G-Klasse-Pick-up mit Edelholz-Ladefläche und 900 PS
Eine G-Klasse mit Ladefläche sieht man nicht alle Tage. Brabus verlängert den Mercedes-AMG G63 für den Pick-up-Umbau um 50 Zentimeter und überarbeitet den V8.
Basis ist der aktuelle G63 der Baureihe W 465. Für den Umbau konstruiert Brabus ein zusätzliches Modul für den Leiterrahmen. Es verlängert den Radstand um 50 Zentimeter, die Hinterradaufhängungen rücken dementsprechend nach hinten. Die Verwindungssteifigkeit soll dabei erhalten bleiben. Der Pick-up ist 5,38 Meter lang, 2,06 Meter breit und 2,05 Meter hoch. Zum Vergleich: Ein serienmäßiger G63 ohne Reserverad am Heck ist 68,9 Zentimeter kürzer.
Ladefläche mit Teakholzboden und Staufächern
Hinter den Rücksitzen trennt eine Stahlwand mit beheizbarer Heckscheibe die Passagierkabine von der Ladefläche. Der Boden und die seitlich öffnende Heckklappe bestehen aus Metall, die Seitenwände aus Carbon. Auf dem Ladeflächenboden liegt eine Teak-Beplankung. Zwei abschließbare und wasserdichte Cargo-Boxen sind hinter der Rückwand zur Kabine integriert.
Für den Umbau erhält die G-Klasse außerdem eine verlängerte Rückwand und angepasste Trittbretter. Die Türen lassen sich laut Brabus über eine spezielle Funktion im Fond in einem 90-Grad-Winkel öffnen. Das soll den Einstieg erleichtern.
4,4-Liter-V8 mit begrenztem Drehmoment
Der Veredler vergrößert den Hubraum des serienmäßigen V8 von 3.982 auf 4.407 Kubikzentimeter. Zum Umbau gehören unter anderem größere Zylinderbohrungen, Schmiedekolben, eine Spezialkurbelwelle und Hochleistungspleuel.
Zwei größere Turbolader erhöhen den Ladedruck laut Brabus auf 1,4 bar. Hinzu kommen angepasste Hochdruckpumpen, Downpipes mit 76 Millimetern Durchmesser und Metallkatalysatoren. Eine Edelstahl-Auspuffanlage mit Klappensteuerung bietet zwei Modi: Im Sportmodus soll der V8 deutlicher zu hören sein, im "Coming Home"-Modus leiser. Der Motor leistet 662 kW, in der alten Währung entspricht das 900 PS. Das maximale Drehmoment liegt laut Brabus bei 1.250 Nm, wird im Fahrzeug aber elektronisch auf 1.050 Nm begrenzt.
24-Zoll-Räder und tieferes Fahrwerk
Die verbreiterte Karosserie trägt Kotflügel aus Sicht-Carbon. Darunter sitzen 24-Zoll-Leichtmetallräder im Dreispeichendesign. Vorn sind Reifen in der Dimension 295/30 ZR 24 aufgezogen, hinten 345/25 ZR 24. Das Gewindefahrwerk ist laut Brabus auf die Reifen, das Fahrzeuggewicht und den verlängerten Radstand abgestimmt. Es senkt den Pick-up gegenüber dem Serien-G63 um 45 Millimeter ab. Die Dämpfung lässt sich in mehreren Stufen einstellen. Der permanente Allradantrieb und das Neungang-Automatikgetriebe bleiben Teil des Antriebs. Der Veredler nennt eine Beschleunigung von 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 240 km/h begrenzt.
Leder, Alcantara und rote Akzente
Im Innenraum kombiniert Brabus schwarzes Leder mit Alcantara. Die Sitze tragen ein gestepptes Muster und sind für die Belüftung perforiert. Rote Nähte und rote Oberflächen an Schaltern, Türgriffen und Lüftungsdüsen setzen farbliche Akzente. Dazu kommen Carbon-Elemente, etwa an den Schaltwippen und den Einstiegsleisten. Für die Fondpassagiere ist eine zusätzliche Instrumentenkonsole im Dachhimmel vorgesehen. Sie zeigt unter anderem Geschwindigkeit, Drehzahl, Außentemperatur und G-Kräfte an. Wie die übrige Ausstattung kann das Interieur nach Kundenwunsch angepasst werden.
Der Brabus P 900 Rocket Edition ist auf zehn Fahrzeuge limitiert. Die Preise starten ab 847.000 Euro.
