Wo die E-SUV-Basisversionen im Alltag gewinnen
Skoda Epiq und Kia EV2 treten im Datenvergleich gegeneinander an und zeigen, wie stark Nutzwert, Tempo und Laden auseinanderlaufen.
700 Euro Preisunterschied und 113 Liter Kofferraum-Differenz: In der 26.000-Euro-Klasse trennen Skoda Epiq und Kia EV2 teilweise Welten. Der Datenvergleich zeigt, wo der Nutzwert wirklich entsteht. Das ist für deutsche Käufer wichtig, weil es bei E-SUVs oft an Details hängt, was alltagstauglich ist.
Einstiegspreis und Reichweite
Der Skoda Epiq Easy 35 startet in Deutschland bei 25.900 Euro. Der Kia EV2 mit 42,2-kWh-Akku kostet als Light 26.600 Euro, also 700 Euro mehr. Bei der Reichweite liegen beide nah beieinander. Skoda nennt für den Epiq Easy 35 bis zu 325 Kilometer nach WLTP, Kia für den EV2 42,2 kWh 317 Kilometer.
Der Akku fällt trotzdem unterschiedlich aus. Beim Epiq stehen 37 kWh netto (nutzbar) im Datenblatt, beim EV2 nennt die Datenbasis 41 kWh netto – 4 kWh mehr, trotz etwas geringerer WLTP-Reichweite.
Leistung und Sitzplätze
Beim Antrieb dreht sich das Bild zugunsten des Kia. Der EV2 Light kommt auf 108 kW (147 PS) und beschleunigt in 8,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Epiq Easy 35 hat 85 kW (116 PS) und braucht 11 Sekunden.
Noch größer ist der Unterschied bei den Sitzplätzen. Kia liefert den EV2 in der Ausstattung Light als Viersitzer mit fester Rückbank aus, fünf Sitze gibt es erst ab der Ausstattung Air. Für Familien oder Fahrgemeinschaften kann das ein echter Preissprung werden. Kia nennt für den EV2 Air 28.990 Euro, während der Epiq Easy 35 bei seinem Einstiegspreis fünf Plätze bietet.
Laden und Wärmepumpe
Beim Schnellladen hat der Kia in der Einstiegsversion klare Daten. Kia gibt für den EV2 42,2 kWh eine DC-Spitzenleistung von bis zu 118 kW an und 29 Minuten für 10 bis 80 Prozent. Beim Skoda Epiq Easy 35 sind die Werte niedriger. Genannt werden maximal 50 kW DC und rund 33 Minuten von 10 bis 80 Prozent.
Bei der Wärmepumpe, also einer effizienteren Elektro-Heizung für mehr Reichweite im Winterbetrieb, sind beide Einstiegsvarianten eingeschränkt. Für Epiq Easy und EV2 Light ist sie nicht bestellbar, erst höhere Linien bieten sie gegen Aufpreis.
Kofferraum und Anhängelast
Der größte Nutzwert-Unterschied steckt im Gepäckraum. Skoda gibt für den Epiq 475 Liter Kofferraumvolumen an, beim Kia EV2 sind es 362 Liter – 113 Liter weniger. Auch bei umgeklappter Rückbank bleibt der Abstand sichtbar. Skoda nennt 1.345 Liter, Kia 1.160 Liter für den EV2 mit fester Rückbank.
Beim Anhängerbetrieb sind die günstigen Versionen ebenfalls nicht gleichwertig. Den Epiq 35 gibt es nur als Easy ohne Anhängevorrichtung, beim EV2 ist Anhängerbetrieb in Light nicht zugelassen und erst ab Air möglich, dann mit 750 kg gebremster Anhängelast.
Was der Sprung nach oben bringt
Wer mehr Reichweite will, landet bei beiden Modellen schnell eine Klasse höher. Beim Skoda Epiq 55 (Essence) stehen 32.100 Euro, 441 Kilometer WLTP und 52 kWh netto im Datenblatt, beim Kia EV2 61 kWh (Air) 33.490 Euro, 453 Kilometer WLTP und 58 kWh netto.
Bei der Leistung kehrt sich das Kräfteverhältnis um. Skoda nennt für den Epiq 55 155 kW (211 PS) und 7,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, Kia für den EV2 61 kWh 100 kW (136 PS) und 9,5 Sekunden.
Auch beim Laden ist der Vergleich nicht nur eine Frage der Peak-kW. Für den Epiq 55 nennt Skoda 105 kW DC und 24 Minuten von 10 bis 80 Prozent, Kia bleibt beim EV2 bei bis zu 118 kW und 30 Minuten – trotz der höheren Spitzenleistung.
