CPU“ interessant. Außerdem werden auch die Temperaturen für jeden einzelnen physisch vorhandenen CPU-Kern angezeigt.
- Festplatten: Die Temperatur der Festplatten wirst Du unter „Drive Temperatur“ ablesen können. Moderne SSDs geben Dir recht genau Auskunft über ihre Hitzeentwicklung.
Allerdings geben Dir diese Daten eben nur genau jene Rohdaten an die Hand. Was sie bedeuten, weißt Du nicht unbedingt. Also: Ab wann ist heiß eigentlich zu heiß?
Hitzeentwicklung: Wann wird es problematisch?
Hersteller geben immer maximale vertretbare Temperaturen für ihre Hardware an. Faustregeln sind schwierig anzuwenden, da sich die Temperaturbereiche von Komponente zu Komponente unterscheiden und es auch innerhalb identischer Serien zu Streuungen kommen kann. Typischerweise kannst Du Dich jedoch grob an diesen Werten orientieren:
- CPU: Der Prozessor sollte im Idle-Bereich irgendwo zwischen 30 und 45° Celsius erreichen – je nach Grundstrombedarf und Kühlung. Bei über 50° solltest Du aufmerksam werden. Wenn hohe Last anliegt und alle Kerne gut ausgelastet sind, dürfen es auch 80° werden. Drosseln werden sich die meisten Intel- und AMD-CPUs irgendwo im Bereich zwischen 89 und 100°. Durch die Taktreduktion (und damit weniger Strombedarf) wird auch die Hitzeentwicklung dann rückläufig sein.
- GPU: Im Leerlauf sollten auch hier keine hohen Temperaturen erreicht werden. Moderne Grafikkarten schalten ihre Lüfter dann sogar komplett ab, da die Wärmeentwicklung so gering ist. Unter Last jedoch sind es zwischen 90 und 110° Celsius, die den kritischen Bereich markieren. Wenn die Hot-Spot-Temperaturen in HWiNFO also 100° übersteigen, muss das nicht zwingend Anlass zur Sorge sein.
- Der Rest: Schnelle NVMe-Festplatten vertragen meist zwischen 70 und 80° Celsius, danach drohen Hardwareschäden. DDR5-RAM wird sich irgendwo zwischen 80 und 90° bewegen. In der Praxis wirst Du für beide Komponenten wahrscheinlich niemals Werte in dieser Größenordnung sehen, denn die anderen beiden Hitzköpfe – CPU und GPU – hätten dann schon längst kritische Limits überschritten.
HWiNFO zeigt Dir übrigens auch an, ob es schon mal zu einem solchen Problem gekommen ist. In der Zeile „Thermal Throttling“ könnte ein „Yes“ eingeblendet werden – was bedeutet, dass Deine Hardware aufgrund von Hitzeentwicklung schon einmal drosseln musste. Dann solltest Du auf jeden Fall hellhörig werden und Maßnahmen einleiten.
Overlay für permanenten Überblick
Andere Tools, wie MSI Afterburner, eignen sich vor allem für Echtzeitüberwachung. In dem Tool – das entgegen seinem Namen nicht nur mit MSI-Hardware funktioniert – kannst Du ein Overlay aktivieren, das sich immer im Vordergrund aufhält und Einblick in die aktuellen Temperaturen zulässt. Du könntest also sehr anspruchsvolle Programme öffnen – Benchmark-Tools, Spiele, KI-Anwendungen – und die Temperaturen für Grafikkarte und CPU selbst überwachen.
Eventuelle Last- und damit Temperaturspitzen könntest Du auf diese Weise sofort erkennen und bei Bedarf reproduzieren.
Hitzeentwicklung eindämmen mit diesen Apps
Neue und/oder andere Hardware kann Hitzeprobleme meistens sofort eindämmen – aber sie hat den Nachteil, dass sie nicht umsonst ist. Daher solltest Du zuerst versuchen, die Probleme (sofern welche vorhanden sind) via Software in den Griff zu bekommen.
Die effektivste Option steht in den Energieeinstellungen von Windows zur Verfügung. Dazu gehst Du in die klassische Systemsteuerung und von dort auf „Energieoptionen“. Danach geht es im Bereich des gerade aktiven Plans weiter auf „Energiesparplaneinstellungen ändern“. Dort fehlt dann noch ein letzter Klick auf „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“.
Im neuen Fenster findest Du unter anderem die Energieverwaltung des Prozessors sowie eine Option, die es Dir erlaubt, den maximalen Leistungszustand der CPU zu ändern. Standardmäßig ist dieser Wert auf 100 % gestellt, was die höchste Leistung garantiert. Hier kannst du 99 % testen. Das eine Prozent selbst hat dabei keine großen Auswirkungen, aber diese Einstellung hat den Nebeneffekt, dass Turbofrequenzen abgeschaltet werden.
Der Turbotakt ist immer dann sinnvoll, wenn kurzzeitig hohe Leistung gefordert wird. Brauchst Du das im Alltag aber gar nicht, kannst du alles auf 99 % setzen und damit abstellen. Unter hoher Last sparst Du damit recht viel Strom und reduzierst damit die Abwärme.
Den größten Effekt erzielst Du auf Notebooks, denn diese sind bauartbedingt weniger gut gekühlt als PCs. Der Effekt hinsichtlich der Kühlung ist daher in den mobilen Computern am größten. Außerdem sparst Du damit auch Akkulaufzeit ein, was bei Notebooks aller Art immer willkommen ist. An einem klassischen Desktop-PC ist dieser Effekt weniger stark ausgeprägt.
Wo steht der PC?
Ebenfalls von Bedeutung ist der Ort, an dem der PC steht. Gerade nachmittags und am frühen Abend kann es heiß werden – vor allem in Räumen, die dann der Sonne zugewandt sind.
Natürlich ist man in Wohnungen und Häusern immer ein wenig einschränkt, aber nach Möglichkeit solltest Du PCs in kühleren Räumen nutzen und mit Deinem Notebook dann – wenn es zu heiß wird – ebenfalls in einen der schattigen Räume umziehen. Ein PC sollte außerdem möglichst frei stehen: nicht in einem Schrank, nicht direkt gegen andere Möbel gepresst. Bei Notebooks achtest Du darauf, dass Papierkram auf dem Schreibtisch nicht die Lüftungsöffnungen (oft an den Seiten oder darunter zu finden) blockiert. Direktes Sonnenlicht ist ebenfalls immer Gift für jede Geräteklasse.
Bastelarbeit: mehr Kühlung mit diesen Handgriffen
Mit ein wenig Arbeit und im Extremfall Ausgaben im zweistelligen Eurobereich kannst Du Deinem PC oder Deinem Notebook das Leben noch einmal deutlich einfacher machen. Wir haben die effektivsten Methoden zusammengestellt.
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Tipp 1: Reinigung
Wo Luft zirkuliert, zirkuliert auch Staub. In Innenräumen von PCs ist das ein Problem, da Kühlkörper in der Regel darauf angewiesen sind, dass Luft ungehindert auf das Metall treffen kann, die Wärme aufnimmt und diese anschließend an die Umgebungsluft weitergibt. Dicke Staubschichten auf Metallkühlkörpern sind daher ein Problem, denn jene von den Lüftern ausgestoßene Luft berührt eben nicht direkt das Metall, sondern eher Staub – und Staub ist ein schlechter Wärmeleiter. In Extremfällen legt sich der Staub sogar zwischen einzelne Kühllamellen, sodass überhaupt kein echter Luftstrom mehr entstehen kann.
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In modernen PCs bemerken Lüfter die aus diesen Gründen ansteigende Temperatur im Innenraum, wodurch sie schneller rotieren. Das erzeugt mehr Lärm, mehr Verschleiß und wirbelt noch schneller Luft ins Gehäuse. Dann wird es ab einem gewissen Zeitpunkt so stickig, dass der PC die Stromzufuhr senkt, um die Wärme einzudämmen, wodurch es zu Thermal Throttling kommt. Alles in allem also: keine gute Ausgangssituation für Deinen PC.
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Druckluft und Bürsten schaffen Abhilfe
Um das Gerät zu reinigen, trennst Du an der Rückseite alle Kabel aus ihren Steckplätzen – insbesondere das Kabel, das ins Netzteil geht. Dann legst Du das Gehäuse auf die Seite und öffnest eine der Seitenwände. Wie das geht, kann sich von Modell zu Modell unterscheiden, meist ist der Vorgang aber simpel und selbsterklärend.
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Das nächste wichtige Utensil ist eine Dose Druckluftspray oder, wenn vorhanden, ein elektrisches Reinigungsgebläse. Aus einem Abstand weniger Zentimeter bläst Du damit den Innenraum von Staub frei. Je nach Alter des Geräts können es erhebliche Mengen sein, eine Staubschutzmaske oder ähnliche Hilfsmittel helfen dabei, nicht permanent husten zu müssen. Dabei solltest Du schön gründlich vorgehen und vor allem die Hotspots um Netzteil, CPU, GPU, RAM und die Bereiche der Gehäuselüfter gut reinigen. Dein Gehäuse verfügt außerdem wahrscheinlich über Staubfilter, die es ebenfalls zu reinigen gilt.
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Mit einer Bürste kannst Du etwas hartnäckig sitzende Staubschichten entfernen. Dabei sollte es eine möglichst weiche Bürste sein. Harte Borsten können Kratzer hinterlassen oder die Hardware beschädigen, was natürlich nicht erwünscht ist. Eine alte, weiche Zahnbürste könnte sich ebenfalls eignen. Staubfilter kannst Du bei Bedarf auch mit Wasser reinigen, dann solltest Du diese Filter aber gut trocknen, bevor Du sie wieder einsetzt. Ein Staubsauger hingegen ist keine gute Idee: Größe und Gewicht sind zu viel für filigranes Arbeiten, Du könntest damit schnell etwas kaputtmachen.
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Wie oft Du saubermachen solltest, hängt vom Haushalt ab. Haustiere beispielsweise sorgen für mehr Haare im Gehäuse, Raucher belasten ebenfalls ihre Umgebung. Bist Du fertig, verkabelst Du alles wieder und freust Dich über einen staubfreien und hoffentlich leiseren, kühleren PC.
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Tipp 2: Gehäuselüfter einsetzen
Gehäuselüfter sind ein wichtiger Faktor für niedrigere Temperaturen und einen ruhigeren Betrieb. Kaufen kannst Du sie heute in zwei Größenordnungen: 120 oder 140 Millimeter Durchmesser. Die größere Variante kann bei identischer Drehzahl und damit gleicher Lautstärke mehr Luft bewegen. Nach Möglichkeit kaufst Du also die 140-Millimeter-Modelle. Aber: Vor allem ältere Gehäuse haben eventuell keinen Platz für große Lüfter. Vorher solltest Du also beim Hersteller nachschauen, was in Dein Gehäuse passt.
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Ebenfalls wichtig: Saug- und Blasrichtung. Setzt Du die Lüfter nach Belieben und Bauchgefühl ins Gehäuse, könnte es gut sein, dass Du sogar eine Verschlechterung im Vergleich zu vorher bemerkst. Eine bewährte Faustregel lautet: An der Gehäusefront sollte Luft eingesaugt werden, hinten und/oder oben sollte sie ausgestoßen werden. Damit streicht frische Luft über GPU und GPU – die beiden Hot Spots – und „verbrauchte“ warme Luft sammelt sich hinten und oben und wird dann ausgestoßen.
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Der Einbau Deiner Gehäuselüfter
Für einen durchschnittlichen PC zu Hause werden zwei 140-Millimeter-Lüfter auch im Sommer reichen, sofern sie korrekt platziert sind. Auf dem Mainboard findest du dazu passende Anschlüsse, die oft mit so etwas wie SYS_FAN oder CHA_FAN beschriftet sind. CPU_FAN gibt es ebenfalls, aber der ist für die CPU vorgesehen.
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Für einen leiseren und effektiveren Betrieb solltest du PWM-Lüfter kaufen. Technisch sind sie daran zu erkennen, dass ihre Anschlüsse vier Pins anstatt drei haben. PWM-Lüfter haben den Vorteil, dass das Mainboard sie automatisch regeln kann: Ist es nicht zu warm im PC, rotieren sie sehr langsam. Wird es wärmer, drehen sie etwas schneller. Gewöhnliche Lüfter mit drei Pins hingegen bewegen sich immer mit derselben, fixen Geschwindigkeit. Nur mit Tools wie FanControl kannst Du dann ein wenig Abhilfe schaffen.
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Außerdem wichtig: Im Innenraum sollte es möglichst aufgeräumt sein. Kabel, die kreuz und quer im Gehäuse hängen, waren vielleicht vor zwanzig Jahren noch in Ordnung – heute aber nicht mehr. Nach Möglichkeit solltest Du alle Kabel hinter dem Mainboard verlegen. Moderne Gehäuse bringen zahlreiche kleine Öffnungen und Schlitze mit, um Kabel unbemerkt im Hintergrund zu verlegen und erst dort nach vorne zu holen, wo sie gebraucht werden. Komplett geschlossene Gehäuse sind ebenfalls nicht unbedingt eine gute Idee. Man mag denken, „geschlossen = leise“, aber das ist meist nicht der Fall. Eine feine Gitterfront beispielsweise lässt deutlich mehr Luft herein, wodurch Drehzahlen, Temperaturen und auch Lautstärke sinken.
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Tipp 3: Notebooklösungen für niedrigere Temperaturen
Aufgrund der Bauart bist Du bei Notebooks wesentlich stärker eingeschränkt als bei einem PC. Lüfter einsetzen geht nicht, neue Gehäuse kaufen ist ausgeschlossen, Komponenten austauschen ist meist nicht vorgesehen. Die einzige wirksame Methode auf Hardwareseite besteht daher darin, schlicht die Luftzufuhr zu verbessern.
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Viele Notebooks beziehen ihre Luft entweder aus den Seiten oder von unten. Da Notebooks meistens auf festem Untergrund stehen, ist die Luftzufuhr von dort auch immer besonders schlecht. Aus diesem Grund gibt es recht kompakte Notebookständer, die das Gerät vielleicht zwei der drei Zentimeter in die Luft heben. Dadurch steht der Laptop immer leicht angewinkelt, aber dafür kommt von unten auch sehr leicht Luft an das Gerät. Je nach Last und Kühlkonzept kann dies die Temperaturen im Innenraum des Notebooks um eine zweistellige Gradzahl senken.
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Unsummen musst Du dafür auch nicht ausgeben. Schon für 20 Euro gibt es passende Modelle auf dem Markt. Manche Ständer bringen auch integrierte Lüfter mit, die von unten Luft an Dein Notebook blasen. Dann kostet es etwas mehr, irgendwo im Bereich zwischen 30 und 70 Euro bist Du dabei. Zu beachten ist aber: Lüfter erzeugen Lärm. Sehr leistungsstarke Modelle halten daher vielleicht Deinen Laptop kühl, aber dafür musst Du auch mit einer erheblichen Geräuschkulisse rechnen. Ob sich das auszahlt, hängt von Deinem persönlichen Empfinden ab.
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Generell gilt außerdem die Faustregel, klassische Laptops nicht auf Decken, Betten, Sofas, Deinen Schoß oder ähnliche weiche Untergründe zu stellen. Damit versiegelst Du Lüftungsschlitze sehr effektiv, ein Wärmestau bleibt dann nicht aus. Harte Untergründe sind daher immer besser. Übrigens kannst Du den Trick mit der Druckluft aus dem PC-Segment dieses Guides auch für Dein Notebook anwenden. Hin und wieder die Schlitze durchzupusten, kann nicht schaden.
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Falls bei Deinem Notebook so vorgesehen, kannst Du das Gerät vielleicht einmal im Jahr auch öffnen und den angesammelten Staub entfernen. Die meisten modernen Geräte sind versiegelt, sodass dies nicht möglich ist – aber manche Firmen, wie etwa Framework, haben sich auf modulare, einfach zu wartende Notebooks spezialisiert.
Die teure Methode: neue Hardware
Kommt es Dir auf ein wenig Geld nicht an, kannst Du auch in neue Hardware investieren, um Deinen PC zu kühlen. Modernere CPUs und GPUs sind alten Modellen oft in vielen Bereich voraus, sodass sie trotz höherer Leistung auch weniger Abwärme erzeugen – es kommt aber immer auf das spezifische Gerät an.
- CPUs schlucken im High-End-Bereich exponentiell mehr Strom als die kleineren Modelle. Die schnellste aktuelle Ryzen-CPU für Endkunden hat eine TDP (Thermal Design Power) von 200 Watt. Kleinere Varianten geben sich mit 65 Watt zufrieden, was deutlich weniger Hitzeentwicklung zur Folge hat. Diese 65-Watt-CPU-Klasse ist daher ein idealer Kandidat, wenn Du einen leisen, leistungsstarken, aber trotzdem stromsparenden PC basteln möchtest.
- Grafikkarten unterliegen einem ähnlichen Konzept: Eine GeForce RTX 5070 Ti ist für maximal 300 Watt ausgelegt. Bei der RTX 5090 sind es hingegen beim Standardmodell 575 Watt, also fast der doppelte Wert. Die Leistung steigt aber nicht im selben Maß – und eine 5070 Ti wird für die allermeisten Käuferinnen und Käufer problemlos schnell genug sein. Auch im GPU-Bereich kannst Du also schauen, einen möglichst guten Kompromiss zwischen Leistungsaufnahme und Performance zu erzielen.
Bei anderen Komponenten würden wir von einem Neukauf absehen. RAM, NVMe, Netzteil: Das sind alles Bauteile, die nicht in erheblichem Maß zur Wärmeentwicklung beitragen. Am besten kannst Du daher bei CPU und GPU ansetzen.
Vorher sind unabhängige Tests zu empfehlen. Gerade bei Grafikkarten gibt es immense Streuungen durch die vielen Hersteller und Serien. Manche Modelle sind flüsterleise und kühlen trotzdem sehr gut, andere sind lauter und kühlen schlechter. Ein wenig Recherche kann daher nicht schaden.